Disney’s Cinderella, Bernard & Bianca, 101 Dalmatiner und Aristocats ab heute erstmals auf Blu-ray!

Heute ist offiziell der große Tag…

doch Dank des Händlers meines Vertrauens konnte ich bereits vor vier Tagen einen Blick riskieren…

 

Endlich ist es wieder soweit: Nach sieben Jahren unter Verschluss öffnet Disney seinen Meisterwerke-Tresor und veröffentlicht einen der ganz großen Hits „Cinderella“ noch einmal auf DVD und erstmalig, von vielen Fans sehnlichst erwartet, auf Blu-ray in ordentlich aufgemotzter Bild- und Tonqualität und mit massig Extras, unter anderem ein sehr ausführliches Special zur Entstehung des Zeichentrick-Highlights. Dass der Bonus bereits auf der letzten Veröffentlichung zu finden war, macht nichts: Das brillante Bild, das die Blu-ray liefert, ist Grund genug, unbedingt zuzugreifen.

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Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, ist Disney’s zeitlose Aschenputtel-Version ideal für einen kuscheligen Film-Nachmittag vom jüngsten bis zum ältesten Familienmitglied. Zum Schreien komisch sind die erfolglosen Versuche des dicken Katers Luzifer, Cinderellas Mäusefreunde zu jagen, zum Träumen schön ist Cinderellas Verwandlung durch die pummelige Fee in eine wundervolle Prinzessin.

Obwohl „Cinderella“ schon über ein halbes Jahrzehnt alt ist, kann kaum ein anderer Animationsfilm – Disney’s „Schneewittchen“ und „Dornröschen“ ausgenommen – mit diesem Meisterwerk mithalten. Ebenfalls heute erscheinen auch die beiden Fortsetzungen „Träume werden wahr“ und „Wahre Liebe siegt“ auf DVD und Blu-ray. Beides ganz nette Filmchen, die aber eigentlich kein Kind braucht.

Cinderella – Diamond Edition: Kaufen und mit der ganzen Familie genießen!

Ab heute auch erstmalig auf Blu-ray:

 

Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei

Schöpft die Blu-ray-Möglichkeiten nicht optimal aus. Bild- und Tonüberarbeitung hätte sorgfältiger ausfallen können; so ärgern mich bei meinem Lieblings-Disneyfilm Staubpartikel oder unscharfe Sequenzen.

Bernard und Bianca im Känguruland

Ganz nette Fortsetzung, mehr auch nicht.

101 Dalmatiner

Ganz klar, wer sich nicht in die tappsigen Welpen verguckt, die auf der Flucht sind vor der fiesen Cruella de Ville , kann einfach kein Herz haben. Ebenfalls ein Must-See!

Aristocats

Das gilt auch für die liebenswerten Katzen und ihre Mutti, die sich in den Straßenkater verguckt. Und alle: „Katzen brauchen furchtbar viel Musik!“

Retro-Ecke: Max Kruses Kinderbuch-Klassiker Teil 2 – „Das Urmel“

Weiter geht’s mit dem zweiten großen Helden des berühmten Kinderbuch-Autoren Max Kruse:

Es ist klein, grün, sieht aus wie eine Mischung aus Nilpferd und Dinosaurier. Es ist aus einem Ei geschlüpft, das Tausende von Jahren im Inneren einer Eisscholle auf dem Meer trieb und von eigenartigen sprechenden Tieren, wie zum Beispiel einem Pinguin mit sch-Fehler, ausgebrütet wurde.

Klaro, die Rede ist vom Urmel, das spätestens seit der Fernsehversion der Augsburger Puppenkiste einen echten Kultstatus erreicht hat.

 

Dass das freche Wesen jedoch weitaus mehr Abenteuer erlebt hat, als die vom berühmten Marionettentheater gezeigten, ist längst nicht jedem bekannt.

Aber ich kenne sie alle! Denn ich habe sie letztes Jahr im Sommer durch ebay und Co. zusammen gesammelt und die durch Erich Hölle herrlich illustrierten Geschichten dann Abend für Abend auf dem Balkon verschlungen.

Kein Witz, manchmal hab ich sogar noch einige Minuten mit Taschenlampe weitergelesen, weil es schon dunkel war, ich aber unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Und meine Nachbarin hat sich sicherlich auch gewundert, warum ich ständig vor mich hinkichere, wo ich doch weder mit jemanden spreche noch der Fernseher läuft. Kruses fabelhaften Humor, der sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht, sei Dank.

 

Tief im Vulkan, über den Wolken und sogar im All – die Urmel-Bücher im Überblick:

 

Urmel aus dem Eis

Die wohl bekannteste Geschichte handelt von Professor Habakuks Gründung der Tiersprachschule auf der Insel Titiwu und der Geburt des frechen Urmels. Die Vorstellung der Helden, die uns noch viele Bücher lang begleiten werden, ist kurzweilig und sehr amüsant. Seien es der freche Waran Wawa oder das gestrenge Hausschwein Wutz – gelacht werden kann über jeden!

5 von 5 Sternen

 

Urmel fliegt ins All

Jetzt, wo die Figuren vorgestellt wurden, hatte ich eigentlich einige Erlebnisse auf der Insel erwartet, jedoch verschlägt es unsere Gemeinschaft auf den fremden Planeten Futura. Hier setzt Kruse mit seinen verrückten Einfällen noch einmal einen drauf, wenngleich die Vorstellung von der Zukunft zu Beginn der 70-Jahre heute eher unfreiwillige Komik birgt.

