Die Cosby Show DVD-Komplettbox

Die kultige Bill Cosby Show als DVD-Komplettbox…


Nie im Traum hätte ich mir denken können, dass ich mir diese alte Klamotte noch einmal vollständig reinziehe. Aber es gab den Sitcom-Klassiker, der 1984 in den USA startete und es auf stolze neun Staffeln schaffte, beim Online-Händler meines Vertrauens für einen so netten Preis, dass ich ganz spontan zugeschlagen habe.

Es hat sich wirklich gelohnt! Da werden Kindheitserinnerungen wach und ich stelle fest: Die Cosby Show funktioniert noch immer, geradezu vorbildlich werden hier die Themen Geschwisterzusammenhalt, Erziehung, gesellschaftliche Probleme oder Schule behandelt – und das alles mit einer gehörigen Portion Humor, der alle Generationen anspricht. Deshalb kann ohne Frage von einer Serie für die ganze Familie gesprochen werden!

Worum geht es?

Beim Gynäkologen Heathcliff – „Cliff“ – Huxtable (Bill Cosby) und seiner Familie handelt es sich um Afroamerikaner der oberen Mittelklasse: Seine Frau Claire ist eine erfolgreiche Anwältin, die gemeinsamen Kinder Vanessa, Rudy, Denise, Sandra und Theo, der Hahn im Korb, besuchen die Schule oder studieren bereits. Die Kinder zoffen sich natürlich oft, so wie es sich gehört für Geschwister. Aber wenn es wirklich darauf ankommt, stehen sie alle zusammen und helfen sich. Das gilt auch für die Eltern – besonders beeindruckt hat mich beim nochmaligen Ansehen, wie sehr die Angst der beiden thematisiert wird, ihre Kinder würden sich ihnen nicht anvertrauen, wenn sie in Schwierigkeiten sind. Daraus resultieren herrliche Situationen – so ruft Cliff in einer Folge den Familienrat ein und bittet alle inständig:

„Egal, wie groß eure Probleme sind. Kommt zu mir und eurer Mutter. Wir werden nicht schimpfen, wir sind für euch da.“ Wenn die Kids daraufhin jedoch Beispiele nennen, was sie alles anstellen könnten, müssen sich die armen Eltern doch arg zusammenreißen, um nicht aus der Haut zu fahren. Die 16-jährige Denise: „Dad, ich hab gar nicht bei meiner Freundin geschlafen… ich hab bei Tony geschlafen!“

Die Schauspieler sind allesamt grandios und leisten hervorragende Arbeit. Bill Cosby wird nicht ohne Grund als einer der besten Stand-Up-Comedian gehandelt: Seine Grimassen sind genauso zum Schlapplachen wie seine groteske Körpersprache – er tanzt, reißt die Arme in die Höhe, rollt mit den Augen oder fällt genervt auf die Couch. Für seine Kinder macht er sich immer und überall zum Horst. Herrlich.

Fazit:

Die Cosby Show: eine Bilderbuchfamilie, weit entfernt vom wirklichen Leben. Ein kostbares Stück TV-Nostalgie mit noch immer aktueller pädagogischer Botschaft und einem Humor und Geschichten, die bereits die Kleinsten (viele Episoden sind FSK 0!) vor den Fernseher fesseln. Wer diese DVD-Gesamtbox nicht kauft, hat selbst Schuld.

Benjamin Vahldiek

Nils Holgersson: ein weiterer TV-Anime-Klassiker auf DVD-Komplettbox

„Nils Holgersson fliegt mit den Gänsen davon…“

„Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ dürfte Eltern wohl eher noch bekannt sein als – ganz einfach – „Nils Holgersson“. Und schon hat man wieder Karel Svobodas altes Lied im Ohr, das zu Beginn der 1980-er Jahre im Nachmittagsprogramm der ARD zu hören war: „Nils Holgersson fliegt mit den Gänsen davon…“

In Deutschland ist die Anime-TV-Serie wahrscheinlich geläufiger als die Romanvorlage der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf:

Nils Holgersson ist ein richtiger Bengel. Zusammen mit seinen Eltern lebt er auf einem Bauernhof in West-Vemmenhög und hat nichts Besseres zu tun, als die Tiere zu quälen. Auch seinen Hamster Krümel vernachlässigt er. Jedoch hat er die Rechnung ohne das Wichtelmännchen gemacht: Abrakadabra hat es Nils auf Däumlingsgröße schrumpfen lassen.

