Abinauten = Abiturvorbereitung

Abiturvorbereitung in Berlin und Potsdam 2015

Alle, die 2015 Ihr Abitur machen wollen und sich noch nicht hundertprozentig sicher sind, dass das auch klappt, haben jetzt noch eine gute Chance sich perfekt auf diese letzte schulische Prüfung vorzubereiten.

Abinauten heißt das Projekt  der Reformnachhilfeschule Lernwerk in Berlin.

Bei diesem Abiturvorbereitungskurs in den Winter- oder Osterferien können sich Schüler eine Woche lang im Intensivblock täglich 270 Minuten in einem Fach der Wahl Abiturwissen raufschaffen und eventuelle Wissenslücken schließen. Der anschließende Kompaktblock über 90 Minuten dient der Auffrischung des Gelernten im Schnelldurchgang. Beide Module lassen sich kombinieren, aber auch unabhängig von einander buchen.

Mehr Informationen zu diesem Bildungsangebot: Abinauten – Abiturvorbereitung

 

Achtung! Weihnachtsaktion beim Lernwerk!

Wie schön ist sie doch, die Vorweihnachtszeit!

Um Ihnen den Dezember noch ein wenig mehr zu versüßen, haben wir für Sie etwas besonderes vorbereitet: Wenn Sie bis zum 31.12.2014 einen Kurs über die Internetseite www.lernwerk.de buchen, erhalten Sie sofort einen Weihnachtsrabatt von 5,- €*!

Geben Sie einfach das Kennwort „Weihnachten2014“ als Sparcode ein!

*Angebot gilt für alle Kurse, außer für Extrastunden.

Die Cosby Show DVD-Komplettbox

Die kultige Bill Cosby Show als DVD-Komplettbox…


Nie im Traum hätte ich mir denken können, dass ich mir diese alte Klamotte noch einmal vollständig reinziehe. Aber es gab den Sitcom-Klassiker, der 1984 in den USA startete und es auf stolze neun Staffeln schaffte, beim Online-Händler meines Vertrauens für einen so netten Preis, dass ich ganz spontan zugeschlagen habe.

Es hat sich wirklich gelohnt! Da werden Kindheitserinnerungen wach und ich stelle fest: Die Cosby Show funktioniert noch immer, geradezu vorbildlich werden hier die Themen Geschwisterzusammenhalt, Erziehung, gesellschaftliche Probleme oder Schule behandelt – und das alles mit einer gehörigen Portion Humor, der alle Generationen anspricht. Deshalb kann ohne Frage von einer Serie für die ganze Familie gesprochen werden!

Worum geht es?

Beim Gynäkologen Heathcliff – „Cliff“ – Huxtable (Bill Cosby) und seiner Familie handelt es sich um Afroamerikaner der oberen Mittelklasse: Seine Frau Claire ist eine erfolgreiche Anwältin, die gemeinsamen Kinder Vanessa, Rudy, Denise, Sandra und Theo, der Hahn im Korb, besuchen die Schule oder studieren bereits. Die Kinder zoffen sich natürlich oft, so wie es sich gehört für Geschwister. Aber wenn es wirklich darauf ankommt, stehen sie alle zusammen und helfen sich. Das gilt auch für die Eltern – besonders beeindruckt hat mich beim nochmaligen Ansehen, wie sehr die Angst der beiden thematisiert wird, ihre Kinder würden sich ihnen nicht anvertrauen, wenn sie in Schwierigkeiten sind. Daraus resultieren herrliche Situationen – so ruft Cliff in einer Folge den Familienrat ein und bittet alle inständig:

„Egal, wie groß eure Probleme sind. Kommt zu mir und eurer Mutter. Wir werden nicht schimpfen, wir sind für euch da.“ Wenn die Kids daraufhin jedoch Beispiele nennen, was sie alles anstellen könnten, müssen sich die armen Eltern doch arg zusammenreißen, um nicht aus der Haut zu fahren. Die 16-jährige Denise: „Dad, ich hab gar nicht bei meiner Freundin geschlafen… ich hab bei Tony geschlafen!“

Die Schauspieler sind allesamt grandios und leisten hervorragende Arbeit. Bill Cosby wird nicht ohne Grund als einer der besten Stand-Up-Comedian gehandelt: Seine Grimassen sind genauso zum Schlapplachen wie seine groteske Körpersprache – er tanzt, reißt die Arme in die Höhe, rollt mit den Augen oder fällt genervt auf die Couch. Für seine Kinder macht er sich immer und überall zum Horst. Herrlich.