4 von 5 Sternen

 

Urmel taucht ins Meer

Urmel geht auf gefährliche Tauchfahrt, um den Geheimnissen der Seeungeheuer auf die Schliche zu kommen. Diese Roman ist eines meiner liebsten Abenteuer, da Kruse hier besonders geschickt Sprachkomik mit einer spannenden Handlung verküpft.

5 von 5 Sternen

 

Urmel spielt im Schloss

Mit Professor Zwengelmanns Nichte, der Reporterin Naftaline, führt Kruse eine liebenswerte, für die spätere Handlung wichtige, neue Figur ein. Unheimlich witzig, wie das Urmel sich in König Pumpunels Schloss vor der jungen Journalistin versteckt und dort nur Blödsinn anstellt.

5 von 5 Sternen

 

Urmel zieht zum Pol

Professor Tibatong macht sich mit seinen tierischen Freunden auf Expedition zum Nordpol, um einen geheimnisvollen Meteoriten zu finden. Es ist einfach nur wunderbar, welche Stimmung Kruse durch seine detaillierte Beschreibung der eisigen Welt erzeugt. Trotz Hochsommer habe ich beim Lesen schon fast mit Urmel und Co mitgefroren und konnte das Buch nicht eher aus der Hand legen, bis die große, aufregende Reise vorbei war. Positiver Nebeneffekt: Kinder (sicherlich auch einige Erwachsene) lernen viel über die Lebensweise arktischen Völker.

5 von 5 Sternen

 

Urmel im Vulkan

Besonders zu Beginn ist es einfach nur rührend, wie sich Schweinedame Wutz emanzipieren will und Staubwedel gegen Schreibmaschine austauscht, um eine Geschichte von Urmels Abenteuer im Feuerberg auf Papier zu bringen. Der gewöhnungsbedürftige literarische „Wutz“-Stil wird jedoch im gesamten Buch beibehalten, so dass ich mich beim Lesen an einigen Stellen doch etwas gequält habe. Einer der schwächeren Bände.

3 von 5 Sternen

 

Urmels toller Traum

Herrlich abgedreht, was sich das Urmel alles zusammenträumt. Herr Kruse, so etwas kann man sich eigentlich nur im Vollrausch einfallen lassen. Highlight: das Volk der Schweine. Ganz großes Kino, wennglich durch die vielen verrückten Beschreibungen die Handlung etwas auf der Strecke bleibt.

4 von 5 Sternen

 

Urmels großer Flug

„Urmeli“ wird flügge und verlässt die klammheimlich seine Insel. Sehr kurzweilig zu lesen, was er Tolles auf seiner großen Reise durch die Welt erlebt und wie er schließlich wieder heil im Schoß seiner Freunde ankommt. Besonders der Stierkampf, bei dem die arme Wutz ganz schön aus der Puste kommt,  sorgte bei mir für viele Lacher und gefällt garantiert auch Kindern besonders gut.

5 von 5 Sternen

 

Urmel wird ein Star

Der ursprünglich letzte Teil der Serie bietet noch einmal alles, was man in den vorherigen Folgen liebgewonnen hat: Komik, schräge Charaktere, Sprachspiele und verrückte Geschehnisse. Besonders das Finale überzeugt, denn mit Titiwu geschieht etwas ganz Fantastisches, was ich hier natürlich nicht verrate. Ein gelungener Abschluss!

5 von 5 Sternen

 

Urmels Lichterbaum im Eismeer

Nach 30-jähriger Pause setzt Kruse die Urmel-Reihe fort – leider nur sehr mäßig. Die Geschichte wirkt wie ein müder Aufguss von „Urmel zieht zum Pol“ und hört zudem mittendrin auf, als hätte man vergessen, das letzte Drittel zu veröffentlichen. Das riecht für mich verdächtig nach „Abgabetermin einhalten, Herr Kruse, egal, ob sie nun fertig sind oder nicht!“. Das Buch sollte man wirklich nur lesen, wenn man selbst oder die eigenen Kinder nicht genug vom Urmel bekommen. Immerhin: Roman Langs Zeichnungen im Stil des verstorbenen Illustrators Erich Hölle sind sehr schön gelungen!

2 von 5 Sternen

 

Urmel fährt Ballon

Ein Ausflug zum Planeten Igeste? Oh je, das klingt nach einem weiteren Aufguss, dieses Mal von „Urmel fliegt ins All“. Zum Glück war meine Skepsis unbegründet und der Autor hat hier seine alte Form wiedergefunden. Die Rokoko-Lebensweise der Igeste-Bewohner sorgt für herrlich-ulkige Momente!

