Bibi und Tina Folge 72: Der geheimnisvolle Falke… lehrreich und schön!!

Von Benjamin Vahldiek

Das neue Hörspiel vom Martinshof beginnt geheimnisvoll

Bei einem Ausritt finden Bibi, Tina und Alex einen verletzten Falken und bringen ihn zu Förster Buchfink, wo er sich schnell erholt. Es stellt sich heraus, dass der Falke zahm ist und sich beim Förster sehr wohlfühlt. Die Kinder schließen das Tier schnell ins Herz. Doch dann erscheint ein Falkner und fordert das Tier zurück.

Spieldauer: 38 min
Altersempfehlung: ab 6 Jahre

Sprecher:
Bibi Blocksberg:
S. Bonasewicz
Tina Martin: D. Hugo
Alexander v. Falkenstein: S. Hasper
Graf v. Falkenstein: E. Prüter
Förster Buchfink: K.-P. Grap
Herr Motzke: F. Ciazynski
Erzähler: G. Schoß

Infos mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de

„Der geheimnisvolle Falke“ wurde in der Bibi-und-Tina-Fangemeinde sehr zwiespältig aufgenommen: Die erste Gruppe schrie „Laaaaangweilig“. Die zweite fand es schön, dass auf Hektik und zu viele kleinere Abenteuer bzw. Stationen innerhalb der Handlung verzichtet wurde. Ich gehöre zur letzteren Gruppe:

Gleich zu Anfang hab ich noch die Augen verdreht – zum gefühlten hundertsten Mal beginnt die Folge mit den bekannten Ausrufen: „Schneller, Amadeus!“ und „Tempo, Sabrina!… Siiiiiieeeeeger!“ Ein Wettreiten, wie originell! Aber ich kann Entwarnung geben, danach kommt wirklich mal was Neues:

An die Entdeckung des Falken schließt sich eine interessante Geschichte an über das Schloss Falkenstein. Vom Grafen höchst persönlich – wie immer sehr gut gesprochen von Eberhard Prüter – erfahren wir zum Beispiel, wie die adelige Residenz zu ihrem Namen gekommen ist. Aber auch Faktenwissen wird in dieser Folge sehr geschickt vermittelt und nicht mit dem Holzhammer in die Geschichte eingebaut: hier logischerweise viel über Falken und deren typischen Verhaltensweisen. Das ist allemal angenehmer als abgedroschene Bibi-und-Tina-Episoden wie „Retten die Biber“, in der Tiere als putzige Häuslebauer mit Hang zu Streichen vermenschlicht werden.

Trotz der knappen Spielzeit nimmt man sich die nötige Ruhe für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Obwohl erst in den letzten Minuten Action aufkommt, wird es keinen Moment langweilig – vorausgesetzt man erwartet keine temporeiche Geschichte mit wilden Reitereinlagen, Gekreische oder Rumgezicke zwischen Bibi und Tina.

Fazit:

Eine wirklich großartige neue Folge, die Eltern nicht nervt und Kindern auf angenehme Art Wissen vermittelt.

Star Wars: Erben des Imperiums… tolle neue Hörspielreihe für Kids und Eltern

Von Benjamin Vahldiek

Star Wars… Georg Lucas‘ großer Krieg der Sterne kommt einfach nicht aus der Mode.

Dafür sorgen nicht nur gut geölte Merchandising-Maschinerien. Auch Disney wird jetzt ordentlich dazu beitragen, dass die Abenteuer im Weltall weitergehen – schließlich wurde ja jüngst ein nicht gerade kleiner Betrag für die Rechte gezahlt. Aber so lange die Qualitäts-Messlatte hoch gehalten wird, dürfte alles im grünen Bereich sein.

Und das ist bei der neuen Star-Wars-Hörspielserie “Erben des Imperiums” von Oliver Döring glücklicherweise der Fall – wer Döring kennt weiß, dass er Entertainment auf höchstem Niveau bietet, ist er doch berühmt für seine mittlerweile über 70 Folgen starke Hörspielumsetzungen der unheimlichen Erlebnisse des Bastei-Heft-Geisterjägers „John Sinclair“ vom Kultautoren Jason Dark.

Ohne Zweifel: „Erben des Imperiums“ wird sowohl den Sohnemann als auch Papa an den CD-Player fesseln, denn kaum eine Science-Fiction-Reihe fasziniert dermaßen generationenübergreifend.

Die bisher im Verlag WortArt erschienenen drei von geplanten vier Folgen bauen aufeinander auf und sind von der Handlung kaum nachvollziehbar, wenn man sie nicht chronologisch hört.

Teil 1: Der Wächter des Mount Tantiss
Teil 2: Das Imperium greift an
Teil 3: Der Zorn des Mara Jade

Alle Episoden bieten eine ordentlichen Spielzeit, viel Action, parallel verlaufende Handlungsstränge, hervorragende Sprecher… Langeweile kommt garantiert nicht auf. Auch sind Musik und Soundeffekte vom Allerfeinsten: Überall knallt und rumst es, Laserstrahlen „zischen“ durch den Lautsprecher… man könnte fast denken, dass man selbst einen der futuristischen Raumgleiter bedient.

