Die drei Fragezeichen Folge 159: „Nacht der Tiger“

Dieser Drei-Fragezeichen-Tiger ist zum Glück nicht zahnlos!



Wer ist der unbekannte Auftraggeber im neuen Fall der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach? Wie von Geisterhand erscheinen verschlüsselte Botschaften auf dem Computerbildschirm in der Zentrale. Justus‘ Ehrgeiz ist geweckt und die drei ??? beginnen zu ermitteln. Sie lösen die komplizierten Rätsel des Unbekannten und folgen seiner Spur. Dabei werden die drei Jungen immer tiefer in dubiose Machenschaften verstrickt. Als sich herausstellt, dass ein guter Freund von ihnen als Täter infrage kommt, stehen Justus, Peter und Bob vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie ihren Freund ausliefern oder der Polizei die Wahrheit verschweigen? Justus fasst einen Plan – und die drei ??? entdecken das Unvorstellbare in der ‚Nacht der Tiger’…

Besetzung

Erzähler                  Thomas Fritsch
Justus Jonas            Oliver Rohrbeck
Peter Shaw             Jens Wawrczeck
Bob Andrews          Andreas Fröhlich
Tante Mathilda       Karin Lieneweg
Onkel Titus              Andreas Beurmann
Inspektor Cotta      Holger Mahlich
Caroline Cotta        Michaela Mahlich
Morton                     Andreas von der Meden

(Infos mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de)

Die Buchvorlage zum neuesten Hörspiel der drei Detektive Justus, Bob und Peter stammt von Marco Sonnleitner. Da zuckt der eine oder andere Fan natürlich sofort auf, ist Sonnleitner doch dafür bekannt, immer eine Schippe zu viel des Guten draufzupacken und gehörig zu übertreiben, so dass seine Fälle total unrealistisch und zum Teil auch wirklich ärgerlich sind.

Nun, dieses Mal kann ich Entwarnung geben: „Nacht der Tiger“ ist nicht nur eine realistische Episode, es wird auch noch ordentlich Spannung geboten.

So kann es gern weitergehen, zumal auch die Motive für die Handlungen der Protagonisten nachvollziehbar dargestellt werden. Dem einen oder anderen mag allerdings das Knacken der Rätselnuss zu ad hoc kommen.

In der Sprecherriege tummeln sich die üblichen Verdächtigen – das ist durchaus positiv gemeint, schließlich ist es immer wieder ein Genus, solche Hörspiel-Veteranen wie Andreas von der Meden als Chauffeur Morton oder Karin Lieneweg als Tante Mathilda zu hören. Leider beschränken sich deren Einlagen auf wenige Sätze, während Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck den Hauptteil bestreiten. Man hört den drei Herren die Spielfreude deutlich an – für meinen Geschmack schießen sie aber zu oft über das Ziel hinaus und neigen zum Übertreiben. Das kann schon ein wenig nerven, wird jedoch durch die wirklich gute Handlung wett gemacht.

Fazit:

Folge 159 der Drei Fragezeichen ist wirklich gelungen und eine klare Kaufempfehlung. Hoffentlich ist die kommende Episode 160 „Geheimnisvolle Botschaften“ mindestens genauso gut!

Von Benjamin Vahldiek

Bibi und Tina Folge 72: Der geheimnisvolle Falke… lehrreich und schön!!

Von Benjamin Vahldiek

Das neue Hörspiel vom Martinshof beginnt geheimnisvoll

Bei einem Ausritt finden Bibi, Tina und Alex einen verletzten Falken und bringen ihn zu Förster Buchfink, wo er sich schnell erholt. Es stellt sich heraus, dass der Falke zahm ist und sich beim Förster sehr wohlfühlt. Die Kinder schließen das Tier schnell ins Herz. Doch dann erscheint ein Falkner und fordert das Tier zurück.

Spieldauer: 38 min
Altersempfehlung: ab 6 Jahre

Sprecher:
Bibi Blocksberg:
S. Bonasewicz
Tina Martin: D. Hugo
Alexander v. Falkenstein: S. Hasper
Graf v. Falkenstein: E. Prüter
Förster Buchfink: K.-P. Grap
Herr Motzke: F. Ciazynski
Erzähler: G. Schoß

Infos mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de

„Der geheimnisvolle Falke“ wurde in der Bibi-und-Tina-Fangemeinde sehr zwiespältig aufgenommen: Die erste Gruppe schrie „Laaaaangweilig“. Die zweite fand es schön, dass auf Hektik und zu viele kleinere Abenteuer bzw. Stationen innerhalb der Handlung verzichtet wurde. Ich gehöre zur letzteren Gruppe:

Gleich zu Anfang hab ich noch die Augen verdreht – zum gefühlten hundertsten Mal beginnt die Folge mit den bekannten Ausrufen: „Schneller, Amadeus!“ und „Tempo, Sabrina!… Siiiiiieeeeeger!“ Ein Wettreiten, wie originell! Aber ich kann Entwarnung geben, danach kommt wirklich mal was Neues:

An die Entdeckung des Falken schließt sich eine interessante Geschichte an über das Schloss Falkenstein. Vom Grafen höchst persönlich – wie immer sehr gut gesprochen von Eberhard Prüter – erfahren wir zum Beispiel, wie die adelige Residenz zu ihrem Namen gekommen ist. Aber auch Faktenwissen wird in dieser Folge sehr geschickt vermittelt und nicht mit dem Holzhammer in die Geschichte eingebaut: hier logischerweise viel über Falken und deren typischen Verhaltensweisen. Das ist allemal angenehmer als abgedroschene Bibi-und-Tina-Episoden wie „Retten die Biber“, in der Tiere als putzige Häuslebauer mit Hang zu Streichen vermenschlicht werden.

Trotz der knappen Spielzeit nimmt man sich die nötige Ruhe für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Obwohl erst in den letzten Minuten Action aufkommt, wird es keinen Moment langweilig – vorausgesetzt man erwartet keine temporeiche Geschichte mit wilden Reitereinlagen, Gekreische oder Rumgezicke zwischen Bibi und Tina.

Fazit:

Eine wirklich großartige neue Folge, die Eltern nicht nervt und Kindern auf angenehme Art Wissen vermittelt.

„Hanni und Nanni 39: Auf hoher See“ – das neueste Hörspiel von Enid Blyton’s Zwillingen sorgt für Urlaubs-Stimmung

Von Benjamin Vahldiek

Eine Kreuzfahrt auf einem Traumschiff? Nanni rümpft kritisch die Nase. Doch was anfangs wie öder Urlaub wirkt, entwickelt sich rasch zu einer Kette von aufregenden Ereignissen: Ein schwerer Sturm, ein Wiedersehen mit einem bekannten Rockstar, ein verschwundener Hund und die Folgen einer schweren Lebensmittelvergiftung sorgen auf dem Luxusliner für allerhand Trubel. Doch das ist noch längst nicht alles…

  • Erzähler: Lutz Mackensy
  • Hanni: Regine Lamster
  • Nanni: Manuela Dahm
  • Fizz: Kerstin Draeger
  • Roy Bernhard: Marcus Kaiser
  • Melanie: Katja Brügger
  • Irma Voncampe: Monika John
  • Elke Lemansky: Judy Winter

Inhalt und Cover mit freundlicher Genehmigung von Kühl-PR.

