Von Kindern, die sagen, was sie wollen und ganz schön blöden Erwachsenen.

Von Benjamin Vahldiek

Ob es jetzt das neue Heft von Prinzessin Lillifee ist oder eine Tafel Milka-Schokolade… wenn Kinder etwas wollen, dann sagen sie es ganz konkret. Sie labern nicht um den heißen Brei herum, so wie wir Erwachsenen es viel zu oft tun – ihrer offenen, spontanen Art sei Dank.

Das haben wir Älteren leider längst verlernt. Wir haben uns zu viel falsche Höflichkeit auferlegt und zu viele schlechte Kommunikations-Ratgeber gelesen.

Kinder sagen: „Mama, ich will das haben.“

Die höflicheren Kinder fragen: „Mama, kann ich das haben?“

Die renitenten Kinder werfen sich auf den Boden und spielen tot, wenn wir Erwachsenen ihnen das Objekt ihrer Begierde vorenthalten. (Am Bahnhof Zoo sah ich einmal ein kleines Mädchen vor dem Süßigkeiten-Automaten liegen. Mutti hat es nicht vom Fleck bewegen können – weder durch Worte noch durch vorgetäuschtes Weggehen.)

Oder sie brüllen den ganzen Laden zusammen.

Aber irgendwann bekommen sie, was sie wollen. Dann haben sie einmal mehr gewonnen.

 

Was Kinder können, gelingt uns Erwachsenen nicht mehr…

 

Meine Freundin Doris, 59 Jahre und mit beiden Beinen fest im Leben stehend, rief mich heute Abend an. Sie ist schon länger unzufrieden mit ihren hohen Nebenkosten und schimpft ständig über ihre Vermieterin.

„Dorisi“, hab ich x-mal gesagt, „sprich mit ihr über deine Abrechnung. Sag, du möchtest weniger bezahlen, dass du mit der Regelung nicht mehr einverstanden bist.“

Heute hat Doris ihrer Vermieterin die Kündigung vorgelegt. Und sie hat diese angenommen und Doris stehen lassen.

Nun, was macht die gute Dorisi? Sie heult sich bei mir aus: „Unmöglich, diese Frau! Meinst du, sie hat mir angeboten, dass ich weniger bezahlen muss, wenn ich bleibe!? Nein!! Das Luder hat die Kündigung akzeptiert. So ein Mist. Jetzt kann ich mir eine neue Wohnung suchen!“

Doris, damit das gleich vorweg klar ist: Ich hab keinen Platz für dich! Nimm dir an kleinen Jungs und Mädchen ein Beispiel. Und wenn du dich nicht traust, konkret zu sagen, was du willst, wirf dich zumindest auf den Boden und spiel tot!

 

DRAGONBOUND – Die Prophezeiung. Das große Finale der ersten Staffel!

„Wenn du allein in einer fremden Welt wärst… Was würdest du tun?“

Diese Frage haben sich die Hörer und Fans der Serie „DRAGONBOUND – Die Prophezeiung“ (EUROPA) gemeinsam mit Protagonistin Lea gestellt – und das in bisher neun Episoden. Am 7. September nun erscheint mit Episode 10 „Herzen aus Finsternis“ das große Finale der ersten Staffel – als Doppel-CD mit über 150 Minuten Spielzeit. Da ist ein spannendes Abenteuer programmiert!

Special Guest der finalen Episode ist die Band „Schandmaul“. Thomas Lindner, Sänger der Band, spricht quasi sich selbst, nämlich einen Sänger auf der Bühne, sein Bruder Stefan Lindner ist in der Rolle des Zeremonienmeisters zu hören. Für den musikalischen Abschluss hat die Band den Song „Dein Anblick“ beigesteuert.

Was bei EUROPA 2009 eher als Experiment startete, avancierte zur Erfolgsgeschichte. Die Hörspielserie wurde ohne bekannte Buch- oder Film-Vorlage veröffentlicht. Anfangs wurden die CDs daher lediglich über das Internet vertrieben, aufgrund der großen Nachfrage jedoch waren die Hörspiele (ab 12 Jahren) kurze Zeit später im Handel erhältlich.

Inhalt „Herzen aus Finsternis“ (Episode 10)

Lea entdeckt ein Portal in ihre Welt und kehrt zusammen mit ihren Freunden zurück nach Norland. Während alle mit großem Abschiedsschmerz zu kämpfen haben, taucht plötzlich Sandrina auf, die aus dem Gefängnis entfliehen konnte und nun ihren Mordauftrag zu Ende bringen will. In den finsteren, verschlungenen Gängen eines unterirdischen Labyrinths kommt es zur letzten, tödlichen Konfrontation…  (Inhalt und Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de)

kidsdeal-Tipp:

Eltern sollten in die Serie zunächst hereinhören, bevor sie sie ihren Kindern geben, da es oft spannend und actionlastig zugeht.