Besonders toll: Die Schauspieler für die Hörspielumsetzung wurden zum großen Teil aus der ehemaligen Kinofilm-Synchronriege rekrutiert. Sie leisten eine super Arbeit. Allen voran Sprecherlegende Jürgen Thormann (unter Anderem deutsche Standartstimme von Oscar-Preisträger Sir Michael Caine). „Bibi Blocksberg“ Susanna Bonaséwicz schlüpft wieder in ihre Rolle als Laia und es kommt einem vor, als wäre kein einziger Tag zwischen den damaligen und den aktuellen Aufnahmen vergangen. Auch sind alle anderen Darsteller mit einer gehörigen Portion Spielfreude dabei. Schade ist allerdings, dass separat eingesprochen wurde und man die Dialoge im Anschluss zusammengeschnitten hat. So wird nicht selten aneinander “vorbei betont”. Hier hätte man sich mehr Sorgfalt von Döring gewünscht, dass er das eigentlich besser kann, hat er vielfach bewiesen.

Ansprechende Zeichnungen im Inlay der Star-Wars-Minireihe komplettieren den tollen Eindruck, den das Sciene-Fiction-Ohrenkino hinterlässt.

Fazit:
Für alle kleinen und großen Star-Wars-Fans ein gefundenes Fressen, das gekauft werden muss – da gibt es keine Frage!

Benjamin Blümchen als Weihnachtsmann – Warum der Klassiker zur Weihnachtszeit dazu gehören muss

Von Benjamin Vahldiek

Es ist wieder soweit: Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Während sich die Kinder wie Bolle freuen, ist für viele Eltern leider auch Stress angesagt: Kekse backen, Geschenke kaufen, Karten schreiben, Silber putzen, Baum schleppen… da kann der Tag gar nicht genug Stunden haben, um alles zu bewältigen. Zum Glück gibt es aber auch immer wieder Momente der Ruhe und Gemütlichkeit – Momente, in denen man mit der Familie einen Märchenschinken im Fernsehen anschauen kann. Oder man gönnt sich einen echten Hörspiel-Klassiker. Und so einer ist – ohne Wenn und Aber – „Benjamin Blümchen als Weihnachtsmann“.

Bald ist Weihnachten. Doch Zoodirektor Tierlieb kann seinen Tieren leider keine Geschenke machen. Da erfährt Benjamin zufällig, dass der Kaufhaus-Weihnachtsmann krank geworden ist. Vielleicht kann der liebste Elefant der Welt ihn vertreten? Das macht bestimmt Spaß und dem Zoo kann er auf diese Weise vielleicht auch helfen.

Buch: Elfie Donnelly. Cover und Inhaltsangabe mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de.

Die Folge 21 der Serie rund um Neustadts sprechenden Elefanten ist seit Jahrzehnten (Erstveröffentlichung: 1982) ein Bestseller, mit dem das Label Kiddinx einen der höchsten Umsätze erzielt. Das liegt sicherlich nicht nur an der Thematik – denn es gibt auch andere Weihnachtsfolgen, sowohl von Benjamin als auch von weiteren Kiddinx-Helden wie Bibi Blocksberg, Bibi und Tina oder Elea Eluanda, die sich zwar ebenfalls ordentlich verkaufen, aber unterm Strich nicht mithalten können. Was ist also das Geheimnis dieser Episode?

Ganz einfach: Sie ist aberwitzig! Was Benjamin alles im Kaufhaus erlebt, ist köstlich anzuhören – auch (vielleicht sogar gerade!) für Erwachsene. Die Autorin Elfie Donnelly geizt nicht mit Wortspielen, Andeutungen und herrlichen Slapstickeinlagen. Kaufhausleitung Frau Paschulke, die ganz wunderbar überdreht von Edith Elsholtz gesprochen wird, rast auf Rollschuhen durch die Abteilungen, um ihr umfangreiches Arbeitspensum zu schaffen. Dickhäuter Benjamin (hier natürlich noch vom „Original“ Edgar Ott gesprochen, den man beispielsweise auch als Balu aus Disney’s „Dschungelbuch“ kennt) zwängt seinen Vorzeigekörper in ein Weihnachtsmannkostüm und verteilt fleißig Geschenke – und die rasende Reporterin Karla Kolumna bekommt fast einen Herzkasper beim lautstarken Werben für den Einzelhandel: „Tja, jelernt is jelernt. Ich komme nämlich aus Berlin!“

Dennoch kommt bei all dem Spaß die harmonische Weihnachtsstimmung nicht zu kurz und die 38 Minuten Spielzeit vergehen wie im Fluge.

Fazit: Benjamin Blümchen als Weihnachtsmann ist DER Hit zur winterlichen Jahreszeit und darf in keiner Hörspielsammlung fehlen. Frohes Fest!