Kaum ist das neueste Hörspiel der Zwillinge Hanni und Nanni eingelegt, schon geht es ohne große Einleitung los: Wir befinden uns im Auto der Familie Sullivan, die sich auf den Weg macht zu einer Luxus-Kreuzfahrt. An Bord erleben die beiden Schwestern allerhand Überraschungen und kleinere Abenteuer – und das ist der wesentliche Unterschied zu sonstigen Episoden:

Anstatt einen längeren Handlungsstrang gibt es dieses Mal viele kürzere Geschichten. Sie sind zwar alle verbunden durch das Setting, könnten aber problemlos mit Pausen gehört werden, etwas häppchenweise für die Kleinen zum Einschlafen. Dies erinnert an die allerersten Folgen aus den 70er Jahren, wo Studio Europa noch die Original-Bände Enid Blytons umsetzte, und hat genau deshalb einen gewissen Charme. Schade allerdings, dass bei „Hanni und Nanni auf hoher See“ außer Mitschülerin Fizz niemand aus dem Internat Lindenhof dabei ist – abgesehen von einem witzigen Kurzauftritt der Lehrerin Elke Lemansky (wie immer köstlich in dieser Rolle: die große Judy Winter). Denn schon Vorgänger-Folgen wie „In ernster Gefahr“ oder „Gefangen im Eis“ hatten wenig zu tun mit den klassischen Hanni-und-Nanni-Themen Lehrer, Schulstreiche, neue Mitschüler und Mitternachtspartys. Zumindest ein paar mehr Klassenkameradinnen, zum Beispiel die altkluge Hilda, Kusine Elli oder die vorlaute Jenny, hätten gern mitgedurft auf den edlen Dampfer, um etwas mehr Schulflair aufkommen zu lassen.

Nach wie vor sind die Dialoge unheimlich hölzern: Niemand spricht im wirklichen Leben dermaßen verschachtelt, so dass eine Überarbeitung der Drehbücher gut getan hätte (bei anderen Europa-Produktionen wie beispielsweise „Fünf Freunde“ geht’s doch auch!). Konnten routinierte Sprecher wie Kerstin Draeger (Fizz) durch gute Betonung ansonsten immer noch etwas herausreißen, so geling das diesmal leider nicht immer: Gerade Draeger übertreibt hier stark und es ist anstrengend, ihr zuzuhören. Bemerkenswert, dass sogar Regisseurin und Nicht-Schauspielerin Heikedine Körting in ihrer Mini-Rolle als Sullivan-Mutter überzeugender ist.  Zum Glück gibt es auch routiniert-gute Leistungen von Hörspiel-Allzweckwaffen wie Katja Brügger als Assistentin des Rocksängers Roy Bernhard. Auch schön, Monika John – unter anderem bekannt als Schachkönigin in der beliebten Anime-Serie „Alice im Wunderland“ – mal wieder zu hören: Sie gibt eine herrlich verzweifelte, leicht schrullige Dame, die ihren Hund vermisst.

Fazit:

Alles in allem ist „Hanni und Nanni auf hoher See“ durchaus hörenswert, jedoch kein Highlight der Serie. Bleibt zu hoffen, dass man sich nicht noch weiter von Lindenhof entfernt und schon bald wieder mehr der bewährten und beliebten Zutaten dabei sind.

 

Lego Friends als Hörspiel: Folge 1 „Tierisch gute Freunde“

Von Benjamin Vahldiek

Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein.

Seit jeher steht die dänische Firma Lego in puncto Spielspaß eher im Fokus kleiner und großer Jungs. Eine Marke für Mädchen zu etablieren hat bisher noch nie so richtig geklappt.

Doch nach einer Entwicklungsphase von vier (!) Jahren brachte man dann die „Lego Friends“ heraus: eine Welt in Pink und Lila – natürlich nur für Mädchen. Und dies in der Hoffnung, an den unzerstörbaren Erfolg der Barbie von Mattel heranzukommen.

Bei den Lego Friends handelt es sich um Mia (der Tierfan), Stephanie (die Partymaus), Emma (das Fashion-Victim), Olivia (der Wissenschafts-Nerd) und Andrea (die Rocknudel). Alle wohnen sie in Heartlake City, wo es natürlich alles gibt, was Mädchenherzen höher schlagen lässt und Mami und Papi dazu nötigt, tief in die Geldbörse zu greifen: Café, Tierkrankenhaus, Reiterhof – selbstverständlich alles mit entsprechenden Accessoires wie Pferden, Kutschen, Vorgärten, Möbeln, Klamotten usw.

Dazu gibt es die passende am PC animierte TV-Serie auf Super RTL. Und um diese Serie nicht nur für den DVD-Vertrieb zu verwursten, bringt Sony Music seit Oktober auch noch Hörspiele mit den fidelen Girlies heraus. Sie sind adressiert an fünf- bis zwölfjährige Mädchen und die erste Episode trägt den Titel „Tierisch gute Freunde“:

Olivia (gesprochen von Lydia Morgenstern) ist die Neue im idyllischen Heartlake City und hat außer ihrem niedlichen Hund Scarlet (den Eltern ihren Kindern auch kaufen können!) niemanden zum Reden und Spielen. In ca. 40 Minuten erzählt das Hörspiel, wie sie ihre Lego Friends kennelernt.

Von der Vermarktungsstrategie kann man halten, was man möchte – das Hörspiel soll fair bewertet werden. Aber leider kann ich nicht allzu viel Gutes darüber sagen: Die Sprecherinnen der Lego Friends klingen alle gleich und übertreiben beim Betonen – man merkt die Anstrengung junger Frauen, die sich verkrampft bemühen, pubertierende Mädels darzustellen. Auch in puncto Musik gibt es nicht viel zu loben. Dass die nervigen Keyboard-Melodien auch während der Dialoge erklingen, ist anstrengend und es entsteht unnötige Hektik. Immerhin ist die Geräuscheffekte nett – Türengequietsche, Geschirrklappern… alles vorhanden.

Die Geschichte ist für die Zielgruppe gut nachvollziehbar und völlig gewaltfrei. Wer also einen echten Lego-Friends-Fan im heimatlichen Kinderzimmer hat, der kann getrost zuschlagen. 

Bibi Blocksberg Folge 106: Der verrückte Staubsauger

Von Benjamin Vahldiek

Für einen großen Elektromarkt erschien vor ca. einem Jahr die Sonderfolge „Bibi Blocksberg und der verrückte Staubsauger“. Dies ließ bereits Schlimmes erahnen – ein Staubsauger, der durchdreht? Das erinnert stark an die leicht nervige Bibi-Folge „Der neue Hexenbesen“, in der unsere kleine Hexe eigentlich nur schreiend und jammernd auf ihrem verbotenerweise bestellten Super-Turbobesen durch die Wolken knattert.

Nun, man kann beruhigt sein. Ganz so anstrengend ist die Staubsauger-Folge nicht. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass es sich hier um ein Highlight handelt. Dennoch hält diese Episode nun Einzug in die offizielle Bibi-Blocksberg-Hörspielreihe, und zwar als Nummer 106.