Ritalin für Max (3 Jahre)

Von Benjamin Vahldiek

Den Namen habe ich geändert. Die Geschichte ist leider wahr.

Mein bester Freund unterhielt sich lange mit mir, nachdem er sich diesen Artikel auf kidsdeal durchgelesen hatte. Es ging um Max, seinen dreijährigen Neffen.

 

Ich kenne Max gut. Er ist ein kleiner, etwas pummeliger Junge, stets mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Ohne seine Schirmmütze und Bob-der-Baumeister-Gummistiefel geht er selten aus dem Haus.

Er schaut sich gern Bücher von „Wichtel Muck“ an oder hilft Opa im Schrebergarten: Stundenlang beschäftigt er sich damit, seinen Schubkarren mit Blumenerde zu beladen und von links nach rechts zu transportieren. Wenn er mal groß ist, dann möchte er auf der Baustelle arbeiten.

Max ist redegewandt, wissbegierig, intelligent, aber nicht altklug. Er möchte ständig mit meinem besten Freund telefonieren und meldet sich mit den Worten: „Hallo Onkel J. Hier ist Max. Dein Neffe.“

Wenn seine Oma ihn fragt, ob er sich eine Serie im Fernsehen anschauen möchte, dann sagt er ganz entsetzt: „Nein! Die ist doch für Kinder!“

Ich könnte Max knutschen. Er ist einfach nur ein tolles Kind!

Seine Eltern allerdings haben nun einen Termin beim Arzt für ihn vereinbart…

„Der Junge ist so anstrengend. Ständig will er reden, basteln oder etwas malen… wenn wir ihm eine DVD einlegen, steht er nach zwanzig Minuten schon wieder auf und möchte lieber draußen sein und spielen… andere Kinder aus unserem Bekanntenkreis bleiben still vor dem Bildschirm sitzen und die Eltern haben endlich mal für einen Moment ihre Ruhe.Wir glauben, er hat ADS. Er sollte vielleicht Ritalin bekommen.“

Oh, Max, ich hoffe, dein Kinderarzt wäscht deinen Eltern gehörig den Kopf!!!

Der Kackofant. Oder: What the Kack?

Von Benjamin Vahldiek

Am letzten Mittwoch kam Paulchen direkt nach dem Kindergarten zu mir – ich hatte dem kleinen Stinker versprochen, mit ihm auf den Spielplatz zu gehen und ganz lange zu rutschen und zu schaukeln.

„Benny, schau mal, was wir für einen Tanz gelernt haben: den vom Kackofant!

Hä? Der Kackofant? Was ist das denn schon wieder für ein Wahnsinn?…

Nun, zum Nachfragen bin ich erst gar nicht gekommen, denn Paul hat sich auf die Zehenspitzen gestellt, seine kleinen dicken Ärmchen in die Luft gestreckt und fing an, in den schrägsten Tönen zu singen, während er sich hin und her wiegte, um die eigene Achse drehte und schließlich mit den Händen einen Elefantenrüssel formte:

Im Kackofantenland

Da wohnt der Kackofant

Komm, kleiner Kackofant

Nimm uns mit zu dir ins Kackofantenland…

Mittlerweile habe ich den kleinen Schock verarbeitet und mich im Internet auf die Suche nach dem Kackofanten gemacht. Dabei musste ich feststellen: Paul ist nicht allein.

Ich präsentiere – den Kackofanten-Tanz in all seiner Pracht:

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Quelle: http://youtu.be/tH7UZN9qWLY

Gleich vorweg: Die Macher scheinen das wirklich ernst zu meinen. So ganz glauben kann ich das jedoch noch immer nicht. Zitat aus o. a. Link (vom 24.8.12)

„Der sympathische Kackofant mit dem niedlichen Klopapier-Rüssel hat eine ganz besondere Fähigkeit: Durch gezielt gesetzte Haufen schafft er viel Gutes. So schneidet er beispielsweise einem Räuber den Weg ab, oder rettet ein ins Wasser gefallenes Hündchen. Die Geschwister Paula und Jakob sind begeistert von ihrem neuen Freund. Drei lustige Geschichten und vier kackofantastische Lieder rund um den ausdrucksstarken Helden und seine Freunde!“

Das Buch ist mir im Handel noch nicht untergekommen, allerdings hat mich gestern doch tatsächlich der neue Held der Porzellanschüssel im Hörspiel-Regal des Edeka Marktes meines Vertrauens mit seinem irren Blick angegrinst. Scary.

Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de

Willst du Bilder von ’nem Haufen, tu den Kackofanten kaufen!

Verantwortlich für den Ka-Ka-Ka-Ka-Kackofant ist Claus Zehrer. Er hat den Dickhäuter erfunden, um Kindern den Übergang von der Windel zum Klo zu erleichtern. Man solle, lese ich, das aber alles nicht so ernst nehmen, schließlich ist Zehrer auch als Satiriker bekannt. Aha. Das ändert aber nichts daran, dass Paul pausenlos herumwirbelt und den Kackofanten-Song schmettert. Und der bleibt im Ohr hängen wie seinerzeit der Schwi-Schwa-Schwachsinn mit Schni-Schna-Schnappi.

Über den pädagogischen Sinn oder Unsinn können Sie hier gern kommentieren, ich halte mich da heraus. So lange Paul allerdings noch immer „FERTIG!“ aus der Toilette ruft, habe ich den begründeten Verdacht, dass man hier mit Sch… Geld macht.

Ich bleibe bei Benjamin Blümchen. Jawohl. Törö!

Der Kackofant: als Buch erschienen im

Klett Kinderbuch Verlag,

32 Seiten,

empfolen ab 2 Jahren,

Preis 13,90 €

ISBN-10: 3941411330

ISBN-13: 978-3941411333

 

Als Hörspiel erschienen bei

Europa (Sony Music)

Preis ca. 6,00 €

ASIN: B006H41G06

New Super Mario Bros. 2 für Nintendo 3DS… Langeweile auf hohem Niveau

Von Benjamin Vahldiek

Am 17. August ist für Nintendos Handheld 3DS das bei vielen Fans lang ersehnte „New Super Mario Bros. 2“ erschienen.

Eltern wissen: Wenn sie schon machtlos dagegen sind, dass ihr Kind mit einer Konsole spielt, so können sie hundertprozentig davon ausgehen, dass beim italienischen Klempner kein Blut vergossen wird oder sonstige Gewaltverherrlichung stattfindet. Stattdessen ist seit Jahr und Tag viel Geschicklichkeit gefragt, wenn es darum geht, von Ebene zu Ebene zu hüpfen, um die zum x-ten Mal entführte Prinzessin Peach zu befreien.

The same procedure as always: Münzen sammeln, Pilze suchen, in Rohre tauchen…

Und mehr gibt es zum aktuellen Abenteuer auch nicht zu sagen. Ich langweile mich einfach nur noch, wenn ich ein „neues“ Mario-Game ausprobiere. Identische Knuddelgrafik, immer wieder die gleichen Welten, Elemente, Feinde, Musikstücke… Super Mario Bros. 2 ist eine neuer Zusammensetzung altbewährter, durchaus guter, Zutaten – die mittlerweile nicht mehr zählbare Variation eines Kultspiels aus den 80er-Jahren. Wer noch immer nicht gestättigt ist, der kann bedenkenlos zugreifen. Und wenn Ihr Kind sich dieses Spiel wünscht, brauchen Sie es nicht anzutesten. Denn – wie gesag: alles beim Alten!

 

Neuveröffentlichung: Die drei Fragezeichen 156: Im Netz des Drachen… Oder: Verschenkte Lebenszeit

Von Benjamin Vahldiek

Ein langweilig-wirrer Fall zwischen Realität und Fiktion

Dragoncourt, das Anwesen des exzentrischen Spiele-Programmierers Stephen Baron, steht zum Verkauf. Der Mann ist schwer erkrankt und hat sich nach Europa zurückgezogen. Doch der mit dem Verkauf der Immobilie beauftragte Makler ist verzweifelt, denn seltsame Dinge geschehen auf Dragoncourt. Ganz klar: hier müssen die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach ermitteln! Die Recherchen führen Justus, Bob und Peter in die fantastische Welt des Online-Games „Im Land der Drachen“. Und schnell wird aus einem scheinbar harmlosen Spiel eine tödliche Gefahr: Alles deutet darauf hin, dass die virtuellen Figuren den Weg in die Wirklichkeit gefunden haben und hier ihr Unwesen treiben…

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
u. a.