4 von 5 Sternen

 

  • Urmel aus dem Eis. Thienemann, Stuttgart 1995 (1969), ISBN 3-522-16902-6
  • Urmel fliegt ins All. Thienemann, Stuttgart 1995 (1970), ISBN 3-522-16903-4
  • Urmel taucht ins Meer. Thienemann, Stuttgart 1995 (1970), ISBN 3-522-16905-0
  • Urmel spielt im Schloss. Thienemann, Stuttgart 1995 (1970), ISBN 3-522-16906-9
  • Urmel zieht zum Pol. Thienemann, Stuttgart (1972), ISBN 3-522-16907-7
  • Urmel im Vulkan. Thienemann, Stuttgart 1995 (1973), ISBN 3-522-16908-5
  • Urmels toller Traum. Thienemann, Stuttgart 1996 (1974), ISBN 3-522-16909-3
  • Urmels großer Flug. Thienemann, Stuttgart 1996 (1974), ISBN 3-522-16904-2
  • Urmel wird ein Star. Thienemann, Stuttgart 1996 (1975), ISBN 3-522-16910-7
  • Urmels Lichterbaum im Eismeer. Thienemann, Stuttgart 1999, ISBN 3-522-17315-5
  • Urmel fährt Ballon. Thienemann, Stuttgart 2000, ISBN 3-522-17362-7

Außerdem sind viele Urmel-Bücher für Leseanfänger erhätlich.

Alle Cover-Abbildungen mit freundlicher Genehmigung vom Thienemann Verlag (www.thienemann.de).

 

 

Retro-Ecke: Max Kruses Kinderbuch-Klassiker Teil 1 – „Der Löwe“

Von Benjamin Vahldiek

Max Kruse, Jahrgang 1921 und Sohn der berühmten Puppenmacherin Käthe Kruse, hat eine Vielzahl wunderbarer Kinderbücher geschrieben und dabei verrückt-liebenswerte Helden geschaffen: Mit einem breiten Lächeln erinnern sich Eltern zurück an die Abenteuer von Don Blech mit seiner Blechbüchsenarmee, dem Junker Hohlkopf oder den Didniks… an das Urmel aus dem Eis, die resolute Schweinedame Wutz – oder eben an das Tier, mit dem Kruses Erfolgsgeschichte (die Gesamtauflage seiner Bücher liegt heute bei mehr als drei Millionen Exemplaren) begann: dem Löwen.

„Es kommt nicht darauf an, wie groß, sondern wie klug man ist.“

(Der Löwe ist los, Thienemann, S. 75)

Die Löwengeschichten erstrecken sich über fünf Bände – und es ist mir beim besten Willen unmöglich zu sagen, welcher Teil mir am meisten gefällt. Denn einfach jedes Ereignis, in das der liebenswerte zottelige Held gerät, ist zum Brüllen komisch.

Der Verlag spricht eine Altersempfehlung ab acht Jahren aus. Freilich sind die Geschichten absolut gewaltfrei und daher theoretisch auch für jüngere Kinder geeignet – die Vielzahl an Charakteren erfordert jedoch sogar bei Erwachsenen gute Konzentration, um nicht hoffnungslos den Überblick zu verlieren.

Ich habe die Bücher gerade noch einmal gelesen: Schon auf den ersten 60 Seiten lernen wir – neben dem Löwen – unter anderem kennen…

  • Kim und seine Schwester Pips, die sich mit Löwe anfreunden,
  • die neugierige Nachbarin Frau Wisstihrschon,
  • den Hund Wu,
  • Kater Schipp,
  • das Lämmchen,
  • Brückenwärter Herr Dreipfennig,
  • den Junge mit dem italienischen Namen Tralala,
  • Herrn Briefträger Marke,
  • Dok, den Tierarzt mit seinem Mensch-flieg-mal-Apparat,
  • Rabe Ra,
  • das Gärtnerpaar Herr Krume und Frau Blume,
  • Totokatapi, den schwarzen Löwenfänger,
  • Leuchtturmwärter Onkel Guckaus und seinen Freund Vater Schluckauf,
  • Zie, die Ziege, die nie den Mund halten kann, oder
  • Ka, den frechen Kakadu.

So viel sei schon verraten: Das Figurenuniversum erweitert sich noch extrem. Deshalb empfehle ich Eltern, ihren Kindern die Löwengeschichten vorzulesen, um ggf. noch einmal kurz zu erklären, wer denn eigentlich „Möwe“ oder „Nenepapa“ ist. Wer sich diese Mühe macht, erlebt wundervolle Lesestunden. Die Kleinen fiebern bei Löwes Reisen durch die Welt und seinen Abenteuern mit, während die Erwachsenen ihre Freude haben werden an Kruses wunderbarem Humor, seinen Sprachschöpfungen und Personenbeschreibungen.

Fazit:

Die Geschichten vom Löwen sind zeitlose Klassiker der Kinderliteratur, die in keinem Bücherregal fehlen sollten.

Übrigens: Die ersten drei Teile wurden kongenial von der Augsburger Puppenkiste verfilmt.

  • Max Kruse: Der Löwe ist los. Thienemann Verlag – ISBN 3522168852
  • Max Kruse: Kommt ein Löwe geflogen. Thienemann Verlag – ISBN 355872139X
  • Max Kruse: Gut gebrüllt, Löwe. Thienemann Verlag – ISBN 352216914X
  • Max Kruse: Löwe gut – alles gut. Thienemann Verlag – ISBN 3522169158
  • Max Kruse: Der dicke Löwe kommt zuletzt. Thienemann Verlag – ISBN 3522169468

Alle Cover mit freundlicher Genehmigung vom Thienemann Verlag (www.thienemann.de)

TKKG 179: Abzocke im Online-Chat

Von Benjamin Vahldiek

Patrick aus der 9a wird von Klößchen beim Klauen von superteuren Handys beobachtet. Als TKKG ihn zur Rede stellen, erfahren die Vier, dass Patrick seit einiger Zeit erpresst wird. Beim Surfen im Internet ist er in eine böse Internetfalle gestolpert – und so in einen Strudel aus Geldsorgen und Erpressung geraten. Tim, Karl, Gaby und Klößchen kümmern sich um den Fall und haben schon bald einen Verdacht. Doch wie lässt sich die gemeine Abzocke beweisen?