Bibi Blocksberg Folge 106: Der verrückte Staubsauger

Von Benjamin Vahldiek

Für einen großen Elektromarkt erschien vor ca. einem Jahr die Sonderfolge “Bibi Blocksberg und der verrückte Staubsauger”. Dies ließ bereits Schlimmes erahnen – ein Staubsauger, der durchdreht? Das erinnert stark an die leicht nervige Bibi-Folge “Der neue Hexenbesen”, in der unsere kleine Hexe eigentlich nur schreiend und jammernd auf ihrem verbotenerweise bestellten Super-Turbobesen durch die Wolken knattert.

Nun, man kann beruhigt sein. Ganz so anstrengend ist die Staubsauger-Folge nicht. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass es sich hier um ein Highlight handelt. Dennoch hält diese Episode nun Einzug in die offizielle Bibi-Blocksberg-Hörspielreihe, und zwar als Nummer 106.

Die Handlung ist schnell erzählt: Bibi und ihre Freundin, das eitle Hexen-Girlie Flauipaui, besuchen einen Elektroladen, um sich ein Autogramm ihrer Lieblings-Band zu holen. Dabei hexen sie allerhand Blödsinn, werden dazu verdonnert, ihre Schandtaten wieder gut zu machen und sorgen somit mal wieder für ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende.

Gähn, wie langweilig. Die beiden Mädels wandern von Station zu Station (Verkauf, Lager etc.), verzapfen dort etwas und hier auch noch ein wenig… das ist nicht einmal ansatzweise lustig. Da reißen auch die guten Sprecher (eine Ausnahme bildet Bibis neue Mutter Barbara Blocksberg, Gabriele Streichhahn: Sie klingt, als hätte sie sich vor der Aufnahme eine doppelte Portion Valium reingezogen) wie Susanna Bonaséwicz als Bibi nichts mehr heraus.

Was die Folge für Insider jedoch hörenswert macht: “Bruder Boris”, aka Frank Schaff-Langhans, wurde ins Tonstudio zurückgeholt und spielt einen Verkäufer.

Wer keine Lücke in seiner Sammlung haben will, der kann zugreifen. Wer für sein Kind ein schönes Hörspiel kaufen möchte, der greife lieber auf Bibi-Titel zurück wie “Die verhexte Hitparade”, “Auf der Märcheninsel” oder “Dreimal Schwarzer Kater”.

(Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de.)

Synchron-Schauspielerin Arianne Borbach: Spielen für Kinder macht Spaß!

Von Benjamin Vahldiek

Sie ist Uma Thurman, Catherine Zeta-Jones, Milla Jovovich, Cate Blanchett oder Tilda Swinton in einer Person…

Nein, die Dame ist nicht schizophren. Sie ist Schauspielerin. Und sie ist die deutsche Synchronstimme vieler Superstars. Ich rede von Arianne Borbach, die bereits über 500 Synchronrollen gesprochen hat…

und die ich interviewen durfte!

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Die vielseitige Künstlerin wurde auf dem Nationalen Spielfilmfestival der DDR als beste Darstellerin ausgezeichnet und erhielt 2009 den Synchronpreis “Die Silhoutette” für herausragende schauspielerische Leistung im Film “Der Nebel”. Klingonische Sätze lieferte sie bei ihrer Arbeit für “Raumschiff Voyager” ab.

Auch Kindern und Jugendlichen dürfte ihre Stimme bestens bekannt sein: In der TV- und Hörspielserie “Bibi und Tina” spricht sie die resolute Reiterhof-Besitzerin Susanne Martin, im Zeichentrick-Hit “Jim Knopf” gab sie grandios eine Dämonenschwester und in den aufwendig produzierten Audio-Abenteuern von Titania Media (z. B. Gruselkabinett) ist sie in vielen Hauptrollen als Geist, Vampir oder Geliebte zu hören.

Zahlreiche weitere Hörspiel- und Fernsehrollen (“Wolffs Revier”, “SOKO 5113″, “Unser Charly”, “Hallo, Oncel Doc”) kommen hinzu.

Welches sind die Helden deiner Kindheit? Warum?

Auweia! Sorry, aber das weiß ich so aus dem Kopf nicht. Einige jedenfalls. In der DDR haben wir wunderbare Hörspiele produziert. In besonderer Erinnerung geblieben ist mir zum Bespiel „Das hässliche junge Entlein“, die Geschichte der alten Ente, die mal eine Affäre mit dem schönen Schwan hatte. Sehr rührend und lustig! (Sie fängt an zu schnattern) „Ich bin `ne alte Ente!“ Leider besitze ich diese Aufnahme nicht mehr. Hab die Kassette mal verschenkt und nie wiederbekommen.
Auch hab ich auch die Schallplatte vom „Feuerzeug” leider nicht mehr. Die Inszenierung war von AMIGA – das war auf der Rückseite vom Reichstagsgebäude, wo du dich ausweisen musstest, weil es ja im Sperrgebiet lag. Da gab ich die herumwundernde Prinzessin und der großartige Hans-Jürgen Hürrig den Helden. Ich dachte nur „Wo bin ich? Was geschieht mit mir?“

Naja, und dann durfte ich vor einigen Wochen „Bettina bummelt” für eine CD lesen. Elizabeth Shaw. Eine ganz kurze liebevolle Geschichte.