Die Handlung ist schnell erzählt: Bibi und ihre Freundin, das eitle Hexen-Girlie Flauipaui, besuchen einen Elektroladen, um sich ein Autogramm ihrer Lieblings-Band zu holen. Dabei hexen sie allerhand Blödsinn, werden dazu verdonnert, ihre Schandtaten wieder gut zu machen und sorgen somit mal wieder für ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende.

Gähn, wie langweilig. Die beiden Mädels wandern von Station zu Station (Verkauf, Lager etc.), verzapfen dort etwas und hier auch noch ein wenig… das ist nicht einmal ansatzweise lustig. Da reißen auch die guten Sprecher (eine Ausnahme bildet Bibis neue Mutter Barbara Blocksberg, Gabriele Streichhahn: Sie klingt, als hätte sie sich vor der Aufnahme eine doppelte Portion Valium reingezogen) wie Susanna Bonaséwicz als Bibi nichts mehr heraus.

Was die Folge für Insider jedoch hörenswert macht: „Bruder Boris“, aka Frank Schaff-Langhans, wurde ins Tonstudio zurückgeholt und spielt einen Verkäufer.

Wer keine Lücke in seiner Sammlung haben will, der kann zugreifen. Wer für sein Kind ein schönes Hörspiel kaufen möchte, der greife lieber auf Bibi-Titel zurück wie „Die verhexte Hitparade“, „Auf der Märcheninsel“ oder „Dreimal Schwarzer Kater“.

(Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de.)

TKKG Folge 178: Hai-Alarm im Aquapark

TKKG und kein Ende: Der Dauerbrenner geht in die nächste Runde

 

Inhalt:

Der neu eröffnete Aquapark in der Millionenstadt zieht nicht nur TKKG in seinen Bann! Als skrupellose Verbrecher ihn als Versteck nutzen, beginnt ein wahres Katz-und Mausspiel. Eine geheimnisvolle Schatzkarte taucht auf. Führt sie zum Versteck der Diebesbeute? Alles wird zur Nebensache, als im Unterwassertunnel das Panzerglas zerbricht, hinter dem ein weißer Hai angriffslustig seine Zähne fletscht!

ASIN: B007RJJTYK

Wer beim Betrachten des Covers der aktuellen TKKG-Folge glaubt, er leide an einem Déjá-vu, kann sich beruhigen: Dem ist nicht so.

In der Tat wurde „Hai-Alarm im Aquapark“ bereits 2010 im Rahmen einer Sonderaktion für den Kaffeeröster Tchibo veröffentlicht. Fans der Serie, die eine lückenlose Sammlung im Regal stehen haben wollen, müssen somit zähneknirschend ein weiteres Mal ins Portemonnaie greifen. Andererseits hat es nie einen Sinn ergeben, warum ausgerechnet diese Episode im Gegensatz zur Folge Null „Das Geheimnis um TKKG“ oder zur von Schülern geschriebenen Geschichte „Die Schatzinsel mit den sieben Rätseln“ einen speziellen Status erhalten soll.

Veröffentlichungspolitik hin oder her: Das „neue“ TKKG-Abenteuer finde ich bei Weitem nicht so schlecht wie viele meiner Rezensenten-Kollegen.

Natürlich, die Täter sind mal wieder absolut klischeehaft dargestellt. Ja, der Hörer erfährt gleich zu Beginn, um wen es sich bei den Bösenwichten handelt. Und selbstverständlich gibt es auch bei den Charakterzeichnungen der Helden keinerlei Nuancierungen: Tim mimt den Helden mit der großen Klappe, Karl klugscheißert vor sich hin, Klößchen hat kaum Text, da er ständig den Mund voller guter Sauerlich-Schokolade hat und Gaby… nun Gaby ist immer noch das Mädchen.

Und mehr will ich auch gar nicht! Was TKKG seit mindestens 100 Folgen ausmacht und zum Glänzen bringt, ist der köstliche Trash-Faktor: aberwitzige Storys, unglaubliche Situationen, Schwarz-Weiß-Malerei. Alles absolut familientauglich und deshalb für jüngere Kinder genauso empfehlenswert wie für den ältesten Bruder, der abends einen Ausgleich zum Büffeln fürs Abi braucht und seinen Kopf mit etwas Seichtem entlüften möchte.

Besonders stark kritisiert wurde beim „Hai-Alarm“ der lange Einstieg. Und es stimmt, dass bis zur Hälfte der Spielzeit nicht wirklich viel passiert. Jedoch hat es mir Spaß gemacht, mit dem durchgeknallten jugendlichen Ermittlerteam durch den Freizeitpark zu schlendern und die Attraktionen zu erleben. Nicht zuletzt lag dies mal wieder an Regisseurin Heikedine Körting, die es schafft, durch passende Geräusche und gute Führung aller Schauspieler für die richtige Stimmung zu sorgen.

Zwar trauere ich noch immer der leider viel zu früh verstorbenen Ur-Gaby Veronika Neugebauer hinterher und kann mich nicht wirklich an ihre Nachfolgerin Rhea Harder, bekannt aus GZSZ „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“, gewöhnen, muss aber konstatieren, dass Harder ihre Sache ordentlich, wenngleich nicht spektakulär, macht.

Schön, dass der im Februar gestorbene Edgar Bessen hier noch einmal einen größeren Einsatz in seiner Paraderolle als Kommissar Glockner hat. Schon allein dieser Umstand stimmt mich versöhnlich, dass der „Hai-Alarm im Aquapark“ Einzug gefunden hat in die reguläre TKKG-Reihe.

Fazit:

Alles beim Alten. Wer nicht erwartet, dass bei TKKG das Rad neu erfunden wurde, bekommt eine gute Stunde trashig-schöne Hörspielunterhaltung für Jung und Alt und kann vom Urlaub im Beach-Resort träumen.

 

TKKG: Alles zu Stefan Wolfs Jugendbande

Tim, der Starke, Karl, der Computer, Klößchen, der Fresssack und Gaby… das Mädchen

Die vier Freunde Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind Figuren des Autors Stefan Wolf. Und wenn man die vier so sieht, könnte man sie für ganz normale Kids halten. Aber weit gefehlt! Zusammen sind sie TKKG! Die kleinen Meisterdetektive haben zusammen mit ihrem Hund Oskar den Erwachsenen schon so manches Mal gezeigt, was in ihnen steckt. Immer wieder geraten sie in die verzwicktesten Situationen – einmal stecken sie mitten in den Nachforschungen zu einem Juwelenraub, ein anderes Mal retten sie einen Popstar vor einer Entführung. Und weil die vier Freunde mutig und neugierig sind, legen sie so manchem Verbrecher das Handwerk und kommen jedem Schwindel auf die Spur.

Zielgruppe:

6-12 Jahre, Jungen und Mädchen gleichermaßen; 10% der Gesamthörer sind älter als 25 Jahre

Wann erschien das erste Buch?

Die ersten fünf Bände wurden 1979 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Wann wurde das erste Hörspiel veröffentlicht?

Die ersten fünf Hörspiele erschienen 1981 auf dem Label EUROPA.

Wie viele Folgen werden pro Jahr durchschnittlich produziert?