(Cover und Inhalt mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de)

Super! Eine schöne und lehrreiche Folge!

Legt man eine neue TKKG-Folge ein, Weiß man nie genau, ob einem nicht einmal mehr eine Story geboten wird mit aberwitzigem Inhalt, Schurken, die sich selten dämlich anstellen und Dialogen, die jedem Groschenroman Konkurrenz machen.

Die aktuelle Nummer 179 „Abzocke im Online-Chat“ des ewig jungen Ermittlerteams aus der namenlosen Millionenstadt präsentiert sich jedoch grundsolide.

TKKG müssen diesmal ihrem Mitschüler dabei helfen, gegen eine Betrüger-Bande vorzugehen, die Jugendliche mit Klingelton-Abos via Internet übers Ohr haut. Damit wird ein Thema angeschnitten, das leider noch nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat, wie zahlreiche Meldungen über horrende Rechnungen durch Online-Abzocke demonstrieren.

Schade ist, dass der Autor anscheinend nicht die besten www-Kenntnisse hat, denn so ganz realistisch wird nicht beschrieben, wie Kids hereingelegt werden. Dennoch eignet sich die Folge beispielsweise gerade dann, wenn Eltern ihre Kinder für den richtigen Internet-Umgang sensibilisieren wollen. Gemeinsam anhören und dann über das Thema sprechen erscheint mir als gute Idee.

Unabhängig davon: Die Produktion ist auf dem für Tonstudio EUROPA hohem Niveau. Die Sprecher überzeugen wie immer (mit leichten Abstrichen bei Rhea Harder als Gaby, die mir oft nicht natürlich genug klingt), Musik und Geräusche wurden liebevoll zusammengestellt.

Toll zudem, dass alle Charaktere gleich viel Text haben, weshalb ein richtiges Gruppenfeeling aufkommt.

 

Fazit:

Lehrreiches Kino für die Ohren. Auf diesem Niveau kann es gern weitergehen mit TKKG!

Enid Blyton’s Fünf Freunde 98: „Und die Legende der Zwillingseiche“

Von Benjamin Vahldiek

 

Die 200 Jahrfeier in Twin Oaks sollte für die Fünf Freunde eigentlich der Höhepunkt ihrer Herbstferien sein. Doch es kommt anders: Timmy wird von einem Auto angefahren, und beim Tierarzt erfahren die Freunde, dass die schöne Zwillingseiche, die dem Ort den Namen gibt, gefällt werden soll. Angeblich sei sie eine Gefahr für das ganze Dorf! Wer oder was aber wirklich gefährlich ist, das finden Julian, Dick, Anne und George im Laufe einiger Abenteuer heraus.

(Cover und Inhalt mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de)

Ein netter Hörspielspaß mit vielen Infos über unsere Natur

Im brandneuen Abenteuer mit den fünf Freunden steht keine Action im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, das Geheimnis der Zwillingseiche zu klären und deren Abholzung zu verhindern.

Der Weg dorthin ist nicht sehr spannend. Dies liegt vor allem daran, dass unsere Helden keine Ermittlungsarbeit zu leisten haben. Kommissar Zufall kommt zur Hilfe und sie können die Bösewichte, die ihr Vorhaben en detail wiedergeben, belauschen. Die letzten Puzzleteile serviert schließlich die alte Organistin.

Dass die Folge trotzdem nicht enttäuscht, liegt an der dichten Atmosphäre:

Die Geräuschkulisse überzeugt vollends und die Dialogtexte klingen natürlich. Vorgetragen werden sie von hervorragenden Stammsprechern aus dem Hause EUROPA, wie z.B. Allzweckwaffe Luise Lunow.

Theresa Underberg agiert im Gegensatz zur letzten Folge wesentlich weniger übertrieben und sorgt mit ihren Kommentaren für einige Schmunzler. Dass Katja Brügger als Kräuterfrau einen weiteren kleinen Auftritt hat, ist besonders schön, hört man ihre sympathisch-rauchige Stimme in letzter Zeit doch viel zu selten.

Ganz nebenbei – niemals mit dem Holzhammer – vermitteln die Autoren interessante Infos zu Pflanzen, Bäumen und Naturmythen: Bisher wusste ich nicht, was ein Hexenring mit Pilzen zu tun hat.

Fazit:

Die Story überzeugt nicht ganz. Jedoch bietet die neue Episode einmal mehr gewaltfreie Hörspielunterhaltung und Wissensvermittlung, so dass „Fünf Freunde und die Zwillingseiche“ garantiert öfter bei Jung und Alt im CD-Player landet.

Bewegungs- und Mitmachlieder für die ganze Familie!

„Singen, Tanzen, Lachen, komm und mach doch mit!“

Frei unter diesem Motto steht das Album „31 tolle Bewegungs- und Mitmachlieder“ (EUROPA, Sony Music) mit tollen Kinderliedern für Klein und Groß.