Fazit:

Die Cosby Show: eine Bilderbuchfamilie, weit entfernt vom wirklichen Leben. Ein kostbares Stück TV-Nostalgie mit noch immer aktueller pädagogischer Botschaft und einem Humor und Geschichten, die bereits die Kleinsten (viele Episoden sind FSK 0!) vor den Fernseher fesseln. Wer diese DVD-Gesamtbox nicht kauft, hat selbst Schuld.

Benjamin Vahldiek

Wendy: Warum die erfolgreiche Pferde-Hörspielserie eben kein Mädchenkram ist

Wendy: Pferde, Freundschaft, Abenteuer

Was ist „Typisch Mädchen“, was ist „Typisch Junge“? Manchmal ist das schwer zu beantworten.

Und eigentlich ist das auch ganz gut so, schließlich soll jeder machen, was er will. Aber Einiges wird wohl noch längere Zeit auf dem fest eingetretenen Pfad verbleiben: Die Ritterburg, die Carrera-Rennbahn, das Plastik-Gewehr… das sind nach wie vor klassische Spielzeuge, die für die männlichen Kids entworfen werden.

Das Barbie-Traumhaus, Polly Pocket, Prinzessin Lillifee wiederum richten sich an die Damen von morgen. So ist es auch meist bei klassischem Pferdespielzeug… allerdings gibt es glücklicherweise zwei löbliche Ausnahmen, die sich jedoch erst bei näherem Hinsehen als solche zu erkennen geben:

Da wäre zunächst die beliebte Serie „Bibi und Tina“, die eine ungewöhnlich hohe männliche Fangruppe hat. Und das liegt ganz einfach daran, dass es hier nicht um neue Reitstiefel, tolle Frisuren oder bescheuerte neue Deckchen für die tierischen Rübenfresser geht. Vielmehr stehen Familien- und Geldkonflikte, Abenteuer und Streiche, Naturschutz und Freundschaft im Vordergrund: Themen eben, die alle Kinder interessieren und keine Klischees bedienen.

Die Abenteuer von „Bibi und Tina“ habe ich hier bei KidsDeal schon öfter vorgestellt. Zu meinen Neuentdeckungen gehört jedoch die Kiddinx-Hörspielserie „Wendy“. Diese hat zwar auch schon etliche Jahre auf dem Buckel (genauso wie die olle Stute aus den 80ern), jedoch werden noch immer neue Folgen produziert, denn der Erfolg ebbt nicht ab. Jetzt, wo ich die ersten fünf Episoden gehört habe, weiß ich auch den Grund dafür!

Bei „Wendy“ ist ebenfalls wie bei „Bibi und Tina“ alles dabei, was es benötigt, um sowohl Mädels als auch Jungs in Aufregung zu versetzten:

Wendy Thoorsteg ist 15 Jahre alt und erlebt gemeinsam mit ihren Freunden viele spannende Geschichten. Anders als es die Hörspiel-Cover erwarten lassen, geht es niemals zu sehr um Pferdethemen: Wendy hat es mit Wilderern, Gaunerbanden, Brandstiftern oder Naturschützern zu tun. Ebenfalls spielen die ersten Liebeleien eine Rolle – und es ist bei Weitem nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen: kleine Intrigen von Mitschülern, Betrügereien von korrupten Geschäftsmännern, all das gehört ebenfalls in die Wendy-Welt, so dass man keineswegs sagen kann, die Serie ist darauf ausgelegt, neue Blondchen mit Schmink-Fetisch heranzuziehen.

Wie von Kiddinx gewohnt sind die Sprecher erste Sahne: Ranja Helmy (Tick, Trick und Track in „Duck Tales – Geschichten aus Entenhausen“) gibt eine sehr natürliche und sympathische Titelheldin und im Ensemble tummeln sich Synchronschauspieler-Urgesteine wie Marianne Gross (Claire Huxtable aus der „Bill Cosby Show“) oder Ingeborg Wellmann (Betty Geröllheimer aus der „Familie Feuerstein“). Ein besonderes Schmankerl ist der Erzähler  Hubertus Bengsch – u.a. deutsche Stimme des Hollywood-Stars Richard Gere.