4 bis 6 Folgen

Bislang verkaufte Tonträger:

Stand August 2011: ca. 30 Millionen

TV- und Kino-Veröffentlichungen:

Von 1985 bis 1987 lief die zwölfteilige Serie „Ein Fall für TKKG“ im ZDF. Drehbuchautor war Stefan Wolf. 1992 waren die Freunde dann sogar mit „Ein Fall für TKKG – Das Drachenauge“ im Kino zu sehen. Von 1998 bis 2002 sendete der Kinderkanal „TKKG – Der Club der Detektive“. Ein Format mit einer Kombination aus Show, Talk und Musik, das seit 2005 wieder im Kika lief. Am 28. September 2006 startete der Film „TKKG und die rätselhafte Mind-Machine“ in den deutschen Kinos.

TKKG auf der Bühne:

Premiere am 02.10.2011: Westfälisches Landestheater „TKKG – Im Schloss der schlafenden Vampire“

Von 2007 bis 2009: Theaterstück „TKKG – Gefangen im Spukhaus!“ von Cocomico

Charakteristika/Beschreibung der Protagonisten:

Tim/Tarzan

Tim heißt eigentlich Peter Carsten, aber wie viele hat er einen Spitznamen. Früher wurde er von seinen Freunden Tarzan genannt, doch mit dem will er nicht mehr verglichen werden, seitdem er diesen „halbfertigen Bodybuilder“ in einem Film gesehen hat. Tim ist der „Anführer“ der TKKG-Bande. Er ist 14 Jahre alt, wirkt aber oft älter. Er ist sehr sportlich, besonders interessieren ihn Kampfsportarten. Seit zwei Jahren wohnt er in der Internatsschule und teilt sich ein Zimmer mit Klößchen. Tims Vater, ein Ingenieur, kam vor sechs Jahren bei einem Unfall ums Leben. Tims Mutter, die als Buchhalterin arbeitet, müht sich sehr, das teure Schulgeld für ihren Sohn aufzubringen. Tim ist der geborene Abenteurer, er hasst Ungerechtigkeit, mischt sich ein und riskiert dabei immer wieder Kopf und Kragen.

Karl

Karl sitzt im Unterricht neben Tim, wohnt aber nicht im Internat, sondern bei seinen Eltern in der nahen Großstadt. Karl Viersteins Vater ist Professor für Mathe und Physik an der Universität. Wahrscheinlich hat Karl von ihm das tolle Gedächtnis geerbt – aus dem er alles abrufen kann wie aus einem Computer, deshalb hat er den Namen Karl der Computer. Karl ist lang aufgeschossen und sehr schmal. Sportliche Einsätze sind nicht so seine Sache. Er kämpft lieber mit geistigen Keulen und fühlt sich bei den TKKG-Einsätzen zuständig für technische und wissenschaftliche Probleme. Wenn ihn etwas aufregt, putzt er sofort die Gläser seiner Nickelbrille – und das manchmal so heftig, dass er alle paar Monate eine neue braucht.

Klößchen

Willi Sauerlich wird Klößchen genannt, weil er so aussieht. Und für sein Aussehen gibt es einen Grund: Willi nascht. Schokolade ist für ihn Kraftnahrung – auch wenn er davon immer runder wird. Zusammen mit Tim bewohnt er im Internat die Bude „Adlernest“. Klößchens Vater ist Schokoladenfabrikant. Willi versteht sich bestens mit seinen Eltern, die im feinsten Viertel der nahen Großstadt leben. Er könnte die Internatsschule auch als „Fahrschüler“ besuchen, aber zu Hause in der pompösen Villa hat er sich immer nur gelangweilt, deshalb lebt er jetzt im Internat – und wird von Tim in die vielen haarsträubenden Abenteuer der TKKG-Bande mit hinein gerissen.

Gaby

Gaby muss sich als einziges Mädchen gegen die drei Jungs behaupten. Aber alle Trümpfe sind auf ihrer Seite: Intelligenz, Anmut, Selbstbewusstsein und Schlagfertigkeit, dazu blonde Haare und blaue Augen … Für Tim ist seine Freundin das schönste Mädchen der Welt. Er fühlt sich als ihr Beschützer – vor allem dann, wenn es gefährlich zugeht: ein sehr häufig wiederkehrender Zustand bei TKKG. Gabriele Glockner lebt bei ihren Eltern in der Stadt und besucht die 9 b der Internatsschule als Fahrschülerin. Gabys Vater ist Kriminalkommissar und ein väterlicher Freund der Jungs. Gabys Mutter – von Tim, Karl und Klößchen sehr geschätzt, betreibt ein kleines Lebensmittelgeschäft. Gaby liebt Tiere und lässt sich von Hunden gerne die Pfote geben – daher auch ihr Spitzname Pfote. Oskar, ihr schwarz-weißer Cockerspaniel, schläft auf ihrem Bettvorleger.

Oskar

Das inoffizielle fünfte Mitglied ist Oskar, Gabys schwarzweißer Cockerspaniel. Er ist auf einem Auge blind und ein treuer Begleiter der TKKG-Bande.

Und sonst noch?

1997 vermeldet der Pelikan-Verlag das 10millionste verkaufte TKKG-Buch.

2003 startet ein großer TKKG-Schulwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-8, die ein angefangenes Manuskript vollenden sollten. Die Gewinnerfolge „Oskar jagt die Drogendealer“ (Folge 139) erschien am 01. September 2003.

Im Frühjahr 2005 lief die fächerübergreifende Schulaktion „EUROPA sucht die Meisterdetektive“, an der sich mehr als 2.000 Schulklassen beteiligten.

(Hintergrundinformationen, Inhaltsangabe, TKKG-Logo und -Cover mit freundlicher Genehmigung von Kühl PR.)

Enid Blyton’s „Fünf Freunde“ Folge 97: Auf der Spur der Silberdiebe

Mit großen Schritten Kurs auf die 100. Folge

Von Benjamin Vahldiek

Inhalt:

Diesmal verbringen die Fünf Freunde ihre Ferien in Herne Bay, einem sonnigen Badeort, dereinst von Schmugglern erbaut wurde. Kaum sind sie angekommen, geraten sie selbst unter Verdacht, wertvolles Silber gestohlen zu haben. Sie müssen die wahren Diebe finden! Eine abenteuerliche Suche beginnt und bringt sie auf die Spur eines aufregenden Geheimnisses.

ASIN: B007O34RZK

 

Die Fünf Freunde geraten unter Verdacht

Enid Blyton’s berühmte Fünf erleben in ihrem 97. Hörspiel ein spannendes Abenteuer mit einer Diebesbande und werden hierbei zu Beginn sogar selbst bezichtigt, klebrige Finger zu besitzen und gestohlen zu haben. Um sich von dieser Anschuldigung reinzuwaschen, tun sie alles, die echten Täter zu überführen.

So viel kann ich schon im Vorfeld verraten: Das Hörspiel gefällt! Sehr sogar. Und das, obwohl nichts Neues geboten wird. Stattdessen vereint man die bekannten Rezepte zu einem durchaus schmackhaften Mahl: ein falscher Verdacht, eine Ferieninsel oder Geheimgänge finden sich in „Fünf Freunde auf der Spur der Silberdiebe“ genauso wie Schmuggler und nächtliches Herumschleichen in verbotenen Bereichen. So kenne und mag ich es.