 

Das Album wird dabei nicht nur den kleinen Tanzwütigen eine Menge Spaß bereiten, sondern bietet auch ihren Eltern gute Unterhaltung. Bei den Songs handelt es sich sowohl um bekannte Lieder („Backe backe Kuchen“, „Es tanzt ein Bi-ba-Butzemann“), die musikalisch aufgepeppt wurden, als auch um neue, spritzige Kompositionen von verschiedenen Kinderliedermachern. Einer davon ist der Hamburger Phillip Greifenberg, der auch unter dem Namen „Phil4Kids“ bekannt ist und die Lieder des Albums produziert hat. Von ihm stammen z.B. die Bewegungslieder wie „Der Gummiband-Hit“ oder „Auf dem Trampolin“.

Auch das Booklet steht ganz im Zeichen der Bewegung. Auf 24 Seiten werden neben den Songtexten praktische Bewegungstipps für Eltern und Kinder geliefert. Dazu Bent Schönemann, Head of Music & New Business: „Wir möchten unseren Schwerpunkt nicht allein aufs Kinderprogramm legen, sondern uns verstärkt auf Family Entertainment konzentrieren, um der ganzen Familie verantwortungsvoll gerecht werden zu können.“

Unter dem neuen Label „EUROPA Family Music“ erscheinen zukünftig auch weitere CDs der Mitmach- und Bewegungsserie. Das Album „31 tolle Bewegungs- und Mitmachlieder“ ist seit 14. September erhällich.

Cover und Inhalt mit freundlicher Genehmigung von Kühl PR (www.kuehlpr.de).

Das perfekte Schulfrühstück: gesund – und trotzdem lecker!

Von Benjamin Vahldiek

Im harten Kampf gegen den Erdbeerkäse und die Kindermilch geht es in diesem Beitrag um das gesunde Frühstück für fitte Schulkinder. Denn leider ist noch immer nicht zu allen durchgedrungen, dass weder Nutella noch Weißbrot die optimalen Power-Produkte sind für einen energiereichen Tag. Die „leichte Zwischenmahlzeit“ Milchschnitte beispielsweise besteht zu fast 60 Prozent aus Zucker und Fett und übertrumpft damit sogar ein Stück Schoko-Sahne-Torte*, so das Lebensmittel-Verbraucherportal Foodwatch.

Was also gehört in die Brotdose? Was ist gesund – und obendrein auch noch so richtig lecker? Hier einige Tipps:

 

  • Statt Weißbrot lieber Vollkornbrot!

Weißbrot enthält zu viel Zucker und Fett, außerdem ist es zu schnell verdaut, so dass man schon bald wieder Hunger hat. Vollkornbrot hingegen enthält mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Es hält länger satt und sorgt dafür, sich länger konzentrieren zu können. Und da Deutschland das Land des Brotes ist, gibt es das Vollkornerzeugnis in unzähligen Variationen. Da ist für jeden etwas dabei!

  • Wenn süß, dann Honig oder Marmelade!

Schokocreme ist ein absolutes Tabu. Sie ist eine Süßigkeit und sollte – wenn überhaupt – als solche gegessen werden und nicht in die tägliche Mahlzeit einfließen. Schleckermäuler weichen auf Honig aus. Ab und zu kann es auch einmal Marmelade sein: Im Gegensatz zum schokoladigen Brotaufstrich ist sie die kleinere Sünde.

  • (Echter) Käse!

Käse (und zwar richtiger, kein Analog-Produkt) versorgt den Körper mit wertvollem Kalzium und kurbelt die grauen Zellen an. Jede Sorte ist prima. Hütten- oder Frischkäse als Unterlage für Honig spart noch einmal Kalorien ein.

  • Gutes Fleisch!

Eiweiß und Eisen ist besonders viel in Kochschinken oder Kassler enthalten. Dabei darauf achten, dass die Scheiben nicht zu dick geschnitten sind. Mit einer Scheibe Gurke und Tomate garniert sieht das Brot gleich doppelt lecker aus.

  • Nüsse, Gemüse und Obst!

Als wertvoller Energielieferant und Snack für zwischendurch gehören sie in jede Schultasche: Nüsse beispielsweise sind reich an Vitamin B und daher nicht umsonst bekannt als „Nervennahrung“

  • Wasser oder ungesüßter Tee statt Saft!

Saft enthält viele Kalorien und ist ein heimlicher Dickmacher. Aber Kinder sollten viel trinken, um sich gut konzentrieren zu können. Also ist umsteigen angesagt auf Wasser oder ungesüßten Tee. Schnell gewöhnt man sich an den neuen Geschmack – und vermisst die zuckerige Masse gar nicht mehr.

* Quelle: http://www.abgespeist.de/milch_schnitte/index_ger.html

TKKG Folge 178: Hai-Alarm im Aquapark

TKKG und kein Ende: Der Dauerbrenner geht in die nächste Runde

 

Inhalt:

Der neu eröffnete Aquapark in der Millionenstadt zieht nicht nur TKKG in seinen Bann! Als skrupellose Verbrecher ihn als Versteck nutzen, beginnt ein wahres Katz-und Mausspiel. Eine geheimnisvolle Schatzkarte taucht auf. Führt sie zum Versteck der Diebesbeute? Alles wird zur Nebensache, als im Unterwassertunnel das Panzerglas zerbricht, hinter dem ein weißer Hai angriffslustig seine Zähne fletscht!

