Die Simpsons Staffel 15 auf DVD: Der gelbe Wahnsinn geht weiter

Von Benjamin Vahldiek

Sie sind gelb, haben Glubschaugen und komische Frisuren. Und schon weiß jeder, wer gemeint ist: die Simpsons, die schräge Familie aus Springfield mit dem naiv-faulen Vater Homer, der gebeutelten Marge, Baby Maggie, das ohne seinen Schnuller nicht sein kann, der neunmalklugen Lisa und natürlich Sprücheklopfer und Obernervensäge Bart.

Die erfolgreichste Zeichentrickserie weit und breit aus der Feder Matt Groenings („Futurama“) hat es bereits auf 24 Staffeln geschafft – ein Ende ist nicht in Sicht. Mit ihrer Episodenanzahl hat „Die Simpsons“ längst den Rekord von „Familie Feuerstein“ gebrochen.

Auf DVD werden die einzelnen Staffeln leider nur im Schneckentempo veröffentlicht. Aber am 14. Dezember ist es endlich einmal wieder soweit: Eltern und Kinder ab zwölf Jahren dürfen sich auf Season 15 freuen. Dann heißt es „alle zusammen vor den Fernseher“ und 420 Minuten lang eintauschen in den quietschbunten, saukomisch-bösen Wahnsinn:

Bart und Milhouse halten versehentlich die Zeit an, Marge macht sich ans Bücherschreiben – und Homer hat nichts Besseres zu tun, als einen Kampfroboter zu bauen oder das Herz eines Bären zu gewinnen.

Eine Gagdichte wie zu Anfangszeiten darf man natürlich nicht mehr erwarten. Dies wäre schlechthin unfair. Aber es ist noch immer faszinierend, auf welch hohem Niveau die Serie sich nach all der Zeit hält. Fans schlagen sowieso zu. Und Gelegenheits-Schauer machen beim Kauf von „Die Simpsons Staffel 15“ ebenfalls keinen Fehler.

Ein kleiner, feiner Weihnachtsfilm: Yogi Bärs erste Weihnachten

 

Der drollige Yogi dürfte spätestens seit der Kinoversion aus dem Jahre 2010 für Kinder von heute wieder ein Begriff sein. Doch die wenigsten wissen, dass der neuerdings computeranimierte Bär bereits uralt ist und ursprünglich als Zeichentrickfigur im Jellystone Park auf der Jagd nach Picknick-Körben war und den Ranger Smith regelmäßig in den Wahnsinn getrieben hat: Niemand Geringeres als William Hanna und Joseph Barbera (Familie Feuerstein, Die Jetsons, Tom und Jerry, Die Schlümpfe, Scooby Doo u.v.m.) sind verantwortlich für Yogi-Bär, der erstmalig 1958 über die amerikanischen Mattscheiben lief.

Wer seinen Kindern den „echten“ Yogi zeigen will und guten, alten Trickfilmspaß wertschätzt, wo jedes einzelne Bild noch in liebevoller Handarbeit entworfen wurde und nicht am PC, wer liebevoll-verrückte Charaktere wie Yogis besten Freund Boo Boo genießen möchte… wer ganz einfach auf der Suche nach einem wirklich feinen Weihnachtsfilm für einen verregneten Nachmittag ist, dem empfehle ich das Special „Yogi Bärs erste Weihnachten“:

Aus dem Winterschlaf gerissen erleben Yogi und Boo Boo erstmals das Weihnachtsfest – in einem wunderschönen Hotel und zusammen mit all seinen Freunden. Bevor es aber zum gemeinsamen Anstimmen von „Jingle Bells“ kommt und die Geschenke ausgepackt werden, erlebt Yogi eine Menge Abenteuer. Unter anderem muss er das Hotel retten, das sich kurz vor der Pleite befindet.

Stimmige Songs, eine Portion Slapstick und viel Wortwitz sorgen bei Jung und Alt für kurzweilige Unterhaltung und stimmen hervorragend ein auf das Fest der Feste. Zudem ist dieser kleine Meilenstein aus dem Hanna-Barbera-Studio schon für kleines Geld zu bekommen: Zuschlagen lohnt sich. Fröhliche Weihnachten!

 

 

 

„Weihnachtsspaß mit Donald“ auf DVD und Blu-ray. Mit Disney auf den Weihnachtsmann freuen.