Es erstaunt mich immer wieder, wie Studio EUROPA es dermaßen souverän gelingt, diesen Klassiker, der schon etliche Generationen von Kindern und Jugendliche begeistert hat, bei mittlerweile fast 100 Hörspielen auf konstant hohem Niveau zu halten. Besonders toll finde ich dabei den behutsamen Spagat zwischen Moderne und Nostalgie. So brauchen die Freunde Julian, Dick, Anne und George weder Handy noch Inernet, um ihre Fälle zu bestehen. Klamotten, Musik oder Pickelcremes spielen ebenfalls keine Rolle – das Größte für die vier und ihrem treuen Begleiter, dem Hund Timmy, ist immer noch eine Fahrradtour mit anschließendem Picknick.

Schon in den ersten Minuten fesselt die Geschichte mich an den CD-Player. Autorin Katrin McClean beschreibt den malerischen Ferienort detailliert und Regisseurin Heikedine Körting tischt einmal mehr alles auf, was ihr Fundus an Geräuschen hergibt: Stimmengewirr, Geschirrklappern, Schritte sorgen für eine grandiose Atmosphäre – die Verantwortlichen anderer Labels können sich von der Grande Dame der Märchen- und Abenteuer-Hörspiele eine gewaltige Scheibe abschneiden.

Die Besetzung der Nebenrollen ist exzellent: Tim Kreuer überzeugt als Dusty durch seine sehr natürliche Art zu sprechen. Sven Dahlem gibt einen herrlichen Mister Miller und über EUROPA-Mitarbeiterin Wanda Ostens Akzent in ihrer Mini-Rolle als Hausmädchen Estela konnte ich mich köstlich amüsieren.

Mit den aktuellen Sprechern der Hauptcast allerdings hatte ich schon immer leichte Probleme. Im direkten Vergleich fallen sie stark ab, denn sie klingen manchmal so, als würden sie ihren Text nur ablesen. Oder aber sie neigen zu übertriebenen Betonungen. Dieses Mal fällt das besonders auf bei Theresa Underberg alias Anne – man muss nicht jeden Satz so aufsagen, als wäre man Scarlett O‘ Hara aus „Vom Winder verweht“, die Red Butler anschmachtet.

Die Handlung ist spannend, dabei jedoch geradlinig , weshalb sie auch von jüngeren Hörern gut nachvollzogen werden kann. Das Ende ist plausibel und lässt keine Fragen offen. Sehr positiv, dass Kindern ganz nebenbei erklärt wird, was Zinken sind und wofür diese zum Einsatz kamen.

Fazit:

Alles beim Alten. Und das ist gut so! Die beliebten und typischen Fünf-Freunde-Elemente wurden einmal mehr gekonnt zu einer familientauglichen Hörspielfolge vereint. Die Serie hat trotz nahezu hundert Episoden nichts von ihrem Schwung eingebüßt. „Fünf Freunde auf der Spur der Silberdiebe“ landet garantiert öfter im CD-Player!

 

Alter der Zielgruppe:

6 – 10 Jahre

Gibt es eine Buchvorlage? Wenn ja, bei welchem Verlag?

Für die Folgen 1-29 ja, ab Folge 30 sind die Drehbücher exklusiv für EUROPA geschrieben worden. Die Bücher sind bei cbj (Random House) erschienen.

Wann erschien das erste Buch?

1942 in England

Wann wurde das erste Hörspiel veröffentlicht?

Am 01.01.1978

Berühmte Sprecher in Nebenrollen:

Judy Winter (als „Lynette“ in der Folge 68: „Und die Druiden von Stonehenge“)

Till Demtrǿder (als „Charlie“ in der Folge 72: „Auf der Spur der Entführer“)

Uwe Friedrichsen (als „Murphy“ in der Folge 85: „Und der verschwundene Wikingerhelm“)

TV- und Kino-Veröffentlichungen:

Es gibt zwei Real-Serien – jeweils mit 26 Folgen:

1978 wurde die erste Serie produziert mit den Schauspielern Gary Russell, Michele Gallagher, Marcus Harris, Jenny Thanisch u.v.a.

Anfang der 90er entstand die zweite Serie mit den Schauspielern Marco Williamson, Paul Child, Laura Petela, Jemima Rooper… Ausstrahlung war das letzte Mal 1998 bei Super RTL.

Charakteristika/Beschreibung der Serie:

Die „Fünf Freunde“ sind nicht nur gute Freunde, sondern sind auch bis auf Timmy den Hund, alle miteinander verwandt. George heißt eigentlich Georgina Kirrin und ist die Tochter von Fanny und Quentin Kirrin. Julian und Dick sind Georges Cousins und Anne ist ihre Cousine. Die „Fünf Freunde“ wurden sie durch einen Besuch in den Ferien im Felsenhaus. Zuerst war George nicht sehr begeistert von der Vorstellung, dass sie die Ferien mit den Cousins und der kleinen Cousine verbringen muss, aber das änderte sich bald, denn die „Fünf Freunde“ erlebten ihr erstes gemeinsames Abenteuer.

Die Fünf Freunde sind am liebsten draußen unterwegs: Im Wald, in den Bergen, im Moor, am Strand, auf See und auf ihrer geliebten Felseninsel. Mit ihrer Abenteuerausrüstung (Seil, Kompass, Kreide, Rucksack, Proviant…) sind sie immer gut vorbereitet wenn es gilt, verborgene Schätze zu finden, ungeklärte mysteriöse Rätsel und Phänomene zu lösen oder Diebe, Erpresser, Schmuggler, Entführer oder Saboteure zu überlisten.

Sie geraten dabei oftmals selbst in Bedrängnis und werden eingesperrt, entführt, sie verirren sich, geraten in Treibsand oder werden vom Nebel eingeschlossen. Wie große Abenteurer kennen sie sich jedoch sehr gut mit Knoten, Tierspuren, Notsignalen, Geheimschriften und versteckten Geheimgängen aus, so dass sie sich bisher aus jeder gefährlichen Situation retten konnten.

Abenteuerlustig wie sie sind, probieren auch gerne Neues aus wie tauchen, Hundeschlitten fahren oder Kutschen zu lenken.

Charakteristika/Beschreibung der Protagonisten:

George Kirrin

Georgina Kirrin möchte auf jeden Fall George genannt werden. Manchmal könnte man denken, sie wäre lieber als Junge geboren. Sie hasst es mit Puppen zu spielen oder zu kochen und klettert viel lieber in Ruinen herum oder rudert mit dem Boot zur Felseninsel. Diese Insel liebt George und sie fühlt sich dort zu Hause. Eigentlich mochte George gar keine Menschen um sich haben (die Ausnahme war der Fischerjunge Alf), bis zu dem Tag als sie Julian, Dick und Anne kennen lernt. Für die Familie und Freunde setzt sie sich ganz besonders ein. Manchmal kann sie allerdings auch ganz schön launisch und beleidigt sein. George sagt was sie denkt und eckt deswegen gelegentlich ganz schön an. Aber ihre Freunde kennen sie und mögen Georgina (Uuupps) so wie sie ist. Wenn die Fünf Freunde wieder ein neues Abenteuer erleben, ist George meist diejenige die, neben Julian, sagt wo es lang geht.