ASIN: B007RJJTYK

Wer beim Betrachten des Covers der aktuellen TKKG-Folge glaubt, er leide an einem Déjá-vu, kann sich beruhigen: Dem ist nicht so.

In der Tat wurde „Hai-Alarm im Aquapark“ bereits 2010 im Rahmen einer Sonderaktion für den Kaffeeröster Tchibo veröffentlicht. Fans der Serie, die eine lückenlose Sammlung im Regal stehen haben wollen, müssen somit zähneknirschend ein weiteres Mal ins Portemonnaie greifen. Andererseits hat es nie einen Sinn ergeben, warum ausgerechnet diese Episode im Gegensatz zur Folge Null „Das Geheimnis um TKKG“ oder zur von Schülern geschriebenen Geschichte „Die Schatzinsel mit den sieben Rätseln“ einen speziellen Status erhalten soll.

Veröffentlichungspolitik hin oder her: Das „neue“ TKKG-Abenteuer finde ich bei Weitem nicht so schlecht wie viele meiner Rezensenten-Kollegen.

Natürlich, die Täter sind mal wieder absolut klischeehaft dargestellt. Ja, der Hörer erfährt gleich zu Beginn, um wen es sich bei den Bösenwichten handelt. Und selbstverständlich gibt es auch bei den Charakterzeichnungen der Helden keinerlei Nuancierungen: Tim mimt den Helden mit der großen Klappe, Karl klugscheißert vor sich hin, Klößchen hat kaum Text, da er ständig den Mund voller guter Sauerlich-Schokolade hat und Gaby… nun Gaby ist immer noch das Mädchen.

Und mehr will ich auch gar nicht! Was TKKG seit mindestens 100 Folgen ausmacht und zum Glänzen bringt, ist der köstliche Trash-Faktor: aberwitzige Storys, unglaubliche Situationen, Schwarz-Weiß-Malerei. Alles absolut familientauglich und deshalb für jüngere Kinder genauso empfehlenswert wie für den ältesten Bruder, der abends einen Ausgleich zum Büffeln fürs Abi braucht und seinen Kopf mit etwas Seichtem entlüften möchte.

Besonders stark kritisiert wurde beim „Hai-Alarm“ der lange Einstieg. Und es stimmt, dass bis zur Hälfte der Spielzeit nicht wirklich viel passiert. Jedoch hat es mir Spaß gemacht, mit dem durchgeknallten jugendlichen Ermittlerteam durch den Freizeitpark zu schlendern und die Attraktionen zu erleben. Nicht zuletzt lag dies mal wieder an Regisseurin Heikedine Körting, die es schafft, durch passende Geräusche und gute Führung aller Schauspieler für die richtige Stimmung zu sorgen.

Zwar trauere ich noch immer der leider viel zu früh verstorbenen Ur-Gaby Veronika Neugebauer hinterher und kann mich nicht wirklich an ihre Nachfolgerin Rhea Harder, bekannt aus GZSZ „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“, gewöhnen, muss aber konstatieren, dass Harder ihre Sache ordentlich, wenngleich nicht spektakulär, macht.

Schön, dass der im Februar gestorbene Edgar Bessen hier noch einmal einen größeren Einsatz in seiner Paraderolle als Kommissar Glockner hat. Schon allein dieser Umstand stimmt mich versöhnlich, dass der „Hai-Alarm im Aquapark“ Einzug gefunden hat in die reguläre TKKG-Reihe.

Fazit:

Alles beim Alten. Wer nicht erwartet, dass bei TKKG das Rad neu erfunden wurde, bekommt eine gute Stunde trashig-schöne Hörspielunterhaltung für Jung und Alt und kann vom Urlaub im Beach-Resort träumen.

 

TKKG: Alles zu Stefan Wolfs Jugendbande

Tim, der Starke, Karl, der Computer, Klößchen, der Fresssack und Gaby… das Mädchen

Die vier Freunde Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind Figuren des Autors Stefan Wolf. Und wenn man die vier so sieht, könnte man sie für ganz normale Kids halten. Aber weit gefehlt! Zusammen sind sie TKKG! Die kleinen Meisterdetektive haben zusammen mit ihrem Hund Oskar den Erwachsenen schon so manches Mal gezeigt, was in ihnen steckt. Immer wieder geraten sie in die verzwicktesten Situationen – einmal stecken sie mitten in den Nachforschungen zu einem Juwelenraub, ein anderes Mal retten sie einen Popstar vor einer Entführung. Und weil die vier Freunde mutig und neugierig sind, legen sie so manchem Verbrecher das Handwerk und kommen jedem Schwindel auf die Spur.

Zielgruppe:

6-12 Jahre, Jungen und Mädchen gleichermaßen; 10% der Gesamthörer sind älter als 25 Jahre

Wann erschien das erste Buch?

Die ersten fünf Bände wurden 1979 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Wann wurde das erste Hörspiel veröffentlicht?

Die ersten fünf Hörspiele erschienen 1981 auf dem Label EUROPA.

Wie viele Folgen werden pro Jahr durchschnittlich produziert?