Zusammen mit den Wildgänsen begibt sich Nils nun auf eine unglaubliche Reise, bei der er vielen Gefahren trotzen muss. Allmählich sieht er seine Fehler ein und wird schließlich wieder ein ganz normaler Junge…

Traditionell bestehen auch Holgerssons Abenteuer aus 52 Episoden mit einer Spielzeit von jeweils ca. 25 Minuten. Und traditionell wird auch hier Kindern, Jugendlichen und sogar Erwachsenen alles geboten, was die unvergleichliche Qualität der Anime-Serien zu dieser Zeit (Heidi, Wickie und die starken Männer, Alice im Wunderland, Sindbad, Anne mit den roten Haaren, Biene Maja… die Liste lässt sich noch ewig so weiterführen) ausmacht: spannende Geschichten, liebevolle Charaktere, Gewaltfreiheit sowie eine unglaublich gute deutsche Synchronisation mit Stars wie UFA-Schauspielerin Mady Rahl als Wildgans Aka, Dagmar Heller (Stammsprecherin von Mia Farrow, Barbra Streisand oder Jamie Lee Curtis) als Erzählerin oder Elmar Wepper als Rabe Bataki.

Fazit:

Dank der vor einiger Zeit veröffentlichen DVD-Komplettbox ist es nun für die ganze Familie möglich, sich auf den Rücken der Wildgänse zu schwingen und sich von einem Abenteuer ins nächste fliegen zu lassen. „Nils Holgersson“: Eine absolute Kaufempfehlung, TV-Kult vom Allerfeinsten.

Von Benjamin Vahldiek

„Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“: Die neue DVD des kleinen Tierfreunds ist ein großer Spaß für Vorschulkinder!

Auf zu weiteren Abenteuern: mit dem kleinen Diego! Seine neue DVD trägt den Titel „Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“:

Der bei Kindern im Vorschulalter innig gemochte schwarzhaarige Kerl mit den großen Knopfaugen erlebt dieses Mal knapp 100 Minuten lang weitere turbulente Geschichten, die stets gewaltfrei sind.

Konkret handelt es sich um die Folgen: “Diego und das Stachelschwein retten den Geburtstag”, “Rosarote Flamingos”, “Pinguin-Eltern gesucht!” und “Linda Lama rettet den Karneval”. Als Extra enthalten: „Save the Bullfrog“.

„Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“… Für alle, die ihn noch nicht kennen:

Obwohl erst acht Jahre alt, ist Diego Marquez alles andere als auf den Kopf gefallen. Er hat ein großes Herz für Tiere und lässt alles stehen und liegen, wenn sie Hilfe benötigen. Die US-amerikanische Trickfilmserie läuft seit 2005 auf Nickelodeon und hat 2008 den Sprung nach Deutschland geschafft. Bei „Go Diego Go!“ handelt es sich um ein Spinn-Off der ebenfalls überaus erfolgreichen Reihe „Dora – The Explorer“, in der die niedliche Heldin den Jüngsten Fremdsprachen beibringt. Auch „Diego“ erklärt anhand einiger leichter Wörter, wie diese auf Englisch heißen, viel mehr geht es hier jedoch darum, das Bewusstsein für Ökologie zu schärfen, Besonderheiten fremder Länder aufzuzeigen sowie die verschiedensten Tierrassen und ihren Lebensraum vorzustellen. Dies geschieht jedoch niemals mit dem erhobenen pädagogischen Zeigefinger, sondern beispielsweise anhand von Weltkarten, auf denen Diego seine einzelnen Reisestationen skizziert, oder mit fetzigen Song im lateinamerikanischen Rhythmus: Und für diese Lieder brauchen sich Eltern, die zusammen mit ihrem Kind vor dem Bilschirm sitzen, nicht fremdzuschämen – die Musik geht in die Beine, sorgt für ein amüsiertes Mitwippen und zaubert jedem noch so grummeligen Griesgram ein breites Grinsen ins Gesicht.

Fazit:

Es steht außer Frage: „Go Diego Go! – Regenwald Fiesta!“, das ist ein lehrreicher Spaß für Kinder im Vorschulalter. Die liebevollen Zeichentrick-Episoden kombinieren Lernen, Spaß und Abenteuer auf vorbildliche Weise. Daumen hoch, Kaufempfehlung!