Timmy, der Hund

George und Timmy sind unzertrennlich! Timmy, der Mischlingshund mit dem langen Schwanz und dem großen Maul, hatte ein wahres Hundeleben, bevor er George traf. George fand Timmy im Moor und nahm ihn sofort mit nach Hause. Zuerst war noch alles in Ordnung und auch die Eltern von George mochten Timmy. Doch als er größer wurde, knabberte er alles an und wirbelte nur so durch das Haus, womit er die Eltern sehr störte. George musste den Hund leider weggeben. Zum Glück gab es Alf den Fischerjungen, bei dem George Timmy verstecken konnte. Letztendlich hat es Timmy dann doch noch geschafft, wieder in das Felsenhaus einzuziehen, schließlich ist Timmy ein ganz besonders schlauer Hund. Gleich im ersten Abenteuer der „Fünf Freunde“ schlägt er einen Verbrecher in die Flucht. Seitdem ist er ein festes Mitglied der Bande und die treue Seele an ihrer Seite.
Julian Kirrin

Julian ist der älteste der „Fünf Freunde“. Er ist mit seinen 12 Jahren ganz schön klug. Im Grunde ist er der Chef der Freunde und auch in heiklen Situationen behält er (fast) immer die Übersicht.. Er ist charmant und wortgewandt und kann auch Erwachsene schon mal sprachlos machen.  Julian ist allerdings kein Superheld und auch er hat seine kleinen Fehler. Sein Spürsinn ist nicht immer richtig und in Sachen Sport ist Dick ihm überlegen. Seine ab und zu rechthaberische und bevormundende Art kann George überhaupt nicht leiden, aber böse kann man ihm deswegen nicht sein. Wer weiß ob die „Fünf Freunde“, ohne Julian mit seiner diplomatischen Art überhaupt zueinander gefunden hätten.

 Anne Kirrin

Anne ist die Jüngste der „Fünf Freunde“ und das genaue Gegenteil von George. Sie ist 10 Jahre alt und liebt Puppen und schöne Kleider. Sie kocht gerne und probiert neue Rezepte aus. Sie kennt sich auch mit Pflanzen gut aus und ist eine gute Spurenleserin. Eigentlich mag sie viel lieber Ferien, die ruhig verlaufen und in denen man genügend Zeit zum Schwimmen gehen, Spielen und Ausruhen hat. Sie ist ein bisschen ängstlich aber wenn es darauf ankommt, dann schaut sie der Gefahr ins Auge und hilft so den anderen. Anne kann auch ganz schön clever und überrascht ihre Freunde immer wieder mit genialen Geistesblitzen, die ihnen helfen, des Rätsels Lösung zu finden.

Dick Kirrin

Dick ist der kleine Bruder von Julian, aber nicht der Jüngste der drei Kirrin – Geschwister. Meistens kann er es gar nicht mehr erwarten in die Ferien zu fahren und neue Abenteuer zu erleben. Für Dick sind Ferien ohne Abenteuer verlorene Zeit. Er ist 11 Jahre alt und der Spaßvogel der Fünf Freunde, er ist immer für einen Scherz zu haben. Dick hat einen scharfen Verstand, vergisst aber manchmal zu überlegen bevor er handelt. Trotz allem hilft er seinen Freunden oft aus einer kniffligen Situation und beweist immer wieder seinen Mut und seine Kombinationsgabe. Und natürlich muss bei jedem Abenteuer auch guter Proviant dabei sein! Vor allem für Schlemmerfreund Dick!

So hat sich die Serie inhaltlich entwickelt:

  • Die ersten 21 Folgen sind somit Kultfolgen geworden die auch erwachsene Hörer gerne sammeln. Die 22-29 sind eine Adaption der sehr traditionellen französischen Buchserie. Ab der Folge 30 setzt EUROPA in der Stoffentwicklung erfolgreich auf zeitlose Abenteuer für heutige Kinder.
  • Die Kinder behalten in der Serie das gleiche Alter (Julian 12, Dick und George 11 und Anne 10).
  • Aktuelle Technik wie Handy oder Laptop spielen keine Rolle. Die Fünf Freunde leben in einer zeitlosen Welt ohne technische Einflüsse, ohne Großstadtatmosphäre.
  • Sie lieben immer noch die Felseninsel, Geheimgänge und Fahrradrallyes… Beobachten und Recherchieren vorsichtig und ohne Gewalt, halten zusammen wie Pech und Schwefel und ergänzen sich charakterlich sehr gut.

Hintergrundinformationen, Inhaltsangabe, Logo und Cover mit freundlicher Genehmigung von Kühl PR.

Enid Blyton’s „Hanni und Nanni“ Folge 38: In ernster Gefahr

Krimi-Feeling bei Hanni und Nanni

Inhalt:

Die neue Mitschülerin Lea Groß kann einem schon leidtun. Sie ist sehr unsicher, dem Unterrichtsstoff kann sie nur schwer folgen und sie hält sich nicht für besonders attraktiv. Klar, dass Hanni und Nanni den Kontakt zu dem Mädchen aufnehmen, um sie in die Klassengemeinschaft einzubinden. Doch plötzlich wird es gefährlich! Ein Erpresserschreiben taucht auf, die Polizei erscheint und dann geraten die Zwillinge in eine Situation, in der sich die Frage stellt, ob sie den Lindenhof jemals wiedersehen werden…

ASIN: B00779GB1O

Cover und Inhaltsangabe mit freundlicher Genehmigung von Kühl PR.

Von Benjamin Vahldiek

Mitternachtspartys, Vertrauensschülerinnen und Medizin von der Hausmutter

„Hanni und Nanni“ dürften das wohl bekannteste Zwillingspaar der Kinder- und Jugendliteratur sein. Seit 43 Jahren erleben sie in vielen aufregenden Geschichten ihre Abenteuer auf dem Internat Lindenhof. Erfunden wurden die Sullivan-Geschwister von der britischen Erfolgsautorin Enid Blyton, aus deren Feder auch Klassiker stammen wie „Fünf Freunde“, „Dolly“, „Tina und Tini“ oder die „Rätsel“- und „Geheimnis“-Serie.

1972 startete das Hörspiellabel Europa die Vertonung der Bücher und holte sich Schauspielgrößen ins Studio wie den als „Märchenonkel“ titulierten Hans Paetsch oder die als „Hexe Schrumpeldei“ bekannte Marga Maasberg. Bis 1986 brachte es die Reihe auf 12 Hörspiele und wurde dann eingestellt. So war es für Hanni-und-Nanni-Fans ein kleiner Paukenschlag, als 2002 endlich neue Abenteuer auf MC und CD veröffentlicht wurden – und das sogar mit dem Stammensemble!

Dabei ist es den Autoren gelungen, den Sprung in die Neuzeit behutsam herbeizuführen: Hanni und Nanni gehören längst nicht mehr zu den Figuren aus der „Backfischliteratur“, in der Mädchen nichts anderes sind als der Wildfang, den es zu zähmen und zur guten Haus- und Ehefrau zu erziehen gilt. Sie sind selbstbewusst und vertreten ihre eigene Meinung – jedoch taten die Verfasser der neuen Abenteuer gut daran, die traditionellen Wurzeln nicht zu stark zu kappen:

So bleibt Direktorin Frau (ehemals „Fräulein“) Theobald weiterhin oberste Instanz, deren Wort nicht so schnell angezweifelt werden sollte. Handys oder andere neue Medien sind tabu. Herzschmerz um Jungs gibt es nicht. Nach wie vor leben Hanni und Nanni in einem eigenen Kosmos und haben ihre Mitschülerinnen an der Seite, von denen jede auf sympathische Weise ein Klischee bedient: Hilda ist die Brave, Jenny die Vorlaute, Carlotta die Wilde – oder Kusine Elli die Oberflächliche. Das mag Frauenrechtlerinnen heute wie damals nicht gefallen – doch wenn schon: Es ist einfach nur herrliche Nostalgie!