KidsDeal-Fazit:

Wendy macht wirklich Spaß, bietet tolle Storys und Sprecher… und ist keineswegs „Typisch Mädchen“. Für Alt und Jung geeignet, unbedingt reinhören!

Von Benjamin Vahldiek

Nils Holgersson: ein weiterer TV-Anime-Klassiker auf DVD-Komplettbox

„Nils Holgersson fliegt mit den Gänsen davon…“

„Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ dürfte Eltern wohl eher noch bekannt sein als – ganz einfach – „Nils Holgersson“. Und schon hat man wieder Karel Svobodas altes Lied im Ohr, das zu Beginn der 1980-er Jahre im Nachmittagsprogramm der ARD zu hören war: „Nils Holgersson fliegt mit den Gänsen davon…“

In Deutschland ist die Anime-TV-Serie wahrscheinlich geläufiger als die Romanvorlage der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf:

Nils Holgersson ist ein richtiger Bengel. Zusammen mit seinen Eltern lebt er auf einem Bauernhof in West-Vemmenhög und hat nichts Besseres zu tun, als die Tiere zu quälen. Auch seinen Hamster Krümel vernachlässigt er. Jedoch hat er die Rechnung ohne das Wichtelmännchen gemacht: Abrakadabra hat es Nils auf Däumlingsgröße schrumpfen lassen.

Zusammen mit den Wildgänsen begibt sich Nils nun auf eine unglaubliche Reise, bei der er vielen Gefahren trotzen muss. Allmählich sieht er seine Fehler ein und wird schließlich wieder ein ganz normaler Junge…

Traditionell bestehen auch Holgerssons Abenteuer aus 52 Episoden mit einer Spielzeit von jeweils ca. 25 Minuten. Und traditionell wird auch hier Kindern, Jugendlichen und sogar Erwachsenen alles geboten, was die unvergleichliche Qualität der Anime-Serien zu dieser Zeit (Heidi, Wickie und die starken Männer, Alice im Wunderland, Sindbad, Anne mit den roten Haaren, Biene Maja… die Liste lässt sich noch ewig so weiterführen) ausmacht: spannende Geschichten, liebevolle Charaktere, Gewaltfreiheit sowie eine unglaublich gute deutsche Synchronisation mit Stars wie UFA-Schauspielerin Mady Rahl als Wildgans Aka, Dagmar Heller (Stammsprecherin von Mia Farrow, Barbra Streisand oder Jamie Lee Curtis) als Erzählerin oder Elmar Wepper als Rabe Bataki.

Fazit:

Dank der vor einiger Zeit veröffentlichen DVD-Komplettbox ist es nun für die ganze Familie möglich, sich auf den Rücken der Wildgänse zu schwingen und sich von einem Abenteuer ins nächste fliegen zu lassen. „Nils Holgersson“: Eine absolute Kaufempfehlung, TV-Kult vom Allerfeinsten.

Von Benjamin Vahldiek

„Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“: Die neue DVD des kleinen Tierfreunds ist ein großer Spaß für Vorschulkinder!

Auf zu weiteren Abenteuern: mit dem kleinen Diego! Seine neue DVD trägt den Titel „Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“:

Der bei Kindern im Vorschulalter innig gemochte schwarzhaarige Kerl mit den großen Knopfaugen erlebt dieses Mal knapp 100 Minuten lang weitere turbulente Geschichten, die stets gewaltfrei sind.

Konkret handelt es sich um die Folgen: “Diego und das Stachelschwein retten den Geburtstag”, “Rosarote Flamingos”, “Pinguin-Eltern gesucht!” und “Linda Lama rettet den Karneval”. Als Extra enthalten: „Save the Bullfrog“.

„Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“… Für alle, die ihn noch nicht kennen:

Obwohl erst acht Jahre alt, ist Diego Marquez alles andere als auf den Kopf gefallen. Er hat ein großes Herz für Tiere und lässt alles stehen und liegen, wenn sie Hilfe benötigen. Die US-amerikanische Trickfilmserie läuft seit 2005 auf Nickelodeon und hat 2008 den Sprung nach Deutschland geschafft. Bei „Go Diego Go!“ handelt es sich um ein Spinn-Off der ebenfalls überaus erfolgreichen Reihe „Dora – The Explorer“, in der die niedliche Heldin den Jüngsten Fremdsprachen beibringt. Auch „Diego“ erklärt anhand einiger leichter Wörter, wie diese auf Englisch heißen, viel mehr geht es hier jedoch darum, das Bewusstsein für Ökologie zu schärfen, Besonderheiten fremder Länder aufzuzeigen sowie die verschiedensten Tierrassen und ihren Lebensraum vorzustellen. Dies geschieht jedoch niemals mit dem erhobenen pädagogischen Zeigefinger, sondern beispielsweise anhand von Weltkarten, auf denen Diego seine einzelnen Reisestationen skizziert, oder mit fetzigen Song im lateinamerikanischen Rhythmus: Und für diese Lieder brauchen sich Eltern, die zusammen mit ihrem Kind vor dem Bilschirm sitzen, nicht fremdzuschämen – die Musik geht in die Beine, sorgt für ein amüsiertes Mitwippen und zaubert jedem noch so grummeligen Griesgram ein breites Grinsen ins Gesicht.

Fazit:

Es steht außer Frage: „Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“, das ist ein lehrreicher Spaß für Kinder im Vorschulalter. Die liebevollen Zeichentrick-Episoden kombinieren Lernen, Spaß und Abenteuer auf vorbildliche Weise. Daumen hoch, Kaufempfehlung!

Von Benjamin Vahldiek

Heidi: Die Kult-Zeichentrickserie von 1974 als DVD-Komplettbox

Holadrihooooo… weiter geht unsere Reise durch die Anime-Serien der 70er- und 80er-Jahre mit der Heldin, die wohl auch in jedem noch so pupsigen Ort bekannt ist: Heidi!

Johanna Spyris weltberühmte Kinderbuchklassiker „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ und „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ wurden bis dato schon so oft verfilmt, dass selbst Experten ins Grübeln kommen… es dürfte gefühlte Dreimilliarden mal sein. Das japanische Animations-Studio Zuiyo Enterprise nahm sich dem fröhlichen Mädchen aus den Bergen 1974 an und verwurstete ihre Abenteuer auf der Alm beim Großvater und in Frankfurt bei dem gestrengen Fräulein Rottenmeier und der an den Rollstuhl gefesselten Spielgefährtin Klara in 52 knapp halbstündigen Folgen.

1977 wurde „Heidi“ erstmals in deutscher Fassung im ZDF ausgestrahlt – und ist bis heute eine der beliebtesten Zeichentrickserien. Klar, dass es deshalb die Heidi-Serie auch auf DVD gibt – und seit einiger Zeit auch als Komplettbox. Endlich können Eltern ihren Kindern diesen Nostalgie-Kult näherbringen, denn im Fernsehen laufen solche Perlen ja kaum noch.

Die Zeichentrick-Abenteuer der kleinen Heidi haben einen ganz besonderen Charme: Hier herrscht keinerlei Hektik, kein Geschrei, keine Gewalt oder Effekthascherei. Stattdessen gibt es Kamerafahrten über die Schweizer Alpen oder es wird gezeigt, wie die Heldin mit ihrem Freund, dem Geißen-Peter, ausgelassen über die Wiesen läuft.

Dass die Animationen dabei einfach nur grottig sind (Heidi sieht aus wie ein dicker Klops mit Augen!), stört überhaupt nicht, denn dies wird zehnmal wett gemacht von einer großartigen deutschen Synchronisation. So sind alle Schauspielstars der damaligen Zeit sind dabei: Tilly Lauenstein (jahrzehntelang Synchronstimme von Katharine Hepburn oder Ingrid Bergman) als Fräulein Rottenmeier, Erik Jelde als grummeliger Alm-Öhi – und den Peter sprach niemand Geringeres als der damalige Kinderstar Thomas Ohrner („Timm Thaler“, „Das Haus der Krokodile“), der heute als Moderator und Schwiegermutter-Schwarm bekannt ist.