4 bis 6 Folgen

Bislang verkaufte Tonträger:

Stand August 2011: ca. 30 Millionen

TV- und Kino-Veröffentlichungen:

Von 1985 bis 1987 lief die zwölfteilige Serie „Ein Fall für TKKG“ im ZDF. Drehbuchautor war Stefan Wolf. 1992 waren die Freunde dann sogar mit „Ein Fall für TKKG – Das Drachenauge“ im Kino zu sehen. Von 1998 bis 2002 sendete der Kinderkanal „TKKG – Der Club der Detektive“. Ein Format mit einer Kombination aus Show, Talk und Musik, das seit 2005 wieder im Kika lief. Am 28. September 2006 startete der Film „TKKG und die rätselhafte Mind-Machine“ in den deutschen Kinos.

TKKG auf der Bühne:

Premiere am 02.10.2011: Westfälisches Landestheater „TKKG – Im Schloss der schlafenden Vampire“

Von 2007 bis 2009: Theaterstück „TKKG – Gefangen im Spukhaus!“ von Cocomico

Charakteristika/Beschreibung der Protagonisten:

Tim/Tarzan

Tim heißt eigentlich Peter Carsten, aber wie viele hat er einen Spitznamen. Früher wurde er von seinen Freunden Tarzan genannt, doch mit dem will er nicht mehr verglichen werden, seitdem er diesen „halbfertigen Bodybuilder“ in einem Film gesehen hat. Tim ist der „Anführer“ der TKKG-Bande. Er ist 14 Jahre alt, wirkt aber oft älter. Er ist sehr sportlich, besonders interessieren ihn Kampfsportarten. Seit zwei Jahren wohnt er in der Internatsschule und teilt sich ein Zimmer mit Klößchen. Tims Vater, ein Ingenieur, kam vor sechs Jahren bei einem Unfall ums Leben. Tims Mutter, die als Buchhalterin arbeitet, müht sich sehr, das teure Schulgeld für ihren Sohn aufzubringen. Tim ist der geborene Abenteurer, er hasst Ungerechtigkeit, mischt sich ein und riskiert dabei immer wieder Kopf und Kragen.

Karl

Karl sitzt im Unterricht neben Tim, wohnt aber nicht im Internat, sondern bei seinen Eltern in der nahen Großstadt. Karl Viersteins Vater ist Professor für Mathe und Physik an der Universität. Wahrscheinlich hat Karl von ihm das tolle Gedächtnis geerbt – aus dem er alles abrufen kann wie aus einem Computer, deshalb hat er den Namen Karl der Computer. Karl ist lang aufgeschossen und sehr schmal. Sportliche Einsätze sind nicht so seine Sache. Er kämpft lieber mit geistigen Keulen und fühlt sich bei den TKKG-Einsätzen zuständig für technische und wissenschaftliche Probleme. Wenn ihn etwas aufregt, putzt er sofort die Gläser seiner Nickelbrille – und das manchmal so heftig, dass er alle paar Monate eine neue braucht.

Klößchen

Willi Sauerlich wird Klößchen genannt, weil er so aussieht. Und für sein Aussehen gibt es einen Grund: Willi nascht. Schokolade ist für ihn Kraftnahrung – auch wenn er davon immer runder wird. Zusammen mit Tim bewohnt er im Internat die Bude „Adlernest“. Klößchens Vater ist Schokoladenfabrikant. Willi versteht sich bestens mit seinen Eltern, die im feinsten Viertel der nahen Großstadt leben. Er könnte die Internatsschule auch als „Fahrschüler“ besuchen, aber zu Hause in der pompösen Villa hat er sich immer nur gelangweilt, deshalb lebt er jetzt im Internat – und wird von Tim in die vielen haarsträubenden Abenteuer der TKKG-Bande mit hinein gerissen.

Gaby

Gaby muss sich als einziges Mädchen gegen die drei Jungs behaupten. Aber alle Trümpfe sind auf ihrer Seite: Intelligenz, Anmut, Selbstbewusstsein und Schlagfertigkeit, dazu blonde Haare und blaue Augen … Für Tim ist seine Freundin das schönste Mädchen der Welt. Er fühlt sich als ihr Beschützer – vor allem dann, wenn es gefährlich zugeht: ein sehr häufig wiederkehrender Zustand bei TKKG. Gabriele Glockner lebt bei ihren Eltern in der Stadt und besucht die 9 b der Internatsschule als Fahrschülerin. Gabys Vater ist Kriminalkommissar und ein väterlicher Freund der Jungs. Gabys Mutter – von Tim, Karl und Klößchen sehr geschätzt, betreibt ein kleines Lebensmittelgeschäft. Gaby liebt Tiere und lässt sich von Hunden gerne die Pfote geben – daher auch ihr Spitzname Pfote. Oskar, ihr schwarz-weißer Cockerspaniel, schläft auf ihrem Bettvorleger.

Oskar

Das inoffizielle fünfte Mitglied ist Oskar, Gabys schwarzweißer Cockerspaniel. Er ist auf einem Auge blind und ein treuer Begleiter der TKKG-Bande.

Und sonst noch?

1997 vermeldet der Pelikan-Verlag das 10millionste verkaufte TKKG-Buch.

2003 startet ein großer TKKG-Schulwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-8, die ein angefangenes Manuskript vollenden sollten. Die Gewinnerfolge „Oskar jagt die Drogendealer“ (Folge 139) erschien am 01. September 2003.