Epresserschreiben und dunkle Gänge

In der aktuellen Folge 38 „Hanni und Nanni in ernster Gefahr“ mischt Autor André Minninger gekonnt lieb gewordene Themen mit neuen Elementen. Internatsfeeling kommt gleich zu Beginn auf, wenn Fräulein… äh… Frau Theobald – mitten im größten Direktorinnen-Stress – einen mysteriösen Anruf erhält (hier entsteht für einen Moment sogar richtige Drei-Fragezeichen-Stimmung!) oder wenn Elli die neue Mitschülerin Lea beschnuppert.

Recht schnell nimmt die Handlung jedoch eine Wendung, die ich zuvor in dieser Art von Hanni und Nanni noch nicht kannte und es entwickelt sich ein richtiger Krimi-Plot. So bleibt das wahre Motiv für Leas Entführung bis zum Schluss unklar – genauso wie die Info über den Täter.  Der Fokus liegt bei Hannis und Nannis Ermittlungsarbeiten und ihren gefährlichen Erlebnissen in den dunklen Höhlengängen.

Dies hat zur Folge, dass man wenig bis gar nichts von den reizenden Nebendarstellerinnen hört: Die nach all den Jahren noch immer fabelhaft mädchenhaft klingende Reinhild Schneider hat als Jenny nur wenige Sätze, auf Carlotta oder das nervöse Mamsell „Fürschterlisch“ muss man ganz verzichten. Das ist zwar schade, ließ sich dieses Mal jedoch wohl nicht vermeiden. Dennoch: Bei so wenig Folgen, die im Jahr erscheinen, darf es beim nächsten Mal ruhig wieder ein Mitternachtsfest mit allen Schülerinnen oder ein Schabernack im Klassenraum sein. Dass alte Pfade zu sehr ausgetrampelt werden ist bei Hanni und Nanni noch längst kein Problem.

Die Darstellerinnen sind auf gewohntem Niveau, was bedeutet, dass alte Hasen wie Renate Pichler als Direktorin Theobald oder die bereits erwähnte Reinhild Schneider ihre Texte souverän einsprechen und die Figuren mit Leben füllen, während andere Kolleginnen, die noch nie wirklich zur Riege der großen Schauspielerinnen gehörten, nach wie vor eine eher hölzerne Performance abgeben.

Aber: Dies stört nicht! So klingt Barbara Schipper als Elli einfach gefühlte hundert Jahre zu alt für diese Rolle und chargiert was das Zeug hält, der Nostalgie-Hörer ist jedoch dankbar, dass sich die Damen nach all den Jahren wieder zusammengefunden haben, um die „gute alte Zeit“ zu feiern. Dass alle Spaß an ihrer Arbeit haben, hört man am Zusammenspiel: Ich nehme an, dass wieder möglichst viele Sprecherinnen gemeinsam vor dem Mikrofon standen und die Dialoge nicht zusammengeschnitten wurden. Top!

Großes Lob gilt Regisseurin Heikedine Körting, die es immer wieder schafft, eine sehr authentische Atmosphäre zu schaffen, nicht zuletzt durch den Einsatz vieler Nebengeräusche wie Lautsprecherstimmen oder Telefonklingeln im Hintergrund.

Schade, dass einige Dialoge etwas holperig sind (so berichtet der Erzähler davon, dass die Zwillinge sich „gegen ein geringes Entgelt“ Lampen ausleihen), aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Hanni und Nanni waren, sind, bleiben Kult und sind auch für Kinder von heute als gewaltfreie und lehrreiche Geschichten genau das richtige. Und Mutti sitzt – vielleicht sogar mit Vati – ebenfalls vor dem Hörspielgerät und denkt wehmütig an die gute alte Zeit.

 

DRAGONBOUND – Die Prophezeiung. Das große Finale der ersten Staffel!

„Wenn du allein in einer fremden Welt wärst… Was würdest du tun?“

Diese Frage haben sich die Hörer und Fans der Serie „DRAGONBOUND – Die Prophezeiung“ (EUROPA) gemeinsam mit Protagonistin Lea gestellt – und das in bisher neun Episoden. Am 7. September nun erscheint mit Episode 10 „Herzen aus Finsternis“ das große Finale der ersten Staffel – als Doppel-CD mit über 150 Minuten Spielzeit. Da ist ein spannendes Abenteuer programmiert!

Special Guest der finalen Episode ist die Band „Schandmaul“. Thomas Lindner, Sänger der Band, spricht quasi sich selbst, nämlich einen Sänger auf der Bühne, sein Bruder Stefan Lindner ist in der Rolle des Zeremonienmeisters zu hören. Für den musikalischen Abschluss hat die Band den Song „Dein Anblick“ beigesteuert.

Was bei EUROPA 2009 eher als Experiment startete, avancierte zur Erfolgsgeschichte. Die Hörspielserie wurde ohne bekannte Buch- oder Film-Vorlage veröffentlicht. Anfangs wurden die CDs daher lediglich über das Internet vertrieben, aufgrund der großen Nachfrage jedoch waren die Hörspiele (ab 12 Jahren) kurze Zeit später im Handel erhältlich.

Inhalt „Herzen aus Finsternis“ (Episode 10)

Lea entdeckt ein Portal in ihre Welt und kehrt zusammen mit ihren Freunden zurück nach Norland. Während alle mit großem Abschiedsschmerz zu kämpfen haben, taucht plötzlich Sandrina auf, die aus dem Gefängnis entfliehen konnte und nun ihren Mordauftrag zu Ende bringen will. In den finsteren, verschlungenen Gängen eines unterirdischen Labyrinths kommt es zur letzten, tödlichen Konfrontation…  (Inhalt und Cover mit freundlicher Genehmigung von www.kuehlpr.de)

kidsdeal-Tipp:

Eltern sollten in die Serie zunächst hereinhören, bevor sie sie ihren Kindern geben, da es oft spannend und actionlastig zugeht.

Das neue Hörbuch von Bibi und Tina: Die geheimnisvolle Köchin

Von Benjamin Vahldiek

Bibi und Tina: Lesungen für ältere Kinder

„Meine Schätze sind die Schätze der Erinnerung und der Tradition.“ (Falko von Falkenstein)

2010 war das 30. Jubiläumsjahr der beliebten kleinen Hexe Bibi Blocksberg, die seit 1980 Generationen von Kindern vor den Kassettenrekorder und später auch den Fernseher mit ihren lustigen Streichen und spannenden Hexereien fesselt. Zu diesem freudigen Anlass erweiterte die Produktionsfirma KIDDINX ihr Audio-Portfolio um Hörbücher zu der erfolgreichen Serie sowie zum Spin-Off „Bibi und Tina“. Gegenüber den Hörspielen, die ab 4 Jahre empfohlen sind, richten sich die Hörbücher an ältere Kinder von sieben bis 12.