Von Benjamin Vahldiek

Pinocchio DVD-Komplettbox: Die Anime-Kultserien

„Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich auf der Bühne bewegen soll, ich hab doch gar nicht auf Marionette gelernt!“ (Pinocchio)

 

Momentan sind sie ja wieder total in Mode: die deutsch-japanischen Zeichentrickserien des Studios Nippon Animation, die in den 70er und 80er-Jahren im ZDF am laufenden Band ausgestrahlt worden sind.

Aber verwunderlich ist das nicht – Qualität setzt sich durch. Da können die Animationen noch so billig gewesen sein, in Puncto Story, Charaktere, Einfallsreichtum, Musik und ganz besonders Synchronisation konnte solchen Highlights wie „Heidi“ oder „Nils Holgersson“ nichts das Wasser reichen.

Viele dieser großartigen Serien sind nun endlich auch als DVD-Komplettbox im Handel, so dass man auch jüngeren Generationen demonstrieren kann, wie toll gute alte Kinderserien sein können und wie hervorragend 2D auch noch heute funktioniert. Da können die am PC verschandelten Helden wie Emily Erdbeer, die neuen Glücksbärchis oder die blöden Schweine aus „Au Schwarte“ ihre Sachen packen und nach Hause gehen!

In der Retro-Ecke stelle ich einige der schönsten Nippon Animation-Umsetzungen vor. Beginnen wir mit der kleinen, frechen Holzpuppe Pinocchio.

Pinocchio aus dem Jahr 1976 entstand in Zusammenarbeit mit dem ZDF und ORF und basiert auf dem weltberühmten Kinderbuch on Carlo Collodi. In 52 Folgen erleben wir die Abenteuer der Marionette, die schließlich ein richtiger Junge wird.

Der Tischler Gepetto schnitzt eine Puppe aus einem Holzstück und muss mit Erstaunen feststellen: Sie kann sich bewegen und sprechen wie ein Mensch! Aber anstatt ein braver Sohn zu sein, stellt Pinocchio allerhand Blödsinn an: Er geht nicht in die Schule, sondern reißt von daheim aus, wird Star einer Marionettenbühne, fällt immer wieder auf den listigen Fuchs und den räudigen Straßenkater herein, wird zeitweise sogar zum Esel, landet schließlich im Bauch eines Wals, in dem er seinen lieben Gepetto wiederfindet und ihn rettet – und wird schließlich von der guten Fee zum Dank in einen Menschen aus Fleisch und Blut verwandelt.

Die Serie hält sich sehr stark an die Romanvorlage und gehört zweifelsohne zu den besten von Nippon Animation: Dies liegt besonders an den liebenswerten Charakteren, wie zum Beispiel der neunmalklugen Ente Gina, dem besorgten Gepetto oder der faulen Katze Giulietta, die so schön leiden und sich über den frechen Holzbengel aufregen kann. Und Pinocchio selbst muss man einfach gern haben, egal wie ungehobelt er sich mal wieder verhält oder welchen Blödsinn er gerade verzapft. Stets meint er es gut… und wenn er mit seinen großen Augen und aufgerissenem Mund dasteht, kann man ihm nicht böse sein.

Großes Plus der Nippon Animation-Abenteuer ist immer die deutsche Synchronisation: Damals holte man anstelle irgendwelcher C-Promis wie Erkan und Stefan noch richtige Schauspiel-Legenden ins Synchronstudio, die den schnell gezeichneten Figuren ganz großartig Leben einhauchen. Bei Pinocchio stechen besonders Helga Anders als Titelheld, Christa Häussler (auch bekannt als Red Fraggle in Jim Hensons’s „Die Fraggles“ oder Laura Ingalls Wilder in „Unsere kleine Farm“) in der Rolle Ginas und Michael Rüth (spricht auch den Klavier spielenden Hund Rowlf in der „Muppet Show“ oder seit 2005 Disney’s Knuddelbären Winnie Pooh) als Straßenkater hervor. Aber auch jeder noch so kleinste Nebencharakter wird hervorragend von großen Namen gesprochen. Das ist ein wahrer Ohrgenuss… kein Wunder, dass die Original-Tonspuren der Nippon Animation-Serien damals auch als Hörspiele herausgebracht worden!