Ach ja, er hat es nicht leicht, der arme Enterich aus dem Hause Disney. Er ist der ewige Verlierer: Nicht nur, dass ihm Mickey weltweit auf der Beliebtheitsskala haushoch überlegen ist, die berühmte Maus hat auch noch tolle Designer-Klamotten im Schrank, während man Donald noch nicht einmal ein Paar Hosen spendiert. Dazu ist Mickey so gut wie immer auf der Sonnenseite des Lebens: Glück in der Liebe, ein schönes Haus mit gepflegtem Vorgarten und Vorzeige-Hund Pluto, ein strahlendes Lächeln. Donald hingegen neigt zu cholerischen Anfällen, hat ständig Geldsorgen und wird von der buckeligen Verwandtschaft gehörig gemolken: sei es Onkel Dagobert, der ihn ständig als Mädchen für alles auf Schatzsuche mitschleppt oder Gustav Gans, der ihm den Kühlschrank leerfrisst.

Aber gerade weil Donald für Disney-Verhältnisse ein Held ist mit Ecken und Kanten, mag man ihn so gerne und leidet mit ihm mit. Umso mehr sei ihm ein schönes Weihnachtsfest gegönnt – alle Entenfreunde können nun dabei sein, denn seit dem 5. Dezember gibt es „Weihnachtsspaß mit Donald“ auf DVD und Blu-ray.

Diese Veröffentlichung ist eine von vielen mit klassischen Weihnachts-Cartoons, die Disney dieses Jahr zum großen Fest herausgebracht hat. Es scheint, als wolle sich das Maus-Imperium ein ganz großes Stück vom Feiertags-Kuchen abschneiden und ordentlich Geld scheffeln – was sicherlich problemlos gelingt, wenn Eltern vor den Regalen stehen und die Auswahl haben zwischen honigsüßen Weihnachten mit Winnie Pooh, harmonischen Weihnachten mit Mickey, chaotischen Weihnachten mit Goofy usw.

Dazu kommt, dass alle enthaltenen Zeichentrickfilme bereits mannigfach auf anderen Disney-DVDs erschienen sind. So auch bei „Weihnachtsspaß mit Donald“, dessen Cartoons beispielsweise schon auf der Trilogie „Donald im Wandel der Zeit“ angesehen werden können. Wer als eine gut ausgestattete Disney-Sammlung daheim hat, der kann sein Portemonnaie stecken lassen. Allen anderen wird ein köstlicher 75-minütiger Mix geboten mit hinreißenden Donald-Klassikern rund um Weihnachten, Schnee und Wintersport.

Die Titel:

Der Eishockeychampion

Donalds Schneeballschlacht

Pluto der Rettungshund

Donald der Nussdieb

Donald und die Eicheldiebe

Ungebetene Weihnachtsgäste

Chip und Chap im Popcornfieber

Auf dem Eis

Gipfelstürmer

Die Kunst des Skilaufens

Auch wenn beispielsweise der Cartoon „Der Eishockeychampion“ schon etliche Jahre auf dem Buckel trägt (er ist von 1939), so hat dieses köstliche Schmuckstück auch heute noch wahnsinnig viel Esprit. Es ist zum Wegschmeißen lustig, wie Donald auf dem Eis alles andere als eine würdevolle Figur hinlegt, während ihm seine Neffen Tick, Trick und Track die Show stehlen. Auch „Chip und Chap im Popcornfieber“ aus dem Jahre 1951 ist eines von vielen Highlights und zeigt, was geschehen kann, wenn verfressene Hörnchen auf den Popcorn-Geschmack gekommen sind und Donalds Küche überfallen…

Das Warten aufs Christkind vergeht mit „Weihnachtsspaß mit Donald“ wie im Flug. Ein Riesenspaß für die ganze Familie.

Wenn Väter ihre Söhne vorschieben…

Neulich auf dem Flohmarkt in Kreuzberg:

Von Benjamin Vahldiek

 

Ein Nickelbrillen-Vater hat sich mit seinem kleinen Sohn namens Kurt an einem Stand eingefunden und spricht den Verkäufer an:

„Wir haben ein Problem: Mein Sohn möchte dieses Auto, er hat aber nur 3 Euro Taschengeld.“

Der Verkäufer:

 „Tut mir leid, das sind Festpreise. Ich kann die Autos leider nicht billiger verkaufen, es sind Sammelstücke!“

Der Vater:

 „Mein Sohn will aber die Autos nicht sammeln, er will damit spielen!… Tja, Kurt, der Mann da will dir das Auto nicht verkaufen. Komm, wir gehen!“