Weniger ist mehr

Dies zeigt sich schon an der Optik der Hörbücher: Sie präsentieren sich in einer hübschen, stabilen Hülle aus Pappe, die stellenweise mit Glanzlack geschmückt ist; die Titelbilder sind weniger bunt und detailfreudig und passen sehr gut zum reduzierten Konzept. Denn wie es typisch für Hörbücher ist, verzichtet man darauf, Geräusche, Begleitmusik oder mehrere Sprecher einzusetzen. Die Geschichten werden von einem professionellen Schauspieler vorgetragen: Alexandra Wilcke liest die Bibi-Blocksberg-Hörbücher, während Sascha Rotermund die Abenteuer von „Bibi und Tina“ interpretiert. Die neueste Folge mit den beiden Freundinnen trägt den vielversprechenden Titel „Die geheimnisvolle Köchin“ – eine leicht gekürzte Lesung des gleichnamigen Romans von SchneiderBuch auf 2 CDs mit einer Spielzeit von über 150 Minuten.

Ein sonderbarer Gast in Falkenstein

Tante Hedwig aus Kanada hat sich angekündigt, um ihren Geburtstag auf Schloss Falkenstein zu feiern. Jetzt muss eine richtig gute Köchin her! Da taucht wie aus dem Nichts Marie de Remoulade auf, die den Grafen von Falkenstein mit ihren Kochkünsten sofort überzeugt. Auch Bibi, Tina und Alex sind ganz hingerissen – bis auf einmal Tante Hedwigs kostbares Collier verschwindet. Als Marie ebenfalls nicht mehr auffindbar ist, beginnt für Bibi und Tina eine spannende Suche …

(Inhaltsangabe und Foto mit freundlicher Genehmigung von www.kiddinx-shop.de)

 

Rezension von Benjamin Vahldiek:

Bibi und Tina ausnahmsweise mal nicht als Hörspiel? Keine freudigen Schreie beim Wettreiten von Dorette Hugo („Los, Amadeus!“) oder Susanne Bonaséwicz („Tempo, Sabrina!“)? Keine Pferdegeräusche wie Hufgetrappel oder ein aufgeregtes Wiehern, kein Hex-Hex-Pling-Pling? Stattdessen eine zweieinhalbstündige Lesung durch Sascha Rotermund… wer ist das eigentlich? Und ob mir so etwas gefällt?

Ich lege die erste CD ein und vernehme das bekannte Bibi-und-Tina-Titellied  – allerdings ohne Text. Stattdessen gibt es die Melodie in einer ruhigen Piano-Version. Schön! Ich beginne zu entspannen, bin aber nach wie vor skeptisch. Doch spätestens nach den ersten zehn Sätzen Herrn Rotermunds löst sich diese Skepsis komplett in Luft auf. Er trägt die Story mit warmer und ruhiger Stimme vor. Ich google seinen Namen: Weder mit seinem Gesicht noch der Filmografie oder seinen Hörspiel-Rollen kann ich etwas anfangen. Und das mir, wo ich meinte, jeden noch so kleinen Synchronschauspieler zu kennen! Schon wenige Minuten später wünsche ich ihn in vielen weiteren Produktionen. Wie wunderbar, dass er jeder Figur eine besondere Stimmfärbung verleiht, sich dabei jedoch angenehm zurückhält, so dass Kindern genug Spielraum für die eigene Fantasie bleibt (mit Grausen erinnere ich mich zurück an Rufus Beck, dessen Hang zum Chargieren in den Harry-Potter-Hörbüchern innerhalb kürzester Zeit enervierend wirkte!).

Aber auch wenn die Sprecherleistung nur halb so gut wäre, bietet die Story viel Abwechslung, um alles andere zu sein als langweilig.

Das Mädchen Marie de Remoulade ist ein interessanter und liebenswerter Charakter, wenngleich ich meine, dass die Verwendung von Telling-Names weniger plump sein sollte. Rasende Reporterin Karla Kolumna, Geschäftsmann Herr Schmeichler, Sportlehrerin Frau Laufer – das ist ja alles ganz witzig. Neuerdings wird bei Kiddinx mit Namen wie Klamottiana (der Mode-Hexe aus „Bibi und der Hexenball“) oder eben Marie de Remoulade für die junge Köchin jedoch für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr mit dem Holzhammer gearbeitet.

Warum benimmt Marie sich so sonderbar? Welches Geheimnis hat sie? Lange bleibt es spannend, so dass der erste Teil wie im Flug vergeht. Die Auflösung präsentiert sich auf der zweiten CD. Natürlich verrate ich an dieser Stelle nichts, kann aber sagen, dass sie schlüssig und für junge Hörer gut nachvollziehbar ist – vor allem auch deshalb, weil im Hörbuch im Gegensatz zum Hörspiel viel mehr Raum für innere Monologe und die Beschreibung von Gewissenskonflikten vorhanden ist. Somit lernt man seine Helden auch einmal von einer ganz anderen Seite kennen, zum Beispiel als von Bibis Zweifeln berichtet wird, ob sie Tina erzählen soll, dass ihre Hexennase juckt, wenn sie an Marie denkt.

Große und kleine Pferde-Fans werden sicherlich ein wenig enttäuscht sein, dass weder der Reiterhof noch die tierischen Lieblinge eine große Rolle spielen, dafür finden einfach zu große Teile der Handlung auf dem Schloss statt. Wer also hauptsächlich zu „Bibi und Tina“ aufgrund dieser Thematik greift, sollte zumindest vorab in die Geschichte hinein hören. Schade ist auch, dass sowohl Falko von Falkenstein als auch Tinas Mutter Frau Martin untypisch reagieren, was wohl damit zusammenhängt, dass mehrere Autoren an der Serie schreiben: Warum zeigt der ansonsten so reservierte und misstrauische Graf Marie bereitwillig seine Schatzkammer? Und weshalb verrät Susanne Martin der Köchin ihr streng vertrauliches Butterkuchen-Rezept? Hier hätte ich mir etwas mehr Sorgfalt bei der Charakterzeichnung gewünscht.

„Eigentlich haben wir alle drei ziemlich viel Glück. Komischerweise meint man immer, andere haben es besser.“ (Bibi)

Aber genug gemeckert: Alles in allem bietet „Die geheimnisvolle Köchin“ eine spannende Geschichte, die durch Sascha Rotermund hervorragend vorgetragen wird. Ich zumindest habe jetzt große Lust auf weitere Kiddinx-Hörbücher.

Super! Eine klare Kaufempfehlung!

 

Erschienen bei: KIDDINX

Spieldauer: 153 min

Altersempfehlung: ab 7 Jahre

EAN: 4001504231088

 

Autor: Stephan Gürtler
Regie: Angelika Maiworm
Redaktion: Jutta Dahn
Produktion: Gabi Salomon
Ton: Carsten T. Brüse
Schnitt: Brigitte Brüse
Titelbild: Wolfgang Looskyll
Illustrationen: Wolfgang Looskyll / Linda Kohlbaum
Grafik: a1grafik / A.Benhidjeb

Gelesen von Sascha Rotermund