Fazit:

Pinocchios Abenteuer sind jederzeit gewaltfrei, äußerst spannend, absolut lustig und dank des beträchtlichen Umfangs von über 50 Episoden immer so gestaltet, dass es niemals hektisch wird und Handlungen sowie Charaktere ausreichend Zeit erhalten, sich zu entwickeln. Somit können auch schon die Allerjüngsten mit der frechen Holzpuppe auf Reisen gehen und mit glühenden Wangen vor dem Bildschirm sitzen. Mit dabei die Eltern, die im Takt des von Mary Roos gesungenen Titellieds „Kleines Bübchen, freches Püppchen / Die Welt ist groß und du bist klein / Du darfst noch nicht alleine sein / Sieh das doch ein“ in nostalgischen Erinnerungen schwelgend hin und her wiegen.

Von Benjamin Vahldiek

Die Biene Maja als DVD-Komplettbox

Die Biene Maja auf DVD… was lange währt, wird endlich gut!

Du meine Güte, wie lange habe ich darauf gewartet… Biene Maja, eine DER Kult-Zeichentrickserien, die schon Generationen von Kindern begeistert hat, ist nun als DVD-Komplettbox erschienen: endlich!!!

Zwar kann man die Abenteuer der kleinen Honigbiene schon seit vielen Jahren im Handel erwerben, jedoch gab es immer nur Stückwerk, unvollständige Editionen, popelig wenig Folgen auf einem Silberling – alles für teuer Geld, alles mit dem Hintergedanken, um den Fan so oft wie möglich zur Kasse zu bitten.

Irgendwann fing man an, das Ausgangsmaterial in Bild und Ton zu bearbeiten und die Serie noch einmal herauszubringen. Aber natürlich wieder nicht komplett – warum auch, Kinder sollen ja sowieso nicht so lange vor dem Fernseher hocken! Dass Erwachsene die Episoden jedoch auch für sie portionieren können… das schien man ihnen nicht zuzutrauen! Erst vor einigen Monaten wäre ich fast auf ein dickes Maja-DVD-Paket hereingefallen, das nagelneu im Regal des Medienhändlers meines Vertrauens stand… aber bei genauem Hinsehen entpuppte sich auch dieses als Mogelpackung: Nicht die kompletten, sondern „die schönsten“ Abenteuer waren hier versammelt.

Wahrscheinlich sieht man nun seine Felle wegschwimmen, denn Maja kommt bald als computeranimierte Serie zurück auf den Bildschirm (es bleibt uns auch nichts erspart!). Da holt man noch den letzten Saft aus der Zitrone und erfüllt zähneknirschend den sehnlichsten Wunsch der Fans… nach gefühlten dreitausend Jahren ist sie nun also erschienen: finally die Biene-Maja-Komplettbox!!!

Ich glaube, ich kenne niemanden, der sie nicht mag… und das, obwohl die Animationen unterirdisch sind und Karel Gott das Titellied singt. Aber genau das hat ja auch seinen Charme: Die Anime-Serien aus dieser Zeit vom japanischen Trickstudio Zuiyo Enterprise (später in Nippon Animation umbenannt) haben alle einen Schlager-Smash-Hit zu Beginn, vorgetragen von prominenten Sängern wie Gitti und Erika (Heidi), Katja Ebstein (Niklaas – ein Junge aus Flandern, Perrine), Mary Roos (Pinocchio) oder Joy Fleming (Anne mit den roten Haaren) und die Besonderheit, mit nur einer Zeichnung ganze Romane zu sprechen (man sieht Maja mit offenem Mund und heraus kommt das Satzgebilde: „Willi, wo bleibst du denn? Wir müssen doch nach Hause in den Bienenstock fliegen, sonst wird Fräulein Kassandra böse mit uns!“).

Egal, Kult bleibt Kult – nicht zuletzt wegen der hervorragenden Synchronisation mit Vollblutschauspielern wie Marianne Wischmann, Tilly Lauenstein oder hier dem unvergleichlichen Eberhard Storeck als Willi… in diesem Sinne: „Majaaaaaa! Flieg nicht so schnell, ich hab so viele Pollenklößchen gegessen!“

Fazit: Die Biene Maja… noch immer topaktuell, noch immer für die Jüngsten bis hin zu den Ältesten zum Schlapplachen… und nun erstmalig als Gesamtedition. Kaufen!

Von Benjamin Vahldiek

Disney’s „Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew“ auf DVD. Das Warten hat ein Ende!