Lieber Vati, wenn du schon dein Kind vorschiebst, um den Preis zu drücken, und der Schuss geht nach hinten los, dann sei doch beim nächsten Mal zumindest so fair, dass du sagst: „Tja, Kurt, war blöd von mir, ich schenk dir das Auto!“

Disney’s Peter Pan erstmalig auf Blu-ray

Von Benjamin Vahldiek

Vielleicht ist es nicht gerade der Traum, den Kinder haben. Aber sicherlich hat sich schon jeder Erwachsene heimlich gewünscht, wieder jung zu sein. (Vermeintlich) keine Verantwortung übernehmen, tun, wonach einem ist, rennen, spielen, lachen, unbesorgt sein – einfach mal wieder richtig schön einen drauf machen. Heidewitzka, du schöne Kinderzeit!

Leider ist dies nur im Märchen möglich – so wie bei „Peter Pan“, dem Kinderbuch-Klassiker  von James M. Barrie. Pan lebt zusammen mit den verlorenen Kindern auf der Insel Nimmerland, wo niemand mehr altert. Dort macht ihn der verschrobene Piratenkapitän Hook das Leben schwer. Wie es Peter Pan gelingt, ihn mitsamt seiner Mannschaft zu bezwingen, das ist eine temporeich erzählte Geschichte voller Spannung, Humor und sogar ein bisschen Romantik.

Die Adaptionen des Bestsellers für die Bühne oder die Leinwand sind unzählbar. Zweifelsohne ist jedoch die Zeichentrick-Verfilmung von Walt Disney aus dem Jahre 1952 eine der besten und fantasiereichsten Umsetzungen – selbst nach über einem halben Jahrhundert. Dies liegt natürlich an den traditionellen Zutaten, die das Mickey-Mouse-Imperium immer wieder verwendet: eine gestraffte Handlung, die sich auf das Wesentliche beschränkt und auch schon von den Kleinsten gut nachvollzogen werden kann, liebevolle Figuren, von denen jeder mindestens eine schrullige Eigenschaft hat sowie wundervolle Animationen und Songs mit Ohrwurm-Charakter.

Endlich hat Disney nun seinen Tresor wieder geöffnet und das Meisterwerk auf DVD neu aufgelegt. Zusätzlich – Premiere! – gibt es „Peter Pan“ auf Blu-ray. Aufgrund einiger Ausrutscher in letzter Zeit (die Blu-rays von „Bernard & Bianca“ oder „Tarzan“ waren in Hinblick auf Bild- und Tonqualität alles andere als Referenztitel, hier wurde wirklich schlampige Arbeit geleistet!) war ich zunächst skeptisch… aber ich kann Entwarnung geben: alles schön!

Das Bild ist gestochen scharf und farbenfroh. Keine Staubfluse ist zu sehen; eine beachtliche Leistung für so ein altes Material. Zudem bietet die Blu-ray viele interessante Extras, beispielsweise ein Making Of, in dem die Entwickler Details über ihre Arbeit im Hause Disney verraten.

Abstriche machen muss man beim Ton: Besonders die deutsche Spur ist extrem leise und dumpf. Dies liegt jedoch am damaligen schlechten Aufnahmeverfahren – immerhin wurde das Bestmögliche herausgeholt und ich bin froh, dass keine Neusynchronisation stattfand (mit Grausen denkt jeder Disneyfan zurück an die zweite Vertonung von „Arielle, die Meerjungfrau“ aus dem Jahr 1998, die dermaßen schlecht ist, dass man den Film nur noch im englischen Original anschauen kann!).

Fazit:

„Peter Pan“ ist ein Must-See für die jüngsten bis hin zu den ältesten Familienmitgliedern. Kaufen, bevor das Meisterwerk für weitere sieben Jahre wieder im Disney-Tresor verschwindet… ach ja: Und „Peter Pan 2 – Neue Abenteuer in Nimmerland“ getrost im Geschäft liegen lassen. Nicht mehr als ein müder Aufguss mit fader Story und schlechten Animationen.

Hundehaufen vor der Schule

Das geht gar nicht, finden auch die Schüler der James-Krüss-Schule in Berlin. Deshalb haben sie tolle Schilder gebastelt und vor dem Eingang aufgestellt.

Es ist doch schön, wie schnell man Kinder glücklich machen kann: Einfach Fiffis Hinterlassenschaften in die Tüte packen und in den nächsten Mülleimer werfen – oder ihn erst gar nicht mitten auf den Weg machen lassen.

Und dieser Ladenbesitzer kann in puncto Rechtschreibung bei den James-Krüsslern noch richtig was lernen…