Quelle: www.hoerspiel.de/dstore/shop/Serien/Die+drei+Fragezeichen/Im+Netz+des+Drachen/371619

 

Kritik von Benjamin Vahldiek

Am Wochenende hatte ich Zeit, mir das neueste Hörspiel der bei Erwachsenen mindestens genauso wie bei Kindern beliebten Serie „Die drei Fragezeichen“ anzuhören. Und auch wenn ich weiß, dass es schwer ist, bei mittlerweile 156 regulären Episoden das Rad neu zu erfinden: 70 Minuten konzentriert in der Nase zu bohren, wäre eine sinnvollere Beschäftigung gewesen. Daher habe ich auch keine große Lust, viel zu diesem Wahnsinnswerk zu schreiben…

Folge 88 („Vampir im Internet“) ist ähnlich angelegt, allerdings ging es hier weitaus weniger chaotisch zu. Ich konnte mich schon sehr schnell nicht mehr konzentrieren und verlor rasch den Überblick, wann die drei Detektive „online“ waren und wann nicht. Zwar ist man von den Drei Fragezeichen einige Ausreißer gewöhnt („Tödliche Regie“ beispielsweise, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie gehört zwar offiziell zur Serie „Die Dr3ei“, doch wissen wir ja alle die Gründe dafür!), aber hier trifft einmal mehr das Sprichwort zu „Schlimmer geht’s immer“.

Genauso wie die hanebüchene Handlung nerven mich das mittlerweile unerträgliche Overacting von Jens Wawrczeck und Oliver Rohrbeck sowie die langweiligen Musikstücke, die nicht nach Retro klingen, sondern nach 80er-Jahre-Mief. Aber so lang der Rubel rollt, wird es natürlich noch weitere Hörspiele geben.

Kinder sollten ihr Taschengeld sparen und auf eine bessere nächste Folge hoffen. (Die Nummer 157 mit dem Titel „Im Zeichen der Schlange“ erscheint am 28. September.)

PS: Und wer sich nun fragt, warum ich nicht ganz einfach WÄHREND des Hörens in der Nase gepopelt habe: Ich bin ein Mann. Männer können kein Multi-Tasking. 😉

Der Blödsinn der Woche

Von Benjamin Vahldiek

Geht so „Fit für die Schule“???

Was der Apotheke ihr Gesundheitsblatt (also known as „Rentner-Bravo“) ist, heißt im Vitalia-Reformhaus „Angebote für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden“.  Da spricht ja erst einmal überhaupt nichts dagegen. Anti-Falten-Creme, Blasentee oder Lutschpastillen können wir schließlich alle mal gebrauchen. Das August-Angebot „Fit für die Schule! Lernen leicht gemacht!“ lässt einen jedoch nur ungläubig den Kopf schütteln…

Zum Schulstart werden Kindern „Muntermacher für Schlaubären“ offeriert – und was es da nicht alles gibt: Gedächtnis-Kapseln, um den Lernturbo anzukurbeln, Vitalstoffkonzentrat und Energy-Riegel für die Gehirnpower oder Gefäßreinigungs-Kapseln zur Förderung der Konzentration.

Also, mal ehrlich, sind Schulanfänger bzw. Grundschulkinder wirklich auf solche Präparate angewiesen? Sollten Eltern nicht erst einmal darauf bauen, dass ihre Kleinen Spaß am Lernen finden, wissbegierig sind, Neues für sich entdecken wollen?

Sicherlich, Eltern können unterstützen – aber am besten mit Methoden wie „An Apple a Day…“ anstatt mit Lernpower-Pillen.

 

Ein gesundes Frühstück mit Ballaststoffen und Vitaminen und ein Glas Milch machen müde Schulkinder schnell wieder fit. Naturjoghurt mit Obst, Gemüse-Sticks, Vollkornbrot mit Hüttenkäse und Honig und ab und zu auch gern ein kleiner Schokoriegel – das halte ich für eine bessere und preiswertere Alternative.

Benjamin Vahldiek

Hinterhof, Wunderland, Tipidorf und Entenhausen: Disney-Zeichentrick auf DVD und Blu-ray im Review.

Von Benjamin Vahldiek

„The Dark Knight rises“ oder „Prometheus“?… Weder noch, beides zu düster!

Dann vielleicht Pixar’s „Merida“?… Geh mir weg mit Computer-Animation, kann ich nicht mehr sehen!

Ich pfeif auf Kino, bleib zu Hause, mach es mir mit einem leckeren Tee vor meinem Beamer gemütlich und arbeite mich Abend für Abend durch meinen Stapel neuester DVD- und Blu-ray-Errungenschaften. Klar, dass auch wieder viele Disney-Filme für die ganze Familie dabei sind. Heute stelle ich die schönsten Zeichentrick-Produktionen vor, die in den letzten Wochen in meinem Player landeten.