Die Geschichte wird liebevoll und ruhig nacherzählt, so dass auch die Jüngsten folgen können. Rührselige Szenen wechseln sich mit lustigen ab – zum Schreien komisch ist es, wenn die olle Rottenmeierin vor Schreck fast tot umfällt, als Heidi einen Sack voller junger Kätzchen ins feine Herrenhaus schmuggelt. Und eine kultig-schreckliche Musik sorgt für echtes Retro-Feeling: Denn wer kann nicht den Titel-Song von Gitti und Erika mitsingen? „Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge…“

Fazit:

Heidi war, ist und bleibt absoluter Kult für Kinder und Erwachsene. Hollera-hitti!

Von Benjamin Vahldiek

Pinocchio DVD-Komplettbox: Die Anime-Kultserien

„Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich auf der Bühne bewegen soll, ich hab doch gar nicht auf Marionette gelernt!“ (Pinocchio)

 

Momentan sind sie ja wieder total in Mode: die deutsch-japanischen Zeichentrickserien des Studios Nippon Animation, die in den 70er und 80er-Jahren im ZDF am laufenden Band ausgestrahlt worden sind.

Aber verwunderlich ist das nicht – Qualität setzt sich durch. Da können die Animationen noch so billig gewesen sein, in Puncto Story, Charaktere, Einfallsreichtum, Musik und ganz besonders Synchronisation konnte solchen Highlights wie „Heidi“ oder „Nils Holgersson“ nichts das Wasser reichen.

Viele dieser großartigen Serien sind nun endlich auch als DVD-Komplettbox im Handel, so dass man auch jüngeren Generationen demonstrieren kann, wie toll gute alte Kinderserien sein können und wie hervorragend 2D auch noch heute funktioniert. Da können die am PC verschandelten Helden wie Emily Erdbeer, die neuen Glücksbärchis oder die blöden Schweine aus „Au Schwarte“ ihre Sachen packen und nach Hause gehen!

In der Retro-Ecke stelle ich einige der schönsten Nippon Animation-Umsetzungen vor. Beginnen wir mit der kleinen, frechen Holzpuppe Pinocchio.

Pinocchio aus dem Jahr 1976 entstand in Zusammenarbeit mit dem ZDF und ORF und basiert auf dem weltberühmten Kinderbuch on Carlo Collodi. In 52 Folgen erleben wir die Abenteuer der Marionette, die schließlich ein richtiger Junge wird.

Der Tischler Gepetto schnitzt eine Puppe aus einem Holzstück und muss mit Erstaunen feststellen: Sie kann sich bewegen und sprechen wie ein Mensch! Aber anstatt ein braver Sohn zu sein, stellt Pinocchio allerhand Blödsinn an: Er geht nicht in die Schule, sondern reißt von daheim aus, wird Star einer Marionettenbühne, fällt immer wieder auf den listigen Fuchs und den räudigen Straßenkater herein, wird zeitweise sogar zum Esel, landet schließlich im Bauch eines Wals, in dem er seinen lieben Gepetto wiederfindet und ihn rettet – und wird schließlich von der guten Fee zum Dank in einen Menschen aus Fleisch und Blut verwandelt.

Die Serie hält sich sehr stark an die Romanvorlage und gehört zweifelsohne zu den besten von Nippon Animation: Dies liegt besonders an den liebenswerten Charakteren, wie zum Beispiel der neunmalklugen Ente Gina, dem besorgten Gepetto oder der faulen Katze Giulietta, die so schön leiden und sich über den frechen Holzbengel aufregen kann. Und Pinocchio selbst muss man einfach gern haben, egal wie ungehobelt er sich mal wieder verhält oder welchen Blödsinn er gerade verzapft. Stets meint er es gut… und wenn er mit seinen großen Augen und aufgerissenem Mund dasteht, kann man ihm nicht böse sein.