Als die Anfrage von „Lübbe“ kam, konnte ich nur antworten: „Herzlich gern! Und Sie brauchen mir auch nicht den Text zu senden“. Denn ich besitze das Buch „Mehr Geschichten für Kinder“ selbstverständlich.
Ich möchte dazu sagen, dass ich ein Jahr ehrenamtlich über das Bürgernetzwerk Bildung in einer Kita als Lesepatin gearbeitet hab, und „meine“ kleinen Mäuse „Der kleine Angsthase“ sowas von geliebt haben! Sie wollten die Geschichte immer und immer wieder vorgelesen bekommen.

Was ist das Besondere an deiner Arbeit, wenn Kinder das Publikum sind? Gibt es Unterschiede zur Arbeit mit Skripten für Erwachsene?


Ich war nach dem Studium an der „Schauspielschule Ernst-Busch“  sieben  Jahre am „Zentralen Kinder- und Jugend-Theater der DDR“ in Berlin  – es hieß damals noch „Theater der Freundschaft“). Mein Engagement dort ging bis 1992. Dann hab ich ganz viel gedreht, gearbeitet – und so „nebenbei“ meine beiden Kinder geboren und großgezogen.

Ja! Es gibt natürlich Unterschiede bei bzw. mit der Arbeit für Kinder oder Erwachsene. Ich hab da immer eine besondere Verantwortung gesehen. Wenn du ein Kind bei seinem ersten Theaterbesuch vergraulst, wird es NIE wieder Lust auf Kunst und Kultur haben! Mit meiner Einstellung bin ich leider an diesem Theater angeeckt. Aber ich wollte dort sowieso nicht alt werden.

Gern wird gesagt „Kinder sind ein kritisches Publikum“.  Ha! Was für ein Quatsch! Die sind einfach unverdorben und spüren, wenn du nicht mit deiner ganzen Seele fit bist und Emotionen bloß vorspielst. Dann kann es einem schon passieren, dass ein Saal von 500 Kindern explodiert. Und laut wird! Und dann höre ich noch meine Kollegen: „Ist ja ein Scheißpublikum heute!”… Ich bin gegen Wände gerannt und hab gekämpft.
Ich hab die Gerda in der „Die Schneekönigin“ bestimmt drei Jahre lang gespielt. Eine Rolle, die mir nicht so besonders viel abverlangt hat. Ich fand sie eher nur langweilig. (Arianne reißt die Augen auf und wedelt mit den Armen herum…) „Ooooh! Rumwundern! Wo ist mein Kai?“ Aber die Kinder haben mich zutiefst geliebt!
Lady Milford im Abendspielplan hat mich natürlich mehr herausgefordert. Dennoch: Spielen für Kinder – das macht großen Spaß!

Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews mit mehr Infos über “Bibi und Tina” oder “Titania Hörspiele”.

Bibi Blocksberg 105: “Die Hexenküche” – fast so schön wie früher

Von Benjamin Vahldiek

Inhalt

Bibi und ihre Mitschüler sind enttäuscht: Der Bürgermeister hat die Zuschüsse für Klassenfahrten gestrichen und die nächste Reise muss ausfallen. Doch auf der „Neustädter Woche des guten Geschmacks“ kann man eine Reise gewinnen – als ersten Preis des Kochwettbewerbs. Ob Bibi, Moni und Marita den mit Gerichten aus ihrer Hexenküche ergattern können?

Buch: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen

Sprecher

Bibi Blocksberg: S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg: G. Streichhahn
Marita: U. Hugo
Moni: J. Ziffer
Bürgermeister: R. Hemmo
Pichler: W. Herbst
Karla Kolumna: G. Fritsch
Frau Müller-Riebensehl: E.-M. Werth
Theobald Trüffel: K. Lochthove
Bastien Bistro: P. Doumeyrou
Erzähler: G. Schoß

Erschienen bei: KIDDINX

Spieldauer: 46 min

Altersempfehlung: ab 4 Jahre

(Inhalt, Informationen und Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de)

 

Man möchte sie gleich noch einmal hören!

Nach einer etwas längeren Durststrecke – die Nummern 102 „Die Ballett-Tanzgruppe“ und 103 „Der Hexenschatz“ waren für mich ein weiterer Tiefpunkt der Serie – ist das aktuelle Abenteuer mit der kleinen Hexe ein absoluter Überraschungserfolg!

Die Handlung ist schlüssig, abwechslungsreich und teilweise richtig komisch, ohne dabei jedoch ins Klamaukige abzurutschen. Es ist erstaunlich, dass fünf Minuten mehr Spielzeit bereits ausreichen, um die seit einiger Zeit störend auffallende Hektik aus den Folgen zu bekommen: So ist das Ende dieses Mal weniger abgehackt und auch zwischenzeitlich gibt es immer mal wieder kleinere Verschnauf-Elemente, in etwa, wenn Bibi kurz vorm Einschlafen im magischen Kochbuch liest.