Im Frühjahr 2005 lief die fächerübergreifende Schulaktion „EUROPA sucht die Meisterdetektive“, an der sich mehr als 2.000 Schulklassen beteiligten.

(Hintergrundinformationen, Inhaltsangabe, TKKG-Logo und -Cover mit freundlicher Genehmigung von Kühl PR.)

Bibi Blocksberg 105: „Die Hexenküche“ – fast so schön wie früher

Von Benjamin Vahldiek

Inhalt

Bibi und ihre Mitschüler sind enttäuscht: Der Bürgermeister hat die Zuschüsse für Klassenfahrten gestrichen und die nächste Reise muss ausfallen. Doch auf der „Neustädter Woche des guten Geschmacks“ kann man eine Reise gewinnen – als ersten Preis des Kochwettbewerbs. Ob Bibi, Moni und Marita den mit Gerichten aus ihrer Hexenküche ergattern können?

Buch: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen

Sprecher

Bibi Blocksberg: S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg: G. Streichhahn
Marita: U. Hugo
Moni: J. Ziffer
Bürgermeister: R. Hemmo
Pichler: W. Herbst
Karla Kolumna: G. Fritsch
Frau Müller-Riebensehl: E.-M. Werth
Theobald Trüffel: K. Lochthove
Bastien Bistro: P. Doumeyrou
Erzähler: G. Schoß

Erschienen bei: KIDDINX

Spieldauer: 46 min

Altersempfehlung: ab 4 Jahre

(Inhalt, Informationen und Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de)

 

Man möchte sie gleich noch einmal hören!

Nach einer etwas längeren Durststrecke – die Nummern 102 „Die Ballett-Tanzgruppe“ und 103 „Der Hexenschatz“ waren für mich ein weiterer Tiefpunkt der Serie – ist das aktuelle Abenteuer mit der kleinen Hexe ein absoluter Überraschungserfolg!

Die Handlung ist schlüssig, abwechslungsreich und teilweise richtig komisch, ohne dabei jedoch ins Klamaukige abzurutschen. Es ist erstaunlich, dass fünf Minuten mehr Spielzeit bereits ausreichen, um die seit einiger Zeit störend auffallende Hektik aus den Folgen zu bekommen: So ist das Ende dieses Mal weniger abgehackt und auch zwischenzeitlich gibt es immer mal wieder kleinere Verschnauf-Elemente, in etwa, wenn Bibi kurz vorm Einschlafen im magischen Kochbuch liest.

Das erinnert alles ziemlich stark an die guten alten Elfie-Donnelly-Folgen aus den 80er-Jahren. Daumen hoch, auch wenn ich weiß, dass die bereits 2011 als Special beim Elektromarkt „Saturn“ erschienene und nun in die Bibi-Reihe integrierte Folge 106 „Der verrückte Staubsauger“ qualitativ wieder gehörig abfällt.

Ebenfalls gefällt mir, dass Kiddinx endlich vom Harry-Potter-Zug abgesprungen zu sein scheint: Seit einiger Zeit macht unsere kleine Hexe wieder Neustadt unsicher und erlebt Geschichten mit ihren Freunden, Eltern, Karla Kolumna und dem Bürgermeister, anstatt mit den schrillen, nervigen Junghexen auf magische Inseln zu reisen oder Drachen herbeizuzaubern. In „Die Hexenküche“ liefern sich Bibi nebst ihren Freundinnen Moni und Marita einen kulinarischen Wettkampf auf dem Neustädter Marktplatz – unter anderem gegen das „Bürgermeisterchen“, wie Karla zu sagen pflegt. Dass die Spitzen, die sich beide wieder an den Kopf werfen, bei mir nicht so recht zünden, liegt an der Neubesetzung Roland Hemmo. Er kommt nicht einmal ansatzweise an den großartigen Heinz Giese, auch bekannt als General Forbet in der Science-Fiction-Hörspielserie „Jan Tenner“, heran. Gieses Bürgermeister war weniger aggressiv, dafür jedoch immer leicht cholerisch und kindisch – er hat sich viel schöner über Karlas freche Klappe geärgert.

Auch Bibis neue Mutter Gabriele Streichhahn, die das große Erbe von Hallgard Bruckhaus angetreten ist, überzeugt mich nicht. Sie klingt für mich, als kenne sie ihren Text nicht und betont ihre Sätze kaum.

Uschi Wolf und Julia Ziffer als Marita und Moni können aus ihren Rollen nicht mehr herausholen: Sie wurden glattgebügelt, beide Charaktere sind völlig austauschbar. Nichts ist beispielsweise mehr zu spüren von Maritas ehemaliger Zickigkeit.

Und auch dieses Mal lassen mich allzu offensichtliche Telling Names innerlich aufstöhnen: Theobald Trüffel oder Bastien Bistro – das ist mir zu plump.

Aber nun genug gemotzt. Schließlich rezensiere ich hier nicht Thomas Mann oder Arthur Schnitzler, sondern ein Hörspiel, das in erster Linie für Kinder gedacht ist. Und da kann ich nur sagen:

„Bibi Blocksberg und die Hexenküche“ ist seit den 90er-Folgen eine der allerbesten und daher wärmstens zu empfehlen, wenn eine gewaltfreie und saukomische Geschichte im CD-Player landen soll