Käpt’n Balu – „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ war gestern…

Na, das wurde aber auch langsam Zeit: Endlich, endlich, endlich gibt es ein weiteres Zeichentrickserien-Highlight aus Disney’s Kreativschmiede auf DVD zum immer wieder Ansehen!

„Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew“, das war einer DER Klassiker zur Mitte der 90er-Jahre im „Disney Club“ der ARD und wurde eigentlich nur noch getoppt von den „Duck Tales“, der „Gummibärenbande“ und vielleicht noch von „Chip & Chap – Ritter des Rechts“.

Alle tierischen Hauptfiguren basieren auf Charakteren von Disney’s Kult-Animationsfilm „Das Dschungelbuch“. Aber anstelle, dass sie im Urwald faul herumliegen und Bananen in sich hineinzustopfen oder sich das Fell kraulen, geht es in „Käpt’n Balu“ actionlastig zur Sache. Kein Wunder, ist der Bär doch ein waghalsiger Pilot, der die tollsten Kunststücke beherrscht und sich zusammen mit seinem Team gegen die Luftpiraten behauten muss.

Somit werden wilde Verfolgungsjagten präsentiert – mit vielen Schnitten, Szenenwechseln und einigem Geschrei und Gezeter der verrückten Mannschaft. Jüngere Kinder sollten bei all der (witzigen) Hektik also nicht mehr als eine Episode à 22 Minute am Stück schauen, sonst könnte es zu viel des Guten werden. Alle anderen jedoch sitzen mit Papi vor dem Bildschirm und amüsieren sich wie Bolle über Balu und seine Crew!

Die Box beinhaltet auf drei DVDs die ersten 17 Abenteuer der insgesamt 65 Folgen in chronologischer Reihenfolge der US-Erstausstrahlung. Ärgerlich, dass auf eine Gesamtedition verzichtet wurde, aber immerhin hat Disney Deutschland weitere Veröffentlichungen schon angekündigt. Neben diversen anderen Sprachen liegt auch der englische O-Ton vor. Extras sucht man jedoch vergeblich. Auch die Aufmachung lässt zu wünschen übrig: eine einfache Plastikhülle und ein lieblos gestaltetes Cover mit qualitativ miserablen Screenshots auf der Rückseite – das ist alles. Aber egal, denn trotz außen pfui: innen hui!

Fazit:

„Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew“ – das ist Disney-Kult vom Allerfeinsten für Kinder ab 6 Jahren und deren Väter!

Von Benjamin Vahldiek

Gregs Tagebuch 1 bis 3: komplett auf DVD

Von Benjamin Vahldiek

Fettnäpfchen? Nein, nein, Greg nimmt gleich die Fritteuse! Die bisherigen sieben Bände von „Gregs Tagebuch“ des Autors Jeff Kinney verkaufte sich in Deutschland bereits fast 3,5 Millionen Mal und gehören damit zu den beliebtesten und erfolgreichsten Jugendbüchern. Kein Wunder, denn was der arme Greg auf seinem Weg zum gestandenen Mannsbild so alles durchmacht, ist aberwitzig und bietet dermaßen viele humorige Facetten, dass auch Erwachsene herzhaft lachen können.

Kongenial für die Mattscheibe umgesetzt wurden Gregs Tagebüchern bis dato in drei Filmen: „Von Idioten umzingelt“, „Gibt’s Probleme?“ und ganz aktuell „Ich war´s nicht!“. Dabei sind besonders die tollen schauspielerischen Fähigkeiten des Titelhelden (dargestellt von Zachary Gordon, bekannt aus „How I met your Mother“) und seinem besten Freund Rupert (Robert Capron, „Duell der Magier“) hervorzuheben. Aus beiden kann wirklich noch etwas ganz Großes im Filmgeschäft werden- Chapeau!

Nun gibt es alle drei Abenteuer als günstige Komplettbox auf DVD mit vielen geschnittenen Szenen und interessanten Hintergrundinfos zu den Dreharbeiten.

Fazit: 278 Minuten Spaß am laufenden Band mit dem sympathischen Pechvogel Greg. Ein Spaß-Garant für Kinder, ein Schwelgen in Erinnerungen an die eigenen pubertären Verstrickungen für Erwachsene. Klare Empfehlung.

Das Grüffelokind auf DVD und Blu-ray… nun darf der Junior ran!