Das erinnert alles ziemlich stark an die guten alten Elfie-Donnelly-Folgen aus den 80er-Jahren. Daumen hoch, auch wenn ich weiß, dass die bereits 2011 als Special beim Elektromarkt „Saturn“ erschienene und nun in die Bibi-Reihe integrierte Folge 106 „Der verrückte Staubsauger“ qualitativ wieder gehörig abfällt.

Ebenfalls gefällt mir, dass Kiddinx endlich vom Harry-Potter-Zug abgesprungen zu sein scheint: Seit einiger Zeit macht unsere kleine Hexe wieder Neustadt unsicher und erlebt Geschichten mit ihren Freunden, Eltern, Karla Kolumna und dem Bürgermeister, anstatt mit den schrillen, nervigen Junghexen auf magische Inseln zu reisen oder Drachen herbeizuzaubern. In „Die Hexenküche“ liefern sich Bibi nebst ihren Freundinnen Moni und Marita einen kulinarischen Wettkampf auf dem Neustädter Marktplatz – unter anderem gegen das „Bürgermeisterchen“, wie Karla zu sagen pflegt. Dass die Spitzen, die sich beide wieder an den Kopf werfen, bei mir nicht so recht zünden, liegt an der Neubesetzung Roland Hemmo. Er kommt nicht einmal ansatzweise an den großartigen Heinz Giese, auch bekannt als General Forbet in der Science-Fiction-Hörspielserie „Jan Tenner“, heran. Gieses Bürgermeister war weniger aggressiv, dafür jedoch immer leicht cholerisch und kindisch – er hat sich viel schöner über Karlas freche Klappe geärgert.

Auch Bibis neue Mutter Gabriele Streichhahn, die das große Erbe von Hallgard Bruckhaus angetreten ist, überzeugt mich nicht. Sie klingt für mich, als kenne sie ihren Text nicht und betont ihre Sätze kaum.

Uschi Wolf und Julia Ziffer als Marita und Moni können aus ihren Rollen nicht mehr herausholen: Sie wurden glattgebügelt, beide Charaktere sind völlig austauschbar. Nichts ist beispielsweise mehr zu spüren von Maritas ehemaliger Zickigkeit.

Und auch dieses Mal lassen mich allzu offensichtliche Telling Names innerlich aufstöhnen: Theobald Trüffel oder Bastien Bistro – das ist mir zu plump.

Aber nun genug gemotzt. Schließlich rezensiere ich hier nicht Thomas Mann oder Arthur Schnitzler, sondern ein Hörspiel, das in erster Linie für Kinder gedacht ist. Und da kann ich nur sagen:

„Bibi Blocksberg und die Hexenküche“ ist seit den 90er-Folgen eine der allerbesten und daher wärmstens zu empfehlen, wenn eine gewaltfreie und saukomische Geschichte im CD-Player landen soll

Zum Schulbeginn: Abenteuer mit Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg rund um die Schule

Von Benjamin Vahldiek

Als mein Cousin Felix noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen ist, konnte er nicht einschlafen, ohne dass ein Hörspiel des sprechenden Elefanten Benjamin Blümchen oder der kleinen Hexe Bibi Blocksberg im Kassettenspieler lief.

Und da seine Eltern den Fehler machten, ihn in der Besucherritze des Ehebettes nächtigen zu lassen, mussten sie sich das “Törööö!” des sympathischen Dickhäuters, das Hex-Hex-Pling-Pling oder das schrille “Hallöchen!” der rasenden Reporterin Karla Kolumna jedes Mal mit anhören.

Mittlerweile ist Felix 20 Jahre alt, lebt in Holland in einer Kommune, ist wild gepierct, tätowiert und schläft schon lange nicht mehr, sondern macht die Clubs unsicher…

Seine mittlerweile über 50 jährigen Eltern allerdings brauchen jeden Abend ein Blümchen- oder Bibi-Hörspiel zum Einschlafen. ;-)

Damit ist klar: Benjamin und Bibi begeistern Jung und Alt.

Zum Schulstart gibt’s eine Übersicht über die besten Schulfolgen der symapthischen Hörspielhelden. 

 

Benjamin Blümchen

Benjamin Blümchen und die Schule

Otto kommt zu Benjamin in den Zoo und erzählt ihm, dass sich die Lehrerin seiner Schwester den Knöchel gebrochen hat. Doch schulfrei gibt es nicht – der Hausmeister soll als Ersatzlehrer unterrichten. Das ist sehr schlimm, denn der Mann kann Kinder nicht leiden. Was nun? Da hat der liebste Elefant der Welt eine tolle Idee.

Nicht ohne Grund handelt es sich bei dieser Episode um eine der am besten verkauften Benjamin-Folgen. Es ist einfach nur rührend, wie liebevoll Neustadts Elefant sich um die Schüler kümmert und auf spielerische Art und Weise Wissen vermittelt. Somit lernen auch die kleinen Hörer eine ganze Menge dazu!