Disney’s Susi und Strolch – Diamond Edition (+ DVD) [Blu-ray]

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahr: 1955
  • Spieldauer: 76 Minuten
  • ASIN: B006J35YLW

Der ganz große Disney-Film hat nun schon fast 50 Jahre auf dem Buckel. Von Verschleiß ist aber keine Spur zu sehen! Das Bild wurde brilliant restauriert – das ist absolute Perfektion und verdient größten Respekt. Die Farben und Animationen wirken so frisch und lebendig, da können sogar viele heutige Titel nicht mithalten. Wie nicht anders zu erwarten, findet sich auf der Blu-ray leider nur die neue deutsche Tonspur aus den 70er-Jahren. Mich hätte interessiert, wie die ursprüngliche Synchronisation ausgefallen ist.

So bin ich auf die englische Sprachfassung ausgewichen: Allen liebenswerten tierischen Charakteren wurden passende Schauspieler zur Seite gestellt, die ihren Figuren auf charmante Weise Leben einhauchen. Wie angenehm, dass hierbei auf Hektik oder übertriebene Modulierung verzichtet wurde. Somit können sich Eltern entspannen, wenn sie zusammen mit ihren Kleinen den Abenteuern der Hundedame folgen, und brauchen keine Quietsch- oder Kreischorgien wie in Anime-Serien à la „Sailermoon“ oder „Pokemon“ zu ertragen.

Wenn es etwas zu meckern gibt, dann die Tatsache, dass die Story recht vorhersehbar ist und nicht gerade zu den innovativsten gehört. Das finde ich aber insofern nicht weiter schlimm, als der Reiz des Films eher von der Atmosphäre ausgeht.

Fazit: Ein Diamant ist unvergänglich!

4 von 5 Sternen


 

Disney’s Alice im Wunderland (Special Edition) [Blu-ray]

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahr: 1951
  • Spieldauer: 75 Minuten
  • ASIN: B004EPGJTI

Nach wie vor ist die Disney-Adaptierung von Lewis Carrols durchgedrehtem Roman „Alice im Wunderland“ einer meiner liebsten Filme aus dem Maus-Imperium. Es ist einfach nur der blanke „Wahnsinn“ (um beim Thema zu bleiben!), was für ein Feuerwerk an Gags und tollen Ohrwürmern die Macher jede Minute abschießen!

Die expressionistischen Hintergründe passen wie die Faust aufs Auge und die Charaktere sind trotz – oder gerade wegen – ihrer Durchgeknalltheit absolut liebenswert. Meine Lieblingshelden sind das dicke Walross und der spargeldünne Zimmermann, die einen gar bösen Plan mit den kleinen Austern haben – immer wieder zum Totlachen!

Darüber hinaus wurde dieses großartige filmische Werk hervorragend synchronisiert.

Zum 60.-jährigen Jubiläum ist „Alice“ jetzt erstmals auf High-Definition Blu-ray Disc in satten, scharfen Farben und mit behutsam aufgearbeiteter Tonspur erhältlich.

Fazit: Hier wird das Komikzentrum von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen getroffen! Selbst, wer den Film schon auf DVD besitzt, kann aufgrund des sensationell restaurierten Bildes ruhigen Gewissens noch einmal zuschlagen.

5 von 5 Sternen

 

Disney’s Pocahontas (Special Edition) [Blu-ray]

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahr: 1995
  • Spieldauer: 81 Minuten
  • ASIN: B0080C7NKU

Kurz und knapp: Der von Disney überstrapazierte Begriff „Meisterwerk“ trifft hier voll und ganz zu. Mir bleibt unverständlich, warum viele dem ollen „König der Löwen“ den Vorrang geben. Vielleicht kann mich ja mal jemand darüber aufklären? Einfach hier einen Kommentar hinterlassen. Ein ausführliches Review zur Pocahontas-Blu-ray findet sich in diesem Beitrag.

 

Duck Tales – Geschichten aus Entenhausen

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahre: 1987 – 1990
  • Spieldauer: je Folge ca. 23 Minuten
  • ASIN: B000M2E7GO

Was waren das noch für herrliche Zeiten, als wir am Samstag Nachmittag vom Spielplatz nach Hause gestürmt sind, um den heißgeliebten „Disney Club“ auf ARD zu schauen und uns die irrwitzigen Abenteuer aus Entenhausen anzusehen.