Nach dem Riesenerfolg der Verfilmung des Kinderbuch-Bestsellers „Der Grüffelo“ wurde Weihnachten 2012 die Geschichte vom „Grüffelokind“ im TV ausgestrahlt und nun auf DVD und Blu-ray nachgereicht:

Das Grüffelokind auf DVD

Der Grüffelo warnt seinen Junior ausdrücklich davor, sich in das Dunkle zu den vielen Bäumen zu begeben. Wenn es nämlich Pech hat, läuft es der gefährlichen Maus über den Weg… und Grüffelo weiß, wovon er spricht, ist er dem monströsen Nager vor einigen Jahren doch selbst schon einmal begegnet. Grüffelo gibt ziemlich an und beschreibt die Maus in schrecklichsten Bildern… aber anstelle sich zu fürchten, wird das Grüffelokind so richtig neugierig und macht sich aus dem Staub, um auf Mäusejagd zu gehen.

Leider ist die Geschichte lediglich 26 Minuten lang, dafür jedoch unglaublich niedlich erzählt und liebevoll animiert. Immerhin gibt es 22 Minuten Bonusmaterial auf der DVD bzw. Blu-ray, so dass Kindern eine knappe Stunde beste, gewaltfreie Unterhaltung geboten wird, bei der auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Da tut es fast gar nicht weh, dass mit Christian Ulmen und Heike Makatsch eher prominente als wirklich talentierte Synchronsprecher vor das Mikrofon geholt worden sind.

Fazit: „Grüffelokind“ – ein kurzes, aber sehr spaßiges Vergnügen für Kinder ab 4 Jahre, das ebenfalls Erwachsene amüsieren wird.

Von Benjamin Vahldiek

Hallo Spencer – die „zweite“ Staffel des TV-Kults auf DVD

Von Benjamin Vahldiek

Hallo Leute, von A bis Z, von Eins bis 100, von Norden bis Süden und von Osten bis Westen. Hier bin ich wieder, euer lieber, guter, alter… Spencer!

 

Was waren die frühen 80er Jahre doch für herrliche Zeiten. In unserer Kindheit saßen wir alle pünktlich um 18 Uhr vor der Flimmerkiste und schauten im dritten Programm von Montag bis Mittwoch die „Sesamstraße“ (in der noch solche Größen wie Liselotte Pulver oder Manfred Krug lebten und das altkluge Geschwätz eines Herrn von Bödefeld ertragen mussten oder dem naiven Bären Samson mal wieder die Welt erklären mussten), donnerstags gab es die „Lach- und Sachgeschichten“ mit der Maus und dem Elefanten (Stichwort: „Das war Griechisch!“)… und freitags lud uns die gelbe Klappmaulpuppe Spencer in sein Studio ein.

Um welch ein Wesen es sich bei dem gelben Eierkopf mit kariertem Anzug und Schirmmütze genau handelt, kann ich bis heute nicht sagen. Fest steht, dass Spencer so eine Art Boss über das Runddorf ist, in dem allerlei schräge Bewohner in noch schrägeren Behausungen leben: sei es Poldi, der „schönste Jungdrache der Welt“, der immer wieder kreischte „Ich will dir fressen!“ und in einem Vulkan schläft, Kasimir, das rotbraune Zottelvieh, dessen Wohnung in einem Kastanienbaum per modernen Aufzug erreicht werden kann, oder Lexi, der Klugsch..ßer und Bücherwurm, in seinem zur Bibliothek umgebauten Riesenpilz.

Kabarettist Jochen Busse, bekannt als Moderator von RTLs „Sieben Tage, sieben Köpfe“ oder aus der Comedy-Serie „Das Amt“ zeichnet sich für viele Hallo-Spencer-Drehbücher verantwortlich. Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass es nicht nur die Amis beherrschen, abgedrehte Puppenfilm-Storys für Kinder zu schaffen, die gleichzeitig pädagogisch wertvoll sind: Wenn Spencer sich ein Ei in die Pfanne hauen will, erfährt man im Laufe der Geschichte beispielsweise so einiges darüber, wo es herkommt und welchen Weg es nimmt, bis es in der Küche und schließlich im Magen landet. Die Superhits der dörflichen Rockband „Quietschbeus“ sorgen genauso für Abwechslung wie die Besuche der Außerirdischen Galaktika vom fernen Stern Andromedar, die den Dorfbewohnern nicht selten aus der Patsche helfen muss.