Die Verkehrsschule

Benjamin fühlt sich heute gar nicht wohl im Zoo. Es ist viel zu voll. Als ihm auch noch ein Junge mit seinem Roller über den Fuß fährt, hat Benjamin genug. Er stellt Verkehrsschilder und Ampeln auf. Doch die Zoobesucher beschweren sich: Die Verkehrszeichen müssen wieder weg. Aber wohin? Da hat jemand eine richtig gute Idee!

Eine gute halbe Stunde Verkehrserziehung ganz ohne erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit viel Wortwitz und lustigen Einfällen unseres Benjamins. Ein Highlight sind die liebenswerten Sticheleien zwischen Otto und seiner Cousine Kiki.

 

Benjamin Blümchen als Busfahrer

Der Schulbusfahrer von Ottos und Stellas Schule ist krank. Benjamin springt für ihn ein und seine Freunde helfen ihm dabei. Otto und Stella stehen sogar früher auf, um ihn zu begleiten. Eine Testfahrt läuft gut, aber am ersten Tag kommt Benjamin gleich zu spät mit den Kindern. Das darf nicht sein! Ob er eine zweite Chance bekommt?

Nach langer Durststrecke ist dies eine der besseren neuen Folgen, denn sie thematisiert das traurige Thema Trennung der Eltern. Endlich geht es einmal nicht um Spaßmaschinen oder alberne Abenteuer im Weltraum. Schade, dass Benjamin und Otto seit Folge 100 mit Stella ein sehr unsympathischer, weil allzu besserwisserischer, Charakter an die Seite gestellt wurde. Ebenfalls fallen die im Vergleich zu früheren Folgen mittelmäßigen Leistungen der Sprecher in den Nebenrollen negativ auf. Dennoch ein Trend nach oben und für echte Fans sicherlich lohnenswert.

 

Bibi Blocksberg

Hexerei in der Schule

Natürlich ist Bibi Blocksberg noch keine fertige Hexe, doch einen Hexenbesen hat sie schon. Und von ihrer Mutter lernt sie immer neue Hexsprüche. Obwohl Vater Blocksberg mächtig schimpft, stellt sie damit eine Menge Unfug an. Als sie eines Tages die Nase ihres Lehrers verhext, gibt es große Schwierigkeiten.

Eines der ersten Bibi-Abenteuer aus der Feder der Serien-”Mutter” Elfie Donnelly. Was die kleine Hexe mit ihren Zaubersprüchen in der Schule für eine Riesenkatsastrophe anstellt und wie sie sich bemüht, ihren Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen, ist ein gewaltiger Spaß für Groß und Klein.

Bibis neue Freundin

Moni ist neu in der Klasse. Weil sie so komisch angezogen ist, wird sie von allen verspottet. Auch Bibi mag Moni nicht. Warum muß die “doofe Neue” ausgerechnet den Platz neben ihr bekommen?! Zu Hause spricht Bibi mit ihrer Mutter darüber. Und plötzlich wird sie nachdenklich. Ist Moni vielleicht doch nett?

Auf sensible Weise wird Kindern näher gebracht, weshalb es sich lohnt, bei Menschen, die man zu Beginn vielleicht blöd findet, noch einmal genauer hinzusehen. Und dann entwickelt sich vielleicht sogar eine gute Freundschaft. Sehr mutig, die Themen häusliche Gewalt und Vernachlässigung in die Serie einfließen zu lassen und altersgerecht aufzuarbeiten!

 

Der Schulausflug

Bibi Blocksberg macht mit ihrer Klasse einen Schulausflug. Schon die Fahrt zum Schullandheim ist toll, denn Bibi macht ein paar lustige Hexereien. Als aber der Heimleiter die Hausordnung vorliest, geht die Stimmung auf Null. Dagegen müsse Bibi unbedingt etwas tun, meinen alle. Und schon geht der Spaß weiter.

Hier lernen Kinder, wie toll ein Ausflug mit der Klasse ist und welch spaßige Dinge man erleben kann. Bibis Hexereien sind wahnsinnig komisch und ihre Erlebnisse helfen dabei, die Angst zu nehmen vor dem Übernachten in einem fremden Bett.

Die schwarzen Vier

In der Schule geschehen merkwürdige Dinge: Alle Schüler suchen ihren linken Schuh, das Klassenbuch ist verschwunden, und der Lehrer klebt am Stuhl fest. Auch dem Herrn Direktor wird übel mitgespielt. Kein Wunder, daß Bibi Blocksberg verdächtigt wird. Das macht sie ziemlich böse, und sie beschließt, den Fall aufzuklären.

Eine äußerst spannende Folge – gerade für jüngere Hörer. Wer steckt hinter den Schulstreichen? Hier gibt es keine Schwarz-Weiß-Malerei, die Motive der Täter sind in gewisser Weise nachvollziehbar und regen zum Nachdenken darüber an, wie man seine Freizeit so nutzen kann, dass niemand zu Schaden kommt.