Großes Plus der Nippon Animation-Abenteuer ist immer die deutsche Synchronisation: Damals holte man anstelle irgendwelcher C-Promis wie Erkan und Stefan noch richtige Schauspiel-Legenden ins Synchronstudio, die den schnell gezeichneten Figuren ganz großartig Leben einhauchen. Bei Pinocchio stechen besonders Helga Anders als Titelheld, Christa Häussler (auch bekannt als Red Fraggle in Jim Hensons’s „Die Fraggles“ oder Laura Ingalls Wilder in „Unsere kleine Farm“) in der Rolle Ginas und Michael Rüth (spricht auch den Klavier spielenden Hund Rowlf in der „Muppet Show“ oder seit 2005 Disney’s Knuddelbären Winnie Pooh) als Straßenkater hervor. Aber auch jeder noch so kleinste Nebencharakter wird hervorragend von großen Namen gesprochen. Das ist ein wahrer Ohrgenuss… kein Wunder, dass die Original-Tonspuren der Nippon Animation-Serien damals auch als Hörspiele herausgebracht worden!

Fazit:

Pinocchios Abenteuer sind jederzeit gewaltfrei, äußerst spannend, absolut lustig und dank des beträchtlichen Umfangs von über 50 Episoden immer so gestaltet, dass es niemals hektisch wird und Handlungen sowie Charaktere ausreichend Zeit erhalten, sich zu entwickeln. Somit können auch schon die Allerjüngsten mit der frechen Holzpuppe auf Reisen gehen und mit glühenden Wangen vor dem Bildschirm sitzen. Mit dabei die Eltern, die im Takt des von Mary Roos gesungenen Titellieds „Kleines Bübchen, freches Püppchen / Die Welt ist groß und du bist klein / Du darfst noch nicht alleine sein / Sieh das doch ein“ in nostalgischen Erinnerungen schwelgend hin und her wiegen.

Von Benjamin Vahldiek

Die drei Fragezeichen Folge 159: „Nacht der Tiger“

Dieser Drei-Fragezeichen-Tiger ist zum Glück nicht zahnlos!



Wer ist der unbekannte Auftraggeber im neuen Fall der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach? Wie von Geisterhand erscheinen verschlüsselte Botschaften auf dem Computerbildschirm in der Zentrale. Justus‘ Ehrgeiz ist geweckt und die drei ??? beginnen zu ermitteln. Sie lösen die komplizierten Rätsel des Unbekannten und folgen seiner Spur. Dabei werden die drei Jungen immer tiefer in dubiose Machenschaften verstrickt. Als sich herausstellt, dass ein guter Freund von ihnen als Täter infrage kommt, stehen Justus, Peter und Bob vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie ihren Freund ausliefern oder der Polizei die Wahrheit verschweigen? Justus fasst einen Plan – und die drei ??? entdecken das Unvorstellbare in der ‚Nacht der Tiger’…

Besetzung

Erzähler                  Thomas Fritsch
Justus Jonas            Oliver Rohrbeck
Peter Shaw             Jens Wawrczeck
Bob Andrews          Andreas Fröhlich
Tante Mathilda       Karin Lieneweg
Onkel Titus              Andreas Beurmann
Inspektor Cotta      Holger Mahlich
Caroline Cotta        Michaela Mahlich
Morton                     Andreas von der Meden

(Infos mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de)

Die Buchvorlage zum neuesten Hörspiel der drei Detektive Justus, Bob und Peter stammt von Marco Sonnleitner. Da zuckt der eine oder andere Fan natürlich sofort auf, ist Sonnleitner doch dafür bekannt, immer eine Schippe zu viel des Guten draufzupacken und gehörig zu übertreiben, so dass seine Fälle total unrealistisch und zum Teil auch wirklich ärgerlich sind.

Nun, dieses Mal kann ich Entwarnung geben: „Nacht der Tiger“ ist nicht nur eine realistische Episode, es wird auch noch ordentlich Spannung geboten.

So kann es gern weitergehen, zumal auch die Motive für die Handlungen der Protagonisten nachvollziehbar dargestellt werden. Dem einen oder anderen mag allerdings das Knacken der Rätselnuss zu ad hoc kommen.