Schon längst hat das Erste Programm Mickey, Donald und Co. durch Janoschs Tigerente ersetzt, aber zumindest ein Teil der „Duck Tales“ sind Nostalgikern auf DVD erhalten geblieben (ein Königreich für ein Komplett-Release!).

Wenn ich zusammen mit meinem 4-jährigen Großcousin Paul eine Folge ansehe, stelle ich fest: Auch heute hat die Serie mit Onkel Dagobert und seinen Neffen Tick, Trick und Track nichts an ihrer Komik und Action eingebüßt. Mit hochrotem Kopf verfolgt Paulchen, wie Quack der Bruchpilot verzweifelt sein Flugzeug zum Landen bringen will oder Gundel Gaukeley ihre finsteren Pläne schmiedet, um an Dagoberts Glückstaler zu kommen.

Spar-Tipp: In Deutschland sind die drei DVDs nur einzeln erschienen, während sie in Großbritannien im sehr viel günstigeren Komplettpaket zu haben sind – inklusive deutscher Tonspur! Dies gilt auch für die kongeniale Serie mit den beiden Backenhörnchen: „Chip & Chap – Die Ritter des Rechts“.

Fazit: Egal, ob als Lustiges Taschenbuch oder als TV-Serie: Die Duck Tales sind zeit- und generationslos. Punkteabzug gibt’s für die fehlenden Folgen und die ärgerliche deutsche Veröffentlichungspolitik!

4 von 5 Sternen

 

Dumbo, Bambi und anderes Getier. Weitere Disney-Hits im Schnelldurchlauf

 

Disney’s Bernard & Bianca – Die Mäusepolizei

„Aber Pennylein, du glaubst doch nicht, dass jemand so ein kleines, hässliches Mädchen, wie du es bist, haben möchte!“ Madame Medusa ist definitv die großartigste Schurkin, die jemals von Disney erschaffen wurde. Immer wieder herrlich, wie sie ihr böse-komisches Terror-Regime auf dem Hausboot in den Teufelssümpfen führt und das entführte Waisenkind dazu verdonnert, für sie den Riesendiamanten zu finden. Gut, dass Bernard und Bianca von der Mäusepolizei sich auf den Weg machen, um es aus den Klauen der garstigen Madame zu retten.

In sehr lockerer Anlehnung an die Abenteuer von Miss Bianca, einer berühmten englischen Kinderbuchreihe der Autorin Margery Sharp, bietet der Disneyfilm aus dem Jahre 1977 beste Familienunterhaltung mit liebenswert-schrulligen Charakteren – wer erinnert sich nicht an den durchgeknallten Albatros Orwel, der für seine Bruchlandungen berühmt ist und in der deutschen Version so herrlich von Harald Juhnke synchronisiert wurde?

Im direkten Vergleich kann die 1991 erschienene Fortsetzung „Bernard & Bianca im Känguruland“ nicht wirklich mithalten – zu glattgebügelt wirken die Zeichnungen und die neuen Figuren sind ohne Ecken und Kanten.

Beide Filme erscheinen im September erstmalig auf Blu-ray. Ich bin gespannt auf das Ergebnis!

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahr: 1977 (Teil 1), 1991 (Teil 2)
  • Spieldauer: 73 Minuten (Teil 1), 74 Minuten (Teil 2)
  • ASIN: B0088UPIAG (Blue-ray mit beiden Filmen)

Fazit: Genialer erster Teil, zweiter Teil lediglich „nett“

Teil 1: 5 von 5 Sternen

Teil 2: 3 von 5 Sternen

 

Disney’s Bambi

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Spieldauer: 67 Minuten
  • Produktionsjahr: 1942
  • ASIN: B004EPGJXE (DVD)

Zu diesem Film gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Man kann sich darüber streiten, ob  das glubschäugige Rehkitz Bambi, der freche Hase Klopfer und das schüchterne Stinktier Blume niedlich sind oder einfach nur nervig. Fest steht: Disney’s Bambi bietet sehr viel Kitsch – das aber vom Feinsten. Außerdem dürfte der Tod Bambis Mutter Millionen von kleinen Kindern ein schreckliches Trauma verursacht haben – liebe Eltern, daher auf jeden Fall beim Ansehen dabei sein und die aufwendige Restaurierung einer der ersten abendfüllenden Animationsfilme von 1942 (leider nur mit zweiter deutscher Tonspur aus den 70er-Jahren) genießen. Auch als Blu-ray erhältlich.