Das Schulfest

Bibi macht die Englischstunde keinen Spaß. Sie meint, Frau Weber, die Lehrerin, sei immer so “gemein” zu ihr. Als Bibi der Kragen platzt und sie Frau Weber an die Lampe hext, wird alles noch schlimmer. Doch dann hat Bibi eine Idee: Zum Schulfest wird sie ein Theaterstück aufführen. “Die Englischstunde” soll es heißen.

Dies ist eine meiner Lieblingsfolgen der kleinen Hexe. Eltern jüngerer Kinder sollten beim ersten Anhören jedoch unbedingt dabei sein. Was soll man als Schüler tun, wenn eine Lehrerin ungerecht, streng und cholerisch ist und einem die Erwachsenen nicht glauben wollen? Eine mutige Themenwahl!

 

Das Sportfest

Bibi kann zwar prima auf ihrem Besen fliegen, doch besonders sportlich ist sie nicht. Da ist es kein Wunder, daß sie sich auf das Schulsportfest nicht freut. Als die hochnäsige Marita dann jeden Wettkampf gewinnt, wird sie ganz schön sauer. “Na gut, das ändere ich”, beschließt Bibi und beginnt eine verrückte Hexerei.

Wer Sportfeste und Wettkämpfe hasst, kommt hier voll auf seine Kosten. Und während Bibi zunächst nur Chaos anrichtet, so haben nach und nach alle Spaß an ihren Hexereien und finden es gar nicht mehr schlimm, nicht zu gewinnen. Kinder lernen bei “Bibi und das Sportfest”, dass es auf das Dabeisein ankommt und jeder wertvoll ist.

Der Flohmarkt

Bibi will einen Flohmarkt veranstalten, denn sie und ihre Freunde haben viel Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen. Wenn sie das verkaufen, kommt bestimmt eine Menge Geld zusammen, und alle Schüler können an der geplanten Klassenfahrt teilnehmen. Doch leider ist der Bürgermeister gegen Bibis Plan.

Was man alles erreichen kann, wenn man nicht allein kämpft, sondern sich zusammentut, wird in dieser witzigen Geschichte gezeigt. Die Reibereien zwischen der rasenden Reporterin Karla Kolumna und dem Herrn Bürgermeister sind der Brüller.

Der Blaue Brief

Bibis Versetzung ist gefährdet. Den blauen Brief von der Schule hat sie abgefangen, geöffnet und in Asche verwandelt. Doch sie braucht Barbaras Unterschrift darunter. Leider kann Bibi den Brief nicht mehr zurückverwandeln.

Aus Angst vor Ärger verwickelt sich unsere Lieblingshexe immer mehr in ein Lügennetz, aus dem sie fast nicht mehr herauskommt. Dass es besser ist, die Flucht nach vorn anzutreten und zu seinen Fehlern zu stehen, wird auf spannende Weise in dieser Folge näher gebracht.

 

Die neue Schule

Bibis Schule platzt aus allen Nähten: Zu enge Räume, der Schulhof viel zu klein. Sogar die ungeliebte Mathelehrerin schreibt Beschwerdebriefe ans Rathaus. Aber einen Neubau lehnt der Bürgermeister ab. Bibi und Karla Kolumna kämpfen gemeinsam für eine neue Schule und gegen die Tricks des Bürgermeisters.

Die Lage scheint aussichtslos, aber durch die Hilfe der Mitschüler und den Sinneswandel der eigentlich besonders sturen Lehrerin Frau Müller-Riebensehl gibt es schließlich doch noch ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende. Bis es soweit, ist vergeht eine spannende und witzige Hörspielstunde.

 

Cover und Inhaltsangaben mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de.

Im Galopp ins Abenteuer…

Bibi und Tina Folge 71: “Falsches Spiel mit Alex”

Mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de

Bibi, Tina und Alex freuen sich auf das Falkensteiner Distanzreiten. Sie wollen als Team antreten. Da kommt Elisabeth, die Tochter einer Freundin des Grafen, überraschend zu Besuch. Sie will ebenso beim Rennen mitmachen, aber alleine geht das nicht. Also beschließt sie, Alexander für sich zu gewinnen. Ob ihr das gelingt?

Rezension von Benjamin Vahldiek:

Ende der 80er Jahre war die Welt für uns Kinder noch in Ordnung: Wir hatten weder Internet noch Handy, über neue Produkte erfuhren wir erst durch Werbung in der Zeitung bzw. im Fernsehen. Oder aber wir entdeckten tolle neue Sachen direkt im Schaufenster. So war es bei mir mit der Hörspielfolge „Bibi Blocksberg auf dem Reiterhof“, die plötzlich in den Auslagen des Kassettenhändlers meines Vertrauens lag.

Meine kleine Lieblingshexe wird ihrem Besen „Kartoffelbrei“ untreu, um sich auf einen Pferderücken zu schwingen? Oh je, das ist doch Mädchenkram!