„Hallo Spencer“ hat aber nicht nur Kinder der 80er-Generationen begeistert: Insgesamt 275 (!) Folgen wurden von 1979 bis 2001 produziert. Und vor ca. zwei Jahren war es endlich soweit, dass die erste Staffel auf DVD erschien, so dass Eltern den zeitlosen Kult ihren Kindern präsentieren können.

Keine Ahnung, warum Season 2 so lange auf sich warten ließ – jetzt ist sie jedenfalls zu haben, die Abenteuer mit Spencer, dem grummelnden Schlossherren Nepomuk oder den reizbaren Zwillingsschwestern Mona und Lisa, gehen weiter: 36 Episoden, über 1.000 Minuten… das garantiert für Alt und Jung eine Menge Spaß. Herrlich mitzuerleben, wie Poldi sich von einer Mandelentzündung erholen muss oder die Dorfbewohner mehr schlecht als recht das Märchen „Dornröschen“ aufführen. Tolle, liebevoll gebaute Kulissen und Puppen sowie herrliche Puppenspieler, die alle Dialoge noch live beim Führen ihrer Figuren einsprachen, so dass eine ganz besondere Dynamik zu spüren ist, tragen enorm bei zum TV-Genuss.

Allerdings gibt es bei „Hallo Spencer – die komplette zweite Staffel“ eine fette Kröte zu schlucken: Der Titel ist schlichtweg falsch. Es handelt sich nämlich ganz und gar nicht um alle Folgen aus Staffel 2 – und die Reihenfolge ist auch nicht korrekt, was dazu führt, dass einige Handlungen nicht nachvollzogen werden können. Viele Nostalgie-Fans haben sich deshalb schon beim Herausgeber beschwert – zu recht, wie ich finde: Zwar freue ich mich über neuen Spencer-Stoff, egal aus welcher Staffel und in welcher Chronologie (und so wird es auch allen Kindern gehen, die Spencer lieb gewonnen haben), aber das ist einfach nur Schlamperei, wenn nicht sogar Etikettenschwindel.

Ansonsten:

„Hallo Spencer“ ist eine deutsche Puppenserie für Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene, die auch noch heute absolut begeistert und bisher unerreichbar geblieben ist. Wer mit dem groben Fauxpas der falschen Angaben leben kann, sollte sich unbedingt auch diese zweite Box zulegen.

Merida – Legende der Highlands. Das Disney-/Pixar-Meisterwerk auf DVD und Blu-ray

Von Benjamin Vahldiek

Die Königstochter Merida hat nur Unsinn in ihrem unter einer roten Feuermähne bedeckten Kopf. Sie kümmert sich nicht um höfische Regeln und standesgemäßes Verhalten. Stattdessen übt sie sich im Umgang mit Pfeil und Bogen und macht sich bei wilden Ausflügen auf ihrem Pferd Fergus ordentlich dreckig. Bei Hofe sieht man dies natürlich gar nicht gern und plant prompt, Merida unter die Haube zu bringen. Diese flieht so schnell es geht und trifft auf eine Zauberin, die ihr einen Wunsch gewährt… und damit geht der Ärger erst richtig los.

Disney/Pixar ist ja bekannt für hervorragende Animationsfilme, die sowohl die Jüngsten als auch Erwachsene ganz köstlich unterhalten. Egal, ob „MonsterAG“, „Findet Nemo“, „Wall-E“ oder „Oben“: Alle Leinwandabenteuer sind zum Brüllen komisch. Und jedes Mal setzte man in Sachen Optik noch eine Schüppe drauf. So auch bei Merida, dem nunmehr 13. CGI-Abenteuer aus der Meisterwerk-Fabrik: herrliche Farben, unglaubliche Animationen (das leuchtend rote Wuschelhaar der Heldin sieht täuschend echt aus) und witzige Charaktere, eingebettet in eine abwechslungsreiche Story. Da macht es auch fast nichts aus, dass die nur mäßig begeisterungsfähige Nora Tschirner, bekannt aus Til Schweigers Blockbustern „KeinOhrHasen“ und „ZweiOhrKüken“, für die deutsche Synchronisation vor das Mikro geholt wurde.

“Merida – Legende der Highlands“ ist ein herrlicher 91-minütiger Spaß auf DVD und Blu-ray für alle ab 6 Jahren.