Insider-Tipp: Bambi gehört zur Disney-Diamond-Edition. Das sind ausgewählte Klassiker, die nur limitiert veröffentlich werden, bevor sie wieder für mindestens sieben Jahre im Disney-Tresor landen. Daher nicht zu lange mit dem Kauf warten!

Fazit: Mir persönlich zu „ach-wie-goldig“, aber ich weiß: Für viele ist Bambi DER Disney-Film schlechthin. Punktabzug für die fehlende deutsche Originaltonspur.

4 von 5 Sternen

 

Disney’s Dumbo

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahr: 1941
  • Spieldauer: 61 Minuten
  • ASIN: B0030Q32PG (DVD)

Zum 70. Geburtstag des „großen kleinen“ Meisterwerks ist „Dumbo“ erstmals auch auf Blu-ray erschienen. Der Film lebt nicht von aufwendigen Animationen, sondern von der liebenswerten Story. Kinder und Erwachsene schmelzen gleichermaßen dahin, wenn der tollpatschige Zirkus-Elefant seiner Mutter entzogen wird und sich allein durchs Leben schlagen muss. Zum Glück findet er mit Timotheus Maus schon bald einen Freund… und entdeckt schließlich das Geheimnis seiner großen Ohren. Unvergessen: die verrückte Traumparade der rosaroten Elefanten.

Fazit: Ein Außenseiter findet schließlich seinen Platz. Rührend und zeitlos.

5 von 5 Sternen

 

Disney’s Fantasia

  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Produktionsjahr: 1940 (Teil 1), 1999 (Teil 2)
  • Spieldauer: 119 Minuten (Teil 1), 74 Minuten (Teil 2)
  • ASIN: B003ZD9N6G (Teil 1, DVD), B003ZD9N7K (Teil 2, DVD)

Ganz klar, DER Referenztitel. Besser können Eltern ihre Kinder nicht an die Schönheit der klassischen Musik heranführen. Man sollte jedoch unbedingt mit dem ersten Teil beginnen, um sich richtig auf die etwas sperrigere Fortsetzung „Fantasia 2000“ einlassen zu können, der auch Jazz-Elemente beinhaltet und meiner Ansicht nach bei Weitem nicht so schlecht ist, wie von vielen behauptet. Beide Filme sind nun auch zum ersten Mal als Blu-ray zu erhalten und bieten hier ein Feuerwerk an Farben und einen glasklaren Orchestersound.

Fazit: Klassische Musik in Kombination mit traumhafter Choreografie. Ein Genuss für Eltern – und für viele Kinder ganz sicher absolut fesselnd.

Teil 1: 5 von 5 Sternen

Teil 2: 4 von 5 Sternen

 

Disney’s Pinocchio

  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Produktionsjahr: 1940
  • Spieldauer: 84 Minuten
  • ASIN: B001O3AHNM (DVD)

Dieser Klassiker ist ebenfalls schon über 70 Jahre alt, was man ihm auch ein wenig anmerkt. Die Werkstatt des Holzschnitzers Gepetto erinnert an das Bergwerk aus Disneys ersten Animations-Spielfilm „Schneewittchen“, die Fee sieht aus wie Betty Boop und der obligatorische Chor im Hintergrund bei traurigen Szenen fehlt hier natürlich auch nicht. Dennoch sind die Qualität der Zeichnungen noch heute ein Meilenstein und Carlo Collodis Geschichte der frechen Holzpuppe auf dem Weg zu einem richtigen Jungen muss einfach ein jedes Kind einmal gelesen, gehört oder in diesem Fall  gesehen haben. Auch auf Blu-ray erhältlich.

Fazit: Must-see

4,5 von 5 Sternen

Endlich! Die Schlümpfe schlumpfen weiter! Staffel 5 und 6 sind erschienen.

Von Benjamin Vahldiek

Ist es noch weit, Papa Schlumpf?

Hurra, nach einer langen Durststrecke geht es endlich weiter mit Papa Schlumpf, Schlumpfine und natürlich Gargamel, dem böen Zauberer! Am 16. August sind die fünfte und sechste Staffel der Kultserie (FSK ab 0 Jahren) auf DVD erschienen. Der Grund für die lange Wartezeit soll damit zusammengehangen haben, dass die deutsche Tonspur verschollen war und nach dem Auffinden erst wieder restauriert werden musste. (Wer andere Informationen hat, kann hier gern einen Kommentar hinterlassen.)