In der Sprecherriege tummeln sich die üblichen Verdächtigen – das ist durchaus positiv gemeint, schließlich ist es immer wieder ein Genus, solche Hörspiel-Veteranen wie Andreas von der Meden als Chauffeur Morton oder Karin Lieneweg als Tante Mathilda zu hören. Leider beschränken sich deren Einlagen auf wenige Sätze, während Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck den Hauptteil bestreiten. Man hört den drei Herren die Spielfreude deutlich an – für meinen Geschmack schießen sie aber zu oft über das Ziel hinaus und neigen zum Übertreiben. Das kann schon ein wenig nerven, wird jedoch durch die wirklich gute Handlung wett gemacht.

Fazit:

Folge 159 der Drei Fragezeichen ist wirklich gelungen und eine klare Kaufempfehlung. Hoffentlich ist die kommende Episode 160 „Geheimnisvolle Botschaften“ mindestens genauso gut!

Von Benjamin Vahldiek

Die Biene Maja als DVD-Komplettbox

Die Biene Maja auf DVD… was lange währt, wird endlich gut!

Du meine Güte, wie lange habe ich darauf gewartet… Biene Maja, eine DER Kult-Zeichentrickserien, die schon Generationen von Kindern begeistert hat, ist nun als DVD-Komplettbox erschienen: endlich!!!

Zwar kann man die Abenteuer der kleinen Honigbiene schon seit vielen Jahren im Handel erwerben, jedoch gab es immer nur Stückwerk, unvollständige Editionen, popelig wenig Folgen auf einem Silberling – alles für teuer Geld, alles mit dem Hintergedanken, um den Fan so oft wie möglich zur Kasse zu bitten.

Irgendwann fing man an, das Ausgangsmaterial in Bild und Ton zu bearbeiten und die Serie noch einmal herauszubringen. Aber natürlich wieder nicht komplett – warum auch, Kinder sollen ja sowieso nicht so lange vor dem Fernseher hocken! Dass Erwachsene die Episoden jedoch auch für sie portionieren können… das schien man ihnen nicht zuzutrauen! Erst vor einigen Monaten wäre ich fast auf ein dickes Maja-DVD-Paket hereingefallen, das nagelneu im Regal des Medienhändlers meines Vertrauens stand… aber bei genauem Hinsehen entpuppte sich auch dieses als Mogelpackung: Nicht die kompletten, sondern „die schönsten“ Abenteuer waren hier versammelt.

Wahrscheinlich sieht man nun seine Felle wegschwimmen, denn Maja kommt bald als computeranimierte Serie zurück auf den Bildschirm (es bleibt uns auch nichts erspart!). Da holt man noch den letzten Saft aus der Zitrone und erfüllt zähneknirschend den sehnlichsten Wunsch der Fans… nach gefühlten dreitausend Jahren ist sie nun also erschienen: finally die Biene-Maja-Komplettbox!!!

Ich glaube, ich kenne niemanden, der sie nicht mag… und das, obwohl die Animationen unterirdisch sind und Karel Gott das Titellied singt. Aber genau das hat ja auch seinen Charme: Die Anime-Serien aus dieser Zeit vom japanischen Trickstudio Zuiyo Enterprise (später in Nippon Animation umbenannt) haben alle einen Schlager-Smash-Hit zu Beginn, vorgetragen von prominenten Sängern wie Gitti und Erika (Heidi), Katja Ebstein (Niklaas – ein Junge aus Flandern, Perrine), Mary Roos (Pinocchio) oder Joy Fleming (Anne mit den roten Haaren) und die Besonderheit, mit nur einer Zeichnung ganze Romane zu sprechen (man sieht Maja mit offenem Mund und heraus kommt das Satzgebilde: „Willi, wo bleibst du denn? Wir müssen doch nach Hause in den Bienenstock fliegen, sonst wird Fräulein Kassandra böse mit uns!“).

Egal, Kult bleibt Kult – nicht zuletzt wegen der hervorragenden Synchronisation mit Vollblutschauspielern wie Marianne Wischmann, Tilly Lauenstein oder hier dem unvergleichlichen Eberhard Storeck als Willi… in diesem Sinne: „Majaaaaaa! Flieg nicht so schnell, ich hab so viele Pollenklößchen gegessen!“

Fazit: Die Biene Maja… noch immer topaktuell, noch immer für die Jüngsten bis hin zu den Ältesten zum Schlapplachen… und nun erstmalig als Gesamtedition. Kaufen!

Von Benjamin Vahldiek