Zum Glück konnten sich meine Vorurteile nicht bewahrheiten: Regisseur Ulli Herzog, der die Geschichten der Bibi-Erfinderin Elfie Donnelly weitererzählte, schuf eine wunderbare ländliche Parallelwelt zum urbanen Neustadt und führte mit Reiterhof-Familie Martin sowie dem Grafen von Falkenstein samt „Söhnchen“ Alex vielschichtige neue Charaktere. Finanzielle Probleme, Familienzusammenhalt oder der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur waren genauso präsent, wie das „Mädchenthema“ Pferde.

Nach drei Reiterhofgeschichten, die innerhalb der Bibi-Blocksberg-Reihe erschienen, entstand 1991 mit „Bibi und Tina“ eine mehrfach preisgekrönter Spin-Off, der sich noch heute großer Beliebtheit erfreut – nicht nur bei kleinen Mädchen, sondern auch bei deren Brüdern… und Eltern!

Mit „Falsches Spiel mit Alex“ ist jüngst die bereits 71. Bibi-und-Tina-Folge herausgekommen. Und es ist bemerkenswert, wie frisch die Serie nach über 20 Jahren noch ist und welch hohe Qualität die Drehbücher haben. Während ich bei Kiddinx´ großem, grauen Helden Benjamin Blümchen bedaure, dass sich die Geschichten im Gegensatz zu damals sehr stark vereinfacht haben, um eine noch jüngere Zielgruppe anzusprechen und während bei Bibi Blocksbergs Solo-Abenteuern leider keine parallelen Handlungsstränge mehr stattfinden, bietet „Bibi und Tina“ noch immer das, was die Reihe schon damals ausmachte: Die Dialoge sind glaubwürdig, Konflikte oder Unvorhergesehenes verhindern eine zu geradlinige Erzählweise. Man lässt sich Zeit für ruhige Momente, Gespräche zwischen den Freundinnen Bibi und Tina, Beschreibungen von Charakteren, Orten und Stimmungen. All dies sorgt dafür, dass Kinder sich die akustische Reiterhof-Welt bildhaft sehr gut vorstellen können und eine Beziehung zu den Figuren aufbauen – mehrfaches Anhören ist garantiert.

„Falsches Spiel mit Alex“ bietet einen ausgewogenen Mix aus vertrauten und neuen Elementen: Ein Distanzreiten fand zuvor in der Serie noch nicht statt (und so habe sogar ich noch etwas dazugelernt!) und mit Elisabeth lernen wir eine weitere Verwandte des Grafen Falko von Falkenstein kennen. Vertraut hingegen – zum Beispiel aus Folgen wie „Der Liebesbrief“ oder „Die falsche Freundin“ – sind Themen wie Tinas Eifersucht, Missverständnisse und kleinere Intrigen. Dies stört jedoch in keiner Weise und es ist schön, dass es nach einigen Folgen, in denen alle möglichen Waldtiere im Vordergrund standen, wieder „menschelt“ und knistert. Ohne zu viel von der Handlung zu verraten: Im Finale geht es noch höchst turbulent zu.

Bis auf Joachim Nottke hören wir noch immer die Stammschauspieler: Sie alle machen ihre Sache sehr gut und kennen ihre Texte. Während in vielen aktuellen Zeichentrick-Sendungen eine überdreht-quietschende Synchronisation an der Tagesordnung ist, achtet Kiddinx bei „Bibi und Tina“ auf Authentizität, so dass Kindern eine Identifizierung mit den Charakteren leicht gelingt. (Kritisch sei angemerkt: Warum findet dies nicht auch wieder verstärkt bei „Benjamin Blümchen“ statt? Hier fallen seit einiger Zeit Übertreibungen bei der Betonung oder der Ersatz von wirklichen Tiergeräuschen durch Sprecher, die diese mehr schlecht als recht nachahmen müssen, negativ auf.)

Leider kann mich „Elisabeth“ Ina Gercke nicht überzeugen: Ihre Sätze klingen zum Teil abgelesen und ihre leicht kratzige Stimme passt eher zu einer kleinen Hexenfreundin Bibis als zu meiner Vorstellung einer „höheren Tochter“ von 14 Jahren. Schade auch, dass dieses Mal die hervorragende Evelyn Meyka als Frau Martin nicht dabei ist, allerdings tröstet der Gastauftritt Lutz-„Jan-Tenner“-Riedels ein wenig darüber hinweg.

Alles in allem handelt es sich bei Folge 71 um ein gelungenes neues Abenteuer der beiden Freundinnen: Die Handlung ist gewaltfrei und Kindern wird aufgezeigt, dass sich Ehrlichkeit am Ende immer auszahlt.

„Falsches Spiel mit Alex“ ist ab sofort überall im Handel oder direkt im Kiddinx-Shop erhältlich.

Altersempfehlung: ab 6 Jahre

Buch: Markus Dittrich
Regie: Angelika Maiworm

Sprecher:

Bibi Blocksberg: Susanna Bonaséwicz
Tina Martin: Dorette Hugo
Alexander v. Falkenstein: Sven Hasper
Graf v. Falkenstein: Eberhard Prüter
Elisabeth v. Thurm: Ina Gercke
Friedhelm v. Strauch: Lutz Riedel
Erzähler: Gunter Schoß

Bild und Inhaltsangabe mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de