Der maskierte Tortenschlumpf oder Marco Schlumpfo und die Pfefferpiraten

Auch in den Staffeln 5 und 6 erleben die bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebten blauen Wesen aberwitzige Abenteuer: Wer gewinnt den Mister-Schlumpf-Wettbewerb und darf Schlumpfine ausführen? In wen verliebt sich Erzrivalin Hexe Hogatha? Und welche Fallen hat Gargamel wieder aufgestellt, um die Schlümpfe endlich in die Suppe zu bekommen?

Eines ist klar: Es winken wieder zahlreiche lustige Stunden und die nächsten Regentage sind gerettet.

1958 vom belgischen Zeichner Peyo erfunden, entwickelten sich die kleinen, niedlichen Bläulinge schnell zu einer der beliebtesten Comic-Serien und in den 80er Jahren. 1976 entstand der erste Kinofilm Die Schlümpfe und die Zauberflöte, der allein durch seinen Titelsong von Vater Abraham zum internationalen Charterfolg avancierte. 1981 folgte die TV-Serie Die Schlümpfe, von welcher 9 Staffeln produziert wurden. (Quelle: Sony Pictures)

Gesunde Zähne, gesunde Kinder. Von Karius und Baktus und Gebissen auf der Straße.

Von Benjamin Vahldiek

Achtung, bissig!

Wenn man in Berlin wohnt, glaubt man eigentlich, irgendwann schon einmal alles gesehen zu haben. Dieses Fundstück hat mich jedoch eines Besseren belehrt: Ich weiß nun, verrückter geht’s immer!

Auf meinem Weg nach Hause hat mich auf der gut bürgerlichen Schlossstraße im vornehmen Steglitz doch tatsächlich dieses (echte!) Gebiss angelacht.

Die Zahnpasta daneben lässt Fragen aufkommen:

Wurde sie dekorativ von einem fürsorglichen Mitmenschen hingelegt, falls das Essgeschirr sich nach Gesellschaft sehnt? Oder wollte der Prothesen-Besitzer seine Beißerchen mal eben im Vorbeigehen reinigen und hat sie dann fallen lassen – aus welchen Gründen auch immer?

Nun, ich habe wohl damit zu leben, dass sich einige Fragen niemals beantworten lassen und man dumm sterben muss. Bis dahin will ich aber eines in jedem Fall:  kein Gebiss. Eigene, gesunde Zähne!  

 

Karius und Baktus – DER Zahnputz-Klassiker für Kinder

Cover mit freundlicher Genehmigung von Kühl PR (www.kuehlpr.de).

Bloß gut, dass meine Mutter mir als Kind immer wieder die Geschichte von Karius und Baktus erzählte, den beiden Zahntrollen, die es sich in der Mundhöhle des kleinen Jens gutgehen lassen und mit Feuereifer Löcher produzieren. Klar, Jens ist ja auch selbst Schuld, denn er putzt sich nicht die Zähne! Prompt bekommt er Schmerzen. Er muss jammernd zum Zahnarzt, der ihn von Karius und Baktus befreit und beide in den Ausguss manövriert.

Die Moral: Wer seine Zähne nicht putzt, der muss sich nicht wundern, wenn es irgendwann richtig schön wehtut. Und dann hat man den Salat – besser gesagt: die Karies.  

Das berühmte Kinderbuch des Norwegers Thorbjørn Egner  hat nun schon über ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Es wurde als Puppenfilm für das Fernsehen adaptiert und 1980 vom Studio Europa liebevoll als Hörspiel umgesetzt. (Die spätere Neuauflage, eine Lesung von Komiker Dirk Bach, erwähne ich hier nur am Rand. Man sollte sie weder sich noch seinen Kindern antun… wer Bach kennt, weiß, dass der Gute zum Chargieren neigt: Hier ist er ganz besonders laut und schrill.)

Im Laufe der Zeit sind viele kritische Stimmen zu Karius und Baktus laut geworden: Kinder würden Mitleid mit den zu liebenswürdig dargestellten Wichten haben und deshalb auf das Zähneputzen verzichten. Aber mal ehrlich: So doof ist doch kein Kind! … Ich war’s jedenfalls nicht.

Karius und Baktus: Als Buch und Hörspiel überall im Handel, empfohlen ab 4 Jahre

 

Zahnpflege bei Kindern: Hier noch ein Tipp, wie Sie Ihre Kleinen zum Zähneputzen kriegen

Auf keinen Fall mit Bestrafung oder Zwang kommen! Behutsames und spielerisches Vorgehen ist der Schlüssel für effektive Zahnpflege.Das heißt: vormachen, nachmachen lassen, Ihrem Kind anbieten, dass es Ihnen die Zähne putzen darf und dann den Spieß umdrehen. Viel